München: »Querdenken«-Demo überschreitet erlaubte Teilnehmerzahl
Icon: vergrößernMenschenmenge in der Münchner Innenstadt
Foto: Matthias Balk / dpa
In München haben mehrere Hundert Anhänger der »Querdenken«-Bewegung gegen die geltenden Corona-Maßnahmen demonstriert. Die Demonstranten verstießen offenbar gegen die von einem Gericht verhängte Auflage, sich mit maximal 200 Menschen zusammenzutun.
Die Polizei zählte nach Angaben eines Sprechers rund 300 Teilnehmer und war mit etwa 500 Beamten im Einsatz. Der Veranstalter war zunächst nicht erreichbar, hatte nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa aber rund 1000 Teilnehmer bei den Behörden angemeldet.
Das Münchner Kreisverwaltungsreferat genehmigte letztlich 200 Teilnehmer und begründete dies mit den derzeit geltenden staatlichen Corona-Regeln.
Auf eine Beschwerde der Veranstalter vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof entschieden die Richter, dass an der Versammlung maximal 200 Menschen teilnehmen dürfen.
Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, war für die Kundgebung eine Ausnahme von der eigentlich ab 21 Uhr geltenden Ausgangssperre genehmigt worden. Der Protest war demnach bis 22.15 Uhr gestattet.
Zuletzt hatten Corona-Leugnerinnen und -Leugner in Nürnberg nach einer Absage durch die Stadt versucht, eine Kundgebung gegen die Corona-Maßnahmen offenbar als Gottesdienst zu tarnen. Die Kirche hatte sich davon distanziert.
Icon: Der Spiegel

