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Israel bietet Hamas offenbar zweimonatige Feuerpause an

January 23
07:06 2024

Israel bietet der Hamas offenbar eine zweimonatige Feuerpause im Gazastreifen an – solange wie bislang noch nie. Im Gegenzug müssten alle Geiseln von der Terrororganisation freigelassen werden.

Das berichtet der für gewöhnlich gut unterrichtete Journalist Barak Ravid auf dem Nachrichtenportal Axios . Er beruft sich auf zwei israelische Vertreter. Der mehrstufige Vorschlag sei der Hamas über katarische und ägyptische Vermittler überbracht worden.

Nahost-Koordinator der USA in der Region

Zuvor hatte bereits das »Wall Street Journal« darüber berichtet, dass die Verhandlungen derzeit wieder Fahrt aufnehmen würden. Der Nahost-Koordinator von US-Präsident Joe Biden, Brett McGurk, wird zu diesem Zweck den Chef des ägyptischen Geheimdienstes in der Hauptstadt treffen, berichtete die »New York Times« in der Nacht zum Montag unter Berufung auf US-Beamte. McGurk werde später nach Doha weiterreisen, um dort Katars Ministerpräsidenten Mohammed bin Abdulrahman Al Thani zu treffen.

Ein israelischer Regierungssprecher hat derweil an diesem Montag eine Vereinbarung über die Freilassung von Geiseln zu Bedingungen der islamistischen Hamas strikt abgelehnt. Die Terrororganisation habe »lächerliche« Forderungen wie einen vollständigen Abzug der Armee aus dem Gazastreifen und die Freilassung von »Vergewaltigern und Mördern« verlangt, die beim Überfall auf Israel am 7. Oktober Gräueltaten verübt hätten, sagte Sprecher Avi Hyman.

»Und als ob das noch nicht genug wäre, wurde uns gesagt, dass wir auch einen palästinensischen Staat etablieren müssten«, fügte Hyman hinzu. Das käme einer Kapitulation vor der Hamas getarnt als »Friedensabkommen« gleich. Für Israel sei es unumgänglich, »einen vollständigen Sieg« zu erringen und die Hamas zu zerstören, betonte der Sprecher.

Angehörige der nach Hymans Angaben noch 136 Geiseln im Gazastreifen drängen massiv auf eine neue Vereinbarung zur Freilassung der am 7. Oktober Entführten. Der Sprecher bekräftigte jedoch erneut, nur militärischer Druck werde zum Erfolg führen. Dafür verwies er auf die einwöchige Waffenruhe im November, bei der 105 Geiseln im Austausch gegen 240 palästinensische Häftlinge freigekommen waren. Nur mit militärischem Druck habe Israel damals die Hamas »in die Knie gezwungen«, sagte er.

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