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Joe Biden und die Amtseinführung: Amerikas Neustart

January 20
23:39 2021
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Der 46. Präsident der Vereinigten Staaten: Joe Biden

Foto: JONATHAN ERNST / REUTERS

Da steht er nun. Alle Augen sind auf ihn gerichtet. Joe Biden ist am Ziel. Er hat um genau 11.49 Uhr Ortszeit seinen Amtseid als 46. Präsident der Vereinigten Staaten abgelegt; seine Hand lag dabei auf der 128 Jahre alten Familien-Bibel der Bidens. Lady Gaga hat die Nationalhymne gesungen, und nun muss der neue Präsident auf den Stufen des Kapitols die wichtigste Rede seines bisherigen Lebens halten.

»Wir müssen als Nation zusammenfinden, wir brauchen Einheit. Ohne Einheit gibt es keinen Frieden«, ruft Biden vom Balkon des Kapitols herunter. »Gemeinsam können wir große Dinge leisten.« Und: »Dazu gehört, dass wir uns gegenseitig nicht wie Gegner behandeln, sondern wie Nachbarn. Wir müssen aufhören, uns anzubrüllen.«

Es ist ein bemerkenswerter Moment in der Geschichte des Landes: Seit 1789 wird alle vier Jahre in dieser feierlichen Zeremonie der amerikanische Präsident eingeschworen. Doch wohl nie zuvor fand dieses Ritual unter solch dramatischen Umständen statt.

Vor gerade einmal 14 Tagen tobte an derselben Stelle, an der Biden nun die Einheit der Nation beschwört, der Mob. Joe Biden und seine neue Vizepräsidentin Kamala Harris übernehmen von Donald Trump ein zutiefst gespaltenes, verwirrtes Land, in dem bereits 400.000 Menschen mit einem tödlichen Virus gestorben sind. Soldaten bewachen ihre Amtseinführung, weil die Angst groß ist, dass radikale Trump-Unterstützer erneut zur Attacke auf das Kapitol ansetzten könnten.

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