Lorenzianer-Sekte in Sachsen und Corona: Endzeit im Erzgebirge
Icon: vergrößernWinterliches Dorf im Erzgebirge: »Einfach nicht mit denen verscherzen«
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Im Erzgebirge steht die Endzeit an. So mutmaßen zumindest einige Mitglieder im Aussteigerforum.
»Ein Virus also…«, schreibt da ein Nutzer, »darauf hätte man ja eigentlich schon viel früher kommen können.«
Und ein anderer merkt an: »Würde mich nicht wundern, wenn der Tempel eine Superspreadereinrichtung ist.«
Der Tempel – damit ist die Eliasburg der »Gemeinschaft in Christo Jesu« gemeint, einer im sächsischen Erzgebirge beheimateten Sekte. Sie glaubt, eines Tages hier per Raumschiff errettet zu werden. Das Gebäude steht in Pockau-Lengefeld im mittleren Erzgebirge, bis zu 1000 Personen können hier zur Messe zusammenkommen.
Die Anhängerinnen und Anhänger der Gemeinde ignorieren nach Einschätzung von Experten die Corona-Pandemie – glauben aber daran, dass sie im Falle eines Weltuntergangs an den Nordpol ausgeflogen werden. Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens hat sich schon vor langer Zeit von der religiösen Sondergemeinschaft distanziert.
»Epizentrum« der Corona-Infektionen
Die Mitglieder der Glaubensgemeinschaft sind auch als Lorenzianer bekannt, nach dem Gemeindegründer Hermann Lorenz. Im Aussteigerforum treffen sich ehemalige Lorenzianer und Ex-Partner, die mit Anhängern liiert waren. Viele leben nach eigener Auskunft noch in der Region, haben weiterhin Kontakt zur Sekte. Mehrere Betroffene schildern im Forum, wie sie als Kinder unter dem Gemeindeleben zu leiden hatten.

