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Israel gibt Tod von fünf Hamas-Geiseln in Gaza bekannt

December 02
03:57 2023

Die israelische Armee hat am Freitag den Tod von fünf Geiseln bestätigt, die von der Terrororganisation Hamas in den Gazastreifen verschleppt worden waren. Die Angehörigen seien informiert worden und der Leichnam einer Geisel sei nach Israel zurückgekehrt, teilte Armeesprecher Daniel Hagari mit.

In den vergangenen Tagen hätten Armee und Polizei die Familien der Geiseln Elijahu Margalit, Maja Goren, Ronen Engel und Arje Zalmanovitz auf Grundlage »zuverlässiger Informationen« über deren Tod informiert, sagte Hagari. Israelische Soldaten hätten zudem den Leichnam von Ofir Tsarfati zurückgebracht.

In einer Mitteilung hieß es, Soldaten und Mitglieder des Geheimdienstes Schin Bet hätten Tsarfatis Leichnam »in den vergangenen Tagen« in Gaza ausfindig gemacht und zur Beisetzung nach Israel gebracht. Seine Familie sei am Mittwoch informiert worden. Tsarfati hatte an einer Raveparty in der Nähe des Gazastreifens teilgenommen, als Hunderte Hamas-Kämpfer am 7. Oktober nach Israel eindrangen und Gräueltaten überwiegend an Zivilisten verübten.

Während der siebentägigen Feuerpause, die am Freitagmorgen endete, waren nach Angaben der Behörden 110 Geiseln im Austausch gegen palästinensische Gefangene freigelassen worden.

Israels Armee teilte unterdessen mit, seit dem Ende der Feuerpause 200 Ziele im Gazastreifen angegriffen zu haben. Die Attacken der Boden-, Luft- und Seestreitkräfte seien im Norden sowie im Süden des abgeriegelten Küstengebiets erfolgt, teilte das Militär am Freitag mit. Demnach wurden auch Ziele in den Städten Chan Junis sowie Rafah im Süden attackiert.

Nach Angaben der Armee soll auf Gebiete gezielt worden sein, die mit Sprengstofffallen versehen waren, sowie auf Schächte von Tunneln, Abschussrampen und Kommandozentralen der Hamas.

Weißes Haus: Hilfslieferungen werden wohl wiederaufgenommen

Die seit dem Ende der Feuerpause unterbrochenen Hilfslieferungen könnten derweil bald wieder aufgenommen werden – wenn auch in geringerem Umfang als zuvor. Das Weiße Haus erklärte am Freitag, es gehe davon aus, dass Israel die Einfahrt von Lastwagen mit humanitären Hilfsgütern zulassen werde. Das Land habe sich auf Drängen der Vereinigten Staaten bereit erklärt, wieder Lkw-Lieferungen durchzulassen, sagte der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrats, John Kirby.

Die Zahl der Fahrten werde sich jedoch wahrscheinlich auf einige Dutzend pro Tag beschränken, statt auf die Hunderte von Lkw, wie sie während der Feuerpause täglich in den Gazastreifen gelangt waren. Nach palästinensischen und ägyptischen Angaben sind seit der Wiederaufnahme der Kämpfe keine Hilfslieferungen mehr im abgeriegelten Küstenstreifen angekommen.

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