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Großbritannien unterstützt Dschungelstaat Guyana im Konflikt mit Venezuela

December 25
08:16 2023

Britische Machtdemonstration: Im Grenzstreit zwischen Venezuela und Guyana stellt sich Großbritannien auf die Seite des ölreichen Dschungelstaats. Das britische Verteidigungsministerium teilte am Sonntag mit, noch in diesem Monat das Patrouillenschiff »HMS Trent« der Royal Navy vor Guyana zu stationieren. Es werde den regionalen Verbündeten und Commonwealth-Partner besuchen. Vor zwei Wochen hatten bereits die USA eine Militärübung mit Guyana angekündigt.

Bei dem Streit zwischen Venezuela und Guyana geht es um zwei Regionen:

  • ein rund 160.000 Quadratkilometer großes, dünn besiedeltes Grenzgebiet rund um den Fluss Esequibo, das größtenteils aus Dschungel besteht

  • und um ein Gebiet vor der Küste, in dem große Öl- und Erdgasfunde gemacht wurden.

Beide Länder beanspruchen die Regionen für sich. Die Grenze wurde 1899 festgelegt, als Guyana noch Teil des britischen Empires war. Der US-Konzern Exxon Mobil hat Erkundungsbohrungen in Guyana vorgenommen.

Der Streit hatte sich Anfang Dezember verschärft, als die Bevölkerung Venezuelas nach Regierungsangaben in einem Referendum für die Annexion von zwei Dritteln Guyanas stimmte. Mindestens 10,5 Millionen der 20 Millionen Wahlberechtigten hätten dem Vorhaben zugestimmt, hatte der Vorsitzende der Wahlbehörde damals mitgeteilt.

In der Folge kündigten Guyana und die USA gemeinsame Militärübungen ab. »Wir stehen absolut zu unserer unerschütterlichen Unterstützung für die Souveränität Guyanas«, sagte dazu John Kirby, Sprecher der US-Regierung für die nationale Sicherheit. Seine Regierung unterstütze eine friedliche Lösung des Grenzstreits. Zuvor hatten sich unter anderem Brasilien besorgt über die Spannungen in der Region geäußert.

Der Internationale Gerichtshof (IGH) hatte es Venezuela zuvor verboten, guyanisches Territorium zu annektieren. Im Frühjahr hatte sich der IGH in dem Streit für zuständig erklärt, ein Urteil jedoch erst in Jahren in Aussicht gestellt. Guyana und Venezuela hatten sich nach dem Referendum darauf geeinigt, auf jegliche Gewaltanwendung zu verzichten und die Spannungen in dem Streit nicht zu verschärfen.

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