Bild vergrößernKarl Lauterbach, Gesundheitsexperte der SPD
Foto: Kay Nietfeld / dpa
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Portugal öffnet Museen, Caféterrassen und Schulen wieder
12.24 Uhr: In Portugal sind Museen, weiterführende Schulen und Außenbereiche von Cafés erstmals seit mehr als zwei Monaten wieder geöffnet worden. Allerdings gelten dabei nach Behördenangaben nach wie vor Einschränkungen. Pro Tisch dürfen Cafés demnach auf ihren Terrassen nur vier Gäste empfangen.
Gruppensport in Turnhallen und Fitnessstudios bleibt verboten, und die Museen müssen ihre Öffnungszeiten einschränken. Die Infektionszahlen waren in dem kleinen EU-Land nach Weihnachten und Silvester dramatisch angestiegen und hatten zu einer Überlastung der Krankenhäuser geführt. Mitte Januar erließ die Regierung daraufhin einen allgemeinen Shutdown, der seit Mitte März schrittweise gelockert wird. Die Grundschulen haben den Unterricht im Klassenzimmer bereits wieder aufgenommen.
Spahn: Bis Anfang Mai jeder fünfte Deutsche geimpft
11.27 Uhr: »Bis Anfang Mai werden 20 Prozent der Deutschen geimpft sein können«, sagt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn beim Besuch eines Berliner Impfzentrums. Seit Jahresanfang seien drei Monate benötigt worden, um etwa zehn Prozent der Bevölkerung zu impfen. »Wir werden die nächsten zehn Prozent jetzt in einem Monat schaffen können angesichts der zu erwartenden Lieferungen.« Die Impfgeschwindigkeit werde im zweiten Quartal immer weiter zulegen.
Außerdem warnte Spahn vor der anhaltenden Ansteckungsgefahr durch das Coronavirus. »Impfen verhindert nicht die dritte Welle, die dritte Welle wächst«, sagt der CDU-Politiker in Berlin während eines Besuches im Impfzentrum Messe. Länder mit bereits höherer Impfquote wie Chile, Großbritannien oder die USA zeigten, dass Kontaktbeschränkungen weiter notwendig seien. Spahn nennt überdies die Situation auf den Intensivstationen und in den Kliniken angesichts steigender Auslastungszahlen besorgniserregend.
Corona-Leugner-Demo vor Haus von Ministerpräsident Weil verhindert
10.30 Uhr: Mit einer großen Zahl an Einsatzkräften hat die Polizei am Abend des Ostersonntages eine Versammlung von Anhängern der sogenannten »Querdenken«–Bewegung vor dem Haus des niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD) verhindert. Trotz eines Verbots habe eine kleine zweistellige Zahl an Personen vor Weils Privatwohnsitz in Hannover demonstrieren wollen, teilte die Polizei mit. Sie seien jedoch an Kontrollstellen in den umliegenden Straßen von Polizeibeamten abgewiesen worden. Zu einer Versammlung sei es nicht gekommen.
Trotz Corona: Deutsche Kliniken lagern immer mehr Personal aus
10.03 Uhr: Ungeachtet der Coronakrise und der dadurch verursachten zeitweisen Überlastung der Kranken- und Intensivstationen lagern Deutsche Krankenhäuser einem Zeitungsbericht zufolge immer mehr Aufgaben in Servicegesellschaften aus. Die Personalausgaben in ausgelagerten Bereichen haben sich zwischen 2010 und 2018 mehr als verdoppelt, und zwar von knapp zwei auf vier Milliarden Euro. Das geht laut dem »RedaktionsNetzwerk Deutschland« (RND) aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Linksfraktion hervor. Ihr Anteil an allen Personalaufwendungen der Kliniken stieg von vier auf sechs Prozent und damit um 50 Prozent.
Handel für späten Beginn von Ausgangssperren
09.29 Uhr: Der Handelsverband HDE plädiert für Ausgangssperren erst nach 22.00 Uhr. Griffen sie zu früh, gäbe es in den Stunden davor ein erhöhtes Kundenaufkommen, sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth der »Wirtschaftswoche«. »Das gilt es im Sinne einer wirkungsvollen Bekämpfung der Pandemie zu verhindern.« Bei Sperren ab 22.00 Uhr wären die Auswirkungen für den Einzelhandel sicherlich überschaubar. »Wenn die Regelung früher ansetzen würde, gäbe es wohl Auswirkungen auf die Lebensmittelhändler, die ihre Geschäfte oft auch in den Abendstunden für die Berufstätigen noch geöffnet halten.« In jedem Fall müsse es Sonderregelungen für die Angestellten im Lebensmittelhandel für den Weg zur Arbeit und nach Hause geben.
Weiter keine Probleme mit Ausgangsbeschränkungen in Hamburg
09.08 Uhr: Die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen in Hamburg sind über das Osterwochenende weitgehend eingehalten worden. Es habe einige Überprüfungen und nur einzelne Verstöße gegen Auflagen gegeben, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Wegen der Coronapandemie sind in Hamburg seit Freitagabend nächtliche Ausgangsbeschränkungen in Kraft.
Sie gelten zwischen 21.00 und 5.00 Uhr. Hamburger dürfen ihre Wohnungen nur noch aus triftigem Grund verlassen. Ausnahmen von der bis zum 18. April geltenden Regel gibt es in der Hansestadt beispielsweise für berufliche Tätigkeiten, Gassigehen mit dem Hund und Sport im Freien, allerdings immer nur für eine Person.
Kaffeekonsum im Coronajahr 2020 gestiegen
08.20 Uhr: Die Menschen in Deutschland haben im Corona-Jahr 2020 mehr Kaffee getrunken als im Jahr zuvor. Wegen der Einschränkungen durch die Pandemie und des vermehrten Homeoffice-Einsatzes hätten die Menschen den Konsum in die eigenen vier Wände verlagert, teilte der Deutsche Kaffeeverband in Hamburg mit.
Insgesamt legte der Kaffeemarkt den Angaben zufolge 2020 um 1,5 Prozent zu. Das entspreche pro Kopf einer Steigerung von 20 Tassen Kaffee auf insgesamt 168 Liter. »Lockdown heißt nicht, dass der Konsument keinen Kaffee mehr trinkt, wenn Coffeeshop und Kantine geschlossen sind. Vielmehr haben sich die Konsumorte in dieser Zeit verändert«, sagte Hauptgeschäftsführer Holger Preibisch.
So verbrauchten die Menschen den Angaben zufolge zu Hause 37.900 Tonnen Röstkaffee mehr als 2019. Das entspreche einer Steigerung von elf Prozent. Auf der anderen Seite ging der Konsum außerhalb der eigenen vier Wände etwa in der Gastronomie oder am Arbeitsplatz um 30.300 Tonnen zurück. Das sei ein Minus von 23 Prozent.
Chance für Oktoberfest »fifty-fifty«
05.00 Uhr: Niemand weiß, ob das Oktoberfest dieses Jahr stattfinden kann, doch bei den Festzelten stapeln sich bereits die Reservierungsanfragen. »Die Resonanz ist sehr positiv«, sagt der Sprecher der Wiesnwirte, Peter Inselkammer. »Die Leute wollen kommen.« Bei den Hotelbuchungen gibt es dagegen merkliche Zurückhaltung. Wie von Hotelketten und Reiseportalen zu hören ist, gehen dort weniger Reservierungen, Buchungen und Suchanfragen nach Übernachtungsmöglichkeiten zur Wiesnzeit ein.
In normalen Jahren kommen in den beiden Festwochen sechs Millionen Besucher zum größten Volksfest der Welt. Sie trinken, singen und feiern in den Zelten auf engstem Raum. Ohne wirksamen Impfschutz böte das Fest alle Voraussetzungen für ein internationales Superspreader-Event. In diesem Jahr ist das Oktoberfest vom 18. September bis 3. Oktober geplant.
Umfrage: Große Mehrheit zweifelt an Merkels Impfversprechen
05.00 Uhr: Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat vollständig gegen Corona geimpften Menschen Hoffnung auf mehr Freiheiten gemacht – viele glauben aber nicht an eine Impfung bis zum Ende des Sommers. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur
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erwartet nur knapp ein Viertel (23 Prozent), dass das Ziel eingehalten wird, bis zum 21. September jedem Impfwilligen eine Corona-Impfung anzubieten.
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62 Prozent rechnen dagegen nicht damit. 15 Prozent machten keine Angaben.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat mehrfach angekündigt, bis zum 21. September allen impfwilligen Erwachsenen in Deutschland ein entsprechendes Angebot machen zu wollen. Das Vertrauen in dieses Versprechen ist gesunken: In einer vergleichbaren YouGov-Umfrage Anfang Februar hatten noch 26 Prozent daran geglaubt, dass das Ziel erreicht wird. 57 Prozent hatten schon damals kein Vertrauen in das Versprechen.
Bislang kaum Erfolge bei Suche nach Medikamenten
05.00 Uhr: Wissenschaftler dämpfen die Hoffnung auf einen baldigen Durchbruch bei der Suche nach Medikamenten gegen das Coronavirus. Man dürfe nicht sehr optimistisch sein, dass Arzneimittel in Kürze die Sterblichkeit bei intensivmedizinisch behandelten Patienten drastisch senken könnten, sagt Stefan Kluge, Direktor der Klinik für Intensivmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.
Im Laufe der Pandemie habe es immer wieder Glauben und Hoffen gegeben – doch 95 oder eher sogar 99 Prozent der Medikamente seien in Studien durchgefallen, sagte Kluge, der Koordinator der Behandlungsleitlinien der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) ist.
Bisher werden vor allem Mittel eingesetzt, um Symptome zu lindern. So kommt bei Klinik-Patienten vor allem das entzündungshemmende und lange bekannte Dexamethason zum Einsatz. Es soll eine überschießende Immunreaktion bremsen, die bei Covid häufig auftritt. Dexamethason gehört zu den laut nationaler Leitlinie empfohlenen Medikamenten.
Landsberg: Bundesgesetz zu Coronaregeln kommt für dritte Welle nicht in Betracht
04.35 Uhr: Der Städte- und Gemeindebund hat mit Skepsis auf den Vorstoß von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) reagiert, einheitliche Corona-Regeln per Bundesgesetz durchzusetzen. Zwar wäre mehr Einheitlichkeit zwischen den Bundesländern »wünschenswert, weil die Menschen die unterschiedlichen Regelungen sonst kaum nachvollziehen können«, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Dies per Bundesgesetz zu regeln, komme für die jetzt laufende dritte Welle aber nicht mehr in Betracht.
Ein entsprechendes Gesetzgebungsverfahren würde die Zustimmung des Bundesrates voraussetzen, »was erfahrungsgemäß mehrere Wochen lang dauert«, sagte Landsberg. Bund und Länder könnten sich auch kurzfristig auf strengere gemeinsame Regeln verständigen. »Das würde allerdings voraussetzen, dass sich dann auch alle wirklich an die getroffenen Vereinbarungen halten.«
Landsberg rief die Bundesländer dazu auf, die Corona-Notbremse wie mit dem Bund vereinbart einzuhalten. Das Infektionsgeschehen sei »dramatisch«. »Die Notbremse muss jetzt konsequent umgesetzt werden.«
China meldet größten Tagesanstieg an Neuinfektionen seit zwei Monaten
03.11 Uhr: China meldet binnen 24 Stunden den größten Anstieg an neuen Corona-Infektionen seit mehr als zwei Monaten. 32 weitere bestätigte Fälle seien aufgetreten, davon 15 in der Provinz Yunnan, die auf ein Cluster in der Stadt Ruili an der Grenze zu Myanmar zurückzuführen seien, erklärt die nationale Gesundheitskommission. Die Zahl der neuen asymptomatischen Fälle, die China nicht als bestätigte Fälle einstuft, wird mit 18 angegeben. Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle auf dem chinesischen Festland steigt demnach offiziellen Angaben zufolge auf 90.305, während die Zahl der Todesfälle unverändert bei 4636 liegt.
Reuters-Zählung – weltweit mehr als 131,11 Millionen Infektionsfälle
01.39 Uhr: Weltweit haben sich bislang mehr als 131,11 Millionen Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. 2.989.217 Menschen starben nach einer Infektion mit dem Virus, ergibt eine Auswertung der offiziellen Behördenangaben der Nachrichtenagentur Reuters.
Zwei kostenlose Coronatests pro Woche für Bürger in England
01.01. Uhr: Die Briten sollen sich bald zweimal pro Woche kostenlos auf das Coronavirus testen lassen können. Die Schnelltests sollen künftig neben Schulen und Arbeitsplätzen auch großflächig für alle an lokalen Teststationen angeboten werden, wie die britische Regierung am Ostermontag mitteilte. Bislang waren frei verfügbare Schnelltests auf besonders gefährdete Gruppen beschränkt.
Das Testen sei unbedingt notwendig, um während der geplanten Lockerungen die Erfolge der britischen Impfkampagne nicht zu gefährden, sagte Premierminister Boris Johnson. »Deshalb machen wir Schnelltests jetzt für alle in England verfügbar – um Ausbrüche schnell zu stoppen, damit wir wieder die Menschen, die wir lieben, sehen und die Dinge, die wir genießen, tun können«, sagte Johnson einer Mitteilung zufolge.
GEW: Notfalls wegen Coronapandemie auf Abiturprüfungen verzichten
00.15 Uhr: Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert, wegen der Corona-Pandemie die Abiturprüfungen in diesem Jahr notfalls ausfallen zu lassen. »Sollte das Infektionsgeschehen so dramatisch ansteigen, wie die dritte Welle in anderen europäischen Nachbarstaaten befürchten lässt, müssen die Länder flexibel reagieren und von Prüfungen absehen«, sagte GEW-Chefin Marlis Tepe den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland.
»Dann könnten zum Beispiel die Leistungen aus dem Unterricht zur Grundlage der Notengebung gemacht werden«, sagte Tepe. »Die GEW hat sich sehr dafür eingesetzt, dass die Kultusministerinnen und -minister erklärt haben, die Abiture mit verschiedenen Prüfungsformaten gegenseitig anzuerkennen.« Diese Erklärung müsse eingehalten werden, sollten Prüfungen pandemiebedingt ausfallen müssen. Das Abitur 2021 brauche die volle Anerkennung und Wertschätzung.
Der hessische Kultusminister Alexander Lorz sagte im RND-Podcast »Die Schulstunde«, die Kultusministerkonferenz (KMK) gehe davon aus, dass die Abiturprüfungen in diesem Jahr überall stattfänden. Lorz, der die Unions-Länder in der KMK koordiniert, sagte, eine Absage von Prüfungen wäre zum Nachteil der Schüler: »Sie würden den Jugendlichen fürs Leben einen Malus mitgeben.«
