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Friesland: Landkreis sagt wegen Bauerndemos Präsenzunterricht ab

January 08
02:06 2024

Die Schülerinnen und Schüler im Landkreis Friesland müssen am ersten Tag nach den Weihnachtsferien nicht zum Unterricht erscheinen. Wegen der Bauernproteste könne es zu »erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen« kommen, heißt es auf der Webseite des niedersächsischen Landkreises. Davon sei auch der Schülertransport betroffen. Der Präsenzunterricht an allen allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen falle deshalb aus. Eine Notbetreuung in den Schulen sei gewährleistet.

Auch eine Berufsschule in Rinteln im Landkreis Schaumburg, ebenfalls in Niedersachsen, hat für Montag Distanzunterricht angekündigt, berichtet die »Schaumburger Zeitung« .

In anderen Landkreisen könnten es die Kinder und Jugendlichen ebenfalls schwer haben, am Montag in die Schulen zu kommen. So stellen zum Beispiel der Landkreis Vorpommern-Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern und der Erzgebirgskreis in Sachsen den ÖPNV und den Schülerverkehr komplett ein. Trotz der angekündigten Einschränkungen im Straßenverkehr sollen Sachsens Schulen aber offenbleiben. »Die Schulen werden entsprechend der regionalen Beschränkung entscheiden müssen, inwieweit Lernzeit zu Hause angeordnet werden muss«, teilte das Kultusministerium mit.

Andere Bundesländer signalisieren ebenfalls Verständnis, sollten es die Schülerinnen und Schüler nicht zum Unterricht schaffen. Ab Montag planen Bauern zahlreiche Aktionen, um gegen die Agrarpolitik zu demonstrieren. Polizei und Behörden rechnen bundesweit mit starken Verkehrsbeeinträchtigungen durch Straßenblockaden und andere Aktionen mit Treckern und anderem landwirtschaftlichem Gerät.

Keine pauschale Freistellung

»Sollten einzelne Schülerinnen und Schüler aufgrund lagebedingter Verkehrsbehinderungen nicht zum Unterricht erscheinen, ist dies nicht als ein unentschuldigtes Fehlen einzuordnen«, teilte das Bildungsministerium in Thüringen mit.

Eine ähnliche Ansage kommt vom bayerischen Kultusministerium: »Schülerinnen und Schüler, die wegen ausfallender Busse und Bahnen nicht zur Schule kommen können und über keine alternativen Fahrtmöglichkeiten verfügen, können ausnahmsweise dem Präsenzunterricht fernbleiben«, steht auf der Homepage des Ministeriums. Allerdings müsse die Schule – ähnlich wie bei einer Krankmeldung – umgehend informiert werden. Je nach Situation vor Ort seien im Einzelfall auch andere Maßnahmen möglich, etwa Distanzunterricht. Eine landesweite Regelung bestehe nicht.

Das Schweriner Bildungsministerium teilte mit, dass Schüler und Schülerinnen, die in Mecklenburg-Vorpommern wegen der Bauernproteste nicht zur Schule kommen, als entschuldigt gelten. Ein Sprecher stellte klar, dass es sich nicht um eine pauschale Freistellung handle. Eltern sollten selbst entscheiden, ob sich Kinder und Jugendliche auf den Schulweg machen und trotz möglicher Verkehrsbehinderungen am Unterricht in der Schule teilnehmen sollen.

Auch in Rheinland-Pfalz werde eine »großzügige Entschuldigungspraxis angewendet«, kündigte das Bildungsministerium an, wenn Schülerinnen und Schüler nicht kommen könnten oder von ihren Eltern nicht geschickt würden. Der Tag werde nicht als Fehltag gewertet.

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