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Portal ist wieder online: Voice of Europe: Geld für Politiker kam per Kurier

April 13
13:16 2024

Politik

Das Portal Voice of Europe war offline - vorübergehend.

Das Portal Voice of Europe war offline – vorübergehend.

Langsam werden weitere Details rund um das russische Propagandaportal Voice of Europe bekannt. Das Geld, das an rechte Politiker gehen sollte, kam laut Sicherheitsbehörden per Kurier nach Polen. Es soll um Hunderttausende Euro gehen.

Das Geld für die russische Einflussoperation rund um das Medienportal Voice of Europe soll direkt aus Russland gekommen sein, wie der "Spiegel" aus Sicherheitskreisen erfuhr. Es sei mithilfe eines Kuriers über Polen nach Tschechien gebracht worden, wo es an die Politiker geflossen sein soll. Die Kurierfahrten sind laut den Sicherheitskreisen beobachtet und sogar gefilmt worden, es gehe um einen Gesamtbetrag zwischen 500.000 Euro und einer Million Euro.

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Derweil scheint das Portal wieder online zu sein – unter neuer Domain. Nach Angaben des österreichischen Onlineportals Profil haben die Betreiber die Server nach Kasachstan verlegt, um die Sperre in Europa umgehen zu können. Der Politikwissenschaftler Anton Shekhovtsov sagte dem Portal, er beobachte dieses Phänomen seit vielen Jahren. Der westliche Rechtspopulismus verfolge den Trend, Domains außerhalb des europäischen Territoriums zu verlegen.

Vor zwei Wochen hatte der tschechische Inlandsnachrichtendienst BIS federführend eine großangelegte Einflussoperation Russlands aufgedeckt, die das Ziel hatte, kremlfreundliche Propaganda zu betreiben. Über das Medium Voice of Europe wurde Desinformation verbreitet und laut der tschechischen Regierung auch Geld an Politiker der extremen Rechten weitergereicht. Es gehe um "mehrere Hunderttausend Euro", hieß es aus Tschechien damals.

Bystron bestreitet Geld-Annahme

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Der AfD-Spitzenpolitiker Petr Bystron, der auf Listenplatz zwei zur Europawahl steht, wird verdächtigt, Geld entgegengenommen zu haben, was er bestreitet. Er hatte Voice of Europe Interviews gegeben und war auffällig häufig Thema bei dem Medienportal.

Gegenüber der tschechischen Tageszeitung "Deník N" hatte Pavel Žáček, der Vorsitzende des parlamentarischen Sicherheitsausschusses in Prag, den Weg des Geldes über Polen am Mittwoch ähnlich beschrieben. Er konnte Unterlagen des BIS einsehen und sagte, Ziel sei es gewesen, eine "fünfte Kolonne innerhalb der Europäischen Union zu schaffen".

Quelle: ntv.de, als

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