Georg Nüßlein und die Schutzmasken-Affäre: Schillernder Unternehmer soll in den Korruptionsfall verstrickt sein
Icon: vergrößernCSU-Abgeordneter Nüßlein vor seinem Abgeordnetenbüro im Bundestag, während es von Ermittlern durchsucht wird
Foto: Bernd von Jutrczenka / dpa
Die Affäre um mutmaßliche Schmiergeldzahlungen an den Bundestagsabgeordneten Georg Nüßlein (CSU) beim Verkauf von Corona-Schutzmasken zieht immer weitere Kreise. Nach SPIEGEL-Informationen soll ein gut vernetzter Geschäftsmann aus Bad Homburg involviert sein.
Am vergangenen Donnerstag hatte die Generalstaatsanwaltschaft München das Abgeordnetenbüro Nüßleins sowie ein Dutzend weiterer Orte durchsuchen lassen, unter anderem auch im Fürstentum Liechtenstein. Die Ermittler verdächtigen ihn der Abgeordnetenbestechlichkeit und der Steuerhinterziehung. Daraufhin ließ Nüßlein sein Amt als Fraktionsvize ruhen.
Der Verdacht: Nüßlein soll 660.000 Euro Provision erhalten haben, damit er Kontakte zur Bundesregierung und zur bayerischen Landesregierung herstellt. Bei dem Drahtzieher dieser Schutzmasken-Deals soll es sich um den Unternehmer Thomas Limberger handeln. Er soll neben Nüßlein daran beteiligt gewesen sein, dass eine hessische Textilfirma mit dem Bund und dem Freistaat Bayern ins Geschäft über die Lieferung mehrerer Millionen Atemschutzmasken kam.

