CPAC-Konferenz der Republikaner: Revival-Show für Donald Trump
Icon: vergrößernEine Statue für Trump: Tommy Zegan mit seinem Gold-Trump
Foto: John Raoux / AP
Ron Solomon ist fest davon überzeugt: Donald Trump hat die letzten Präsidentschaftswahlen nicht verloren, sondern in Wahrheit gewonnen. »Glauben Sie echt, dass 81 Millionen Leute für Joe Biden gestimmt haben?«, lacht er. »Niemals!«
Sechs Wochen nach dem Machtwechsel in Washington lebt sie weiter, die Lüge vom Wahlbetrug. Vor allem hier, beim Jahrestreffen der US-Rechtskonservativen in Florida. Solomon ist ein jovialer Unternehmer aus Las Vegas, doch bei diesem Thema kennt er keinen Spaß: Der Wahlsieg sei Trump gestohlen worden.
»Viele Demokraten sind psychotisch«, warnt er. »Sie sind geisteskrank.«
Was für andere bizarr klingt, ist das Leitmotiv der Conservative Political Action Conference (CPAC), des inoffiziellen Parteitags der Hardcore-Republikaner. Die Versammlung, traditionell ein Schaulaufen der nächsten Präsidentschaftsaspiranten, steht diesmal ganz im Zeichen des gerade erst entthronten Ex-Präsidenten.
Mehr noch, sie ist als sein Comeback konzipiert: Das große Finale an diesem Sonntag, gleich im Anschluss an eine CPAC-Testabstimmung für 2024, deren Sieger bereits feststeht, soll Trumps erster öffentlicher Auftritt seit Januar sein. Die einstige Volkspartei mutiert mehr und mehr zur radikalen Trump-Sekte – als habe es den tödlichen Angriff des rechten Mobs aufs US-Kapitol nie gegeben.

