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Multinationale Übung in Alaska: Deutsche Luftwaffe trainiert Abwurf von Präzisionsbomben

June 22
11:36 2024

Politik

Über 30 Kampfjets, Hubschrauber, Transport- und Tankflugzeuge werden bis Mitte August an insgesamt fünf einzelnen Übungen teilnehmen.

Über 30 Kampfjets, Hubschrauber, Transport- und Tankflugzeuge werden bis Mitte August an insgesamt fünf einzelnen Übungen teilnehmen.

Die "komplexeste" Übung, an der die deutsche Luftwaffe je teilgenommen hat, geht in die heiße Phase. Tornado-Kampfjets trainieren dabei den Abwurf von Bomben – allerdings ohne Sprengstoff. Das Flugmanöver ist deutlich spektakulärer.

Tornado-Besatzungen der Luftwaffe haben über Nordamerika die heiße Phase der multinationalen Übung "Pacific Skies 24" begonnen. Kampfflugzeuge warfen dabei aus dem extremen Tiefflug kommend Übungsbomben ab, wie die Luftwaffe auf ihrem für das Manöver eingerichteten Whatsapp-Kanal mitteilte. Die Maschinen sinken dabei auf bis zu 30 Meter ab, um sich unerkannt anzunähern und stiegen erst zum Angriff selbst auf. Die Soldaten trainierten den Angriff mit lasergesteuerten Präzisionsbomben vom Typ GBU-54.

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(Foto: Bundeswehr/Nadine Kohl)

Die sogenannte Guided Bomb Unit-54 hat ein Gewicht von circa 250 Kilogramm und die GBU-24 circa 1000 Kilogramm. Statt mit Sprengstoff sind die Übungsbomben mit Beton gefüllt. Trotzdem können Zielerfassung und Zielbekämpfung mit ihnen präzise trainiert werden.

Für den großangelegten Übungskomplex "Pacific Skies 24" verlegt die Luftwaffe Flugzeuge weit über Europa hinaus. Über 30 Kampfjets, Hubschrauber, Transport- und Tankflugzeuge werden bis Mitte August an insgesamt fünf einzelnen Übungen in Alaska ("Arctic Defender"), Japan ("Nippon Skies"), Australien ("Pitch Black"), Indien ("Tarang Shakti 1") und auf Hawaii ("RIMPAC") teilnehmen.

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Die Luftwaffe spricht von der bisher "größten und herausforderndsten Verlegung". In Alaska werden Luftkriegsoperationen unter NATO-Standards trainiert. An der Übungsserie sind auch die französische und die spanische Luftwaffe sowie das Gastgeberland USA beteiligt.

"Pacific Skies ist das komplexeste, was wir jemals geplant und durchgeführt haben", sagte der Inspekteur der Luftwaffe, Ingo Gerhartz. Der Generalleutnant erklärte: "Mit der weltweiten Verlegung von über 30 Flugzeugen zeigt die Luftwaffe erneut ihre hohe Einsatzbereitschaft und gleichzeitig ihre Fähigkeit, eine Führungsrolle zu übernehmen." Die Bundesregierung hatte zuletzt die besondere Bedeutung der sicherheitspolitischen Zusammenarbeit mit den sogenannten Wertepartnern im Indo-Pazifikraum betont.

Quelle: ntv.de, mba/dpa

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