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Coronavirus-News am Mittwoch: Anteil der Corona-Nachweise mit Infektion im Ausland gestiegen

August 19
08:55 2020
Covid-19 Testzentrum im Flughafen Frankfurt Icon: vergrößern

Covid-19 Testzentrum im Flughafen Frankfurt

Foto: Ralph Peters / imago images/Ralph Peters

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Australiens Regierungschef will Corona-Impfpflicht

07:50 Uhr: Der australische Premierminister Scott Morrison will eine Corona-Impfpflicht für alle Bürger, sobald es einen Wirkstoff gibt. Die Impfung solle für die 25 Millionen Menschen im Land "so obligatorisch wie möglich sein", sagte er dem Radiosender 3AW. Ausnahmen seien nur aus medizinischen Gründen möglich, "aber das sollte die einzige Grundlage sein", so Morrison. "Wir sprechen von einer Pandemie, die die Weltwirtschaft zerstört und Hunderttausende auf der ganzen Welt das Leben gekostet hat." Eine offizielle Entscheidung über eine solche Regel gibt es aber noch nicht.

Den Plänen zufolge soll die Impfung für alle Australier kostenlos sein. Die Regierung hatte zuvor eine Vereinbarung mit einem Pharmakonzern in Großbritannien geschlossen und sich einen möglichen Covid-19-Impfstoff gesichert, der derzeit von der Oxford University entwickelt wird. "Natürlich wird es erst einen freiwilligen Aufruf geben, und ich bin sicher, dass es für die Impfung lange Warteschlangen geben wird", sagte der Oberste Gesundheitsbeamte Paul Kelly. In Australien wurden bisher fast 24 000 Infektionsfälle bestätigt, knapp 450 sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Besonders betroffen ist der Bundesstaat Victoria mit der Millionenstadt Melbourne, wo seit Wochen erneut ein strikter Lockdown gilt.

Südkoreas Regierung warnt vor landesweiter Ausbreitung von Infektionen

07.20 Uhr: In Südkorea zeigt sich Regierung alarmiert über einen Anstieg der positiven Corona-Tests. Vize-Gesundheitsminister Kim Gang Lip spricht von einer "höchst gefährlichen Krise". In der Hauptstadt Seoul breiteten sich die Infektionen aus, sagt er. Nun drohe eine Ausweitung auf das gesamte Land. Die Zahl der neuen Positiv-Tests legte im Land den sechsten Tage in Folge dreistellig zu. 90 Prozent der neuen Fälle entfallen auf Seoul. Zuletzt wurden 297 Menschen neu auf das Coronavirus getestet. Damit liegt die Gesamtzahl bei 16.058. 306 Todesfälle werden mit den Virus in Verbindung gebracht.

Corona-Forschung fehlen Milliarden

07:00 Uhr: Es fehlt noch jede Menge Geld, um das international solidarische Projekt für Impfstoffe, Medikamente und Tests gegen das Coronavirus und die Krankheit Covid-19 voranzubringen. Das geht aus Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hervor. "Es gibt erhebliche Finanzierungslücken", sagte Caroline Schmutte, Leiterin des Deutschlandbüros des Wellcome Trusts, eine der größten Stiftungen der Welt, der Deutschen Presse-Agentur. Sie kritisierte nationale Alleingänge, etwa große Investitionen in heimische Impfstofffirmen oder Verträge mit diesen Firmen, um sich im Falle eines Erfolgs große Mengen des Impfstoffs vor einem weltweiten Verkauf zu sichern.

Höchster Wert seit Mai: 1510 registrierte Neuinfektionen in Deutschland

06.10 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die höchste Zahl an Neuinfektionen in Deutschland seit mehr als drei Monaten registriert. Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland 1510 neue Corona-Infektionen gemeldet. Höher lag die Zahl zuletzt am 1. Mai mit 1639 registrierten Neuinfektionen. Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Anfang April bei mehr als 6000 gelegen, danach waren die Werte deutlich gesunken. Seit Ende Juli steigt die Zahl der Nachweise wieder an.

Direkte Rückschlüsse auf das Infektionsgeschehen lässt der aktuelle Anstieg der Fallzahlen allerdings nicht zu, da zuletzt auch die Zahl der durchgeführten Tests erhöht wurde. Die steigenden Fallzahlen seien derzeit aber nicht nur mit dem vermehrten Testaufkommen zu erklären, hatte das RKI vor einigen Tagen mitgeteilt.

Australiens Premierminister will Corona-Impfpflicht

05.55 Uhr: Australiens Premierminister Scott Morrison plant eine Corona-Impfpflicht für die 25 Millionen Einwohner seines Landes. Die Impfung solle "so obligatorisch wie möglich sein", sagte der Regierungschef am Mittwoch dem australischen Radiosender 3AW. Ausnahmen sollten nur aus medizinischen Gründen erfolgen.

Morrison sagte, das Risiko sei zu hoch, um die Krankheit weiter unkontrolliert zu lassen. "Wir sprechen von einer Pandemie, die die Weltwirtschaft zerstört und Hunderttausende getötet hat", sagte Morrison. Die Regierung habe jedoch noch keine Entscheidung zu dem Thema getroffen. Die Impfung solle kostenlos sein.

Industrieverband verlangt deutlich mehr Corona-Tests

05.44 Uhr: Die deutsche Industrie hat die Bundesregierung und die Länder wegen ihrer Strategie bei den Corona-Tests kritisiert. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) forderte gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland eine Erhöhung der Testkapazitäten. "Damit in den kommenden Monaten wirtschaftliche Aktivität möglich bleibt, muss insgesamt viel großflächiger und einheitlicher getestet werden", sagte Iris Plöger, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung. Die Bundesregierung hinke ihrem eigenen Anspruch, die Kapazitäten auf 4,5 Millionen Tests pro Woche zu steigern, "meilenweit hinterher".

Die Verbandsvertreterin warnte vor schwerwiegenden wirtschaftlichen Folgen. "Es darf nicht sein, dass Betrieben der Produktionsstopp droht, weil sich ihre Beschäftigten in Quarantäne begeben müssen aufgrund mangelnder Testkapazitäten, langwieriger Befundübermittlung per Fax und Telefon sowie lückenhafter Absprachen mit überlasteten Hausärzten und Gesundheitsbehörden", so Plöger. Bund und Länder müssten ihre gemeinsame Handlungsfähigkeit beweisen.

WHO übt Kritik an nationalen Impfstoff-Verträgen

05.26 Uhr: Es fehlt noch viel Geld, um das international solidarische Projekt für Impfstoffe, Medikamente und Tests gegen das Coronavirus voranzubringen. Das geht aus Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hervor.

Wenn Staaten überwiegend in einzelne Firmen investierten und sich über Vorverträge die Belieferung mit Impfstoffen sichern, sei das problematisch, sagte Carolin Schmutte, Leiterin des Deutschlandbüros von Wellcome Trusts, der Nachrichtenagentur dpa. Wellcome Trusts ist eine britische Stiftung, die das Impfprojekt der WHO unterstützt.

Dass nationale Vorbestellungen im großen Stil nicht sinnvoll sind, betont auch der WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus: "Sich begrenzte Bestände strategisch und weltweit mit anderen zu teilen ist im nationalen Interesse jedes Landes", sagte er in Genf. "Niemand ist sicher, bis nicht alle sicher sind." Die Pandemie könnte am schnellsten gestoppt werden, wenn alle Risikopersonen weltweit geschützt sein, nicht ganze Bevölkerungen in nur einigen Ländern. "Wir müssen Covid-19-Nationalismus verhindern", so der WHO-Chef.

Erste Corona-Impfstoffe könnten schon Anfang 2021 zugelassen sein

04.55 Uhr: Das Paul-Ehrlich-Institut hält eine Impfung gegen Covid-19 für erste Bevölkerungsgruppen bereits Anfang 2021 für möglich. Vielversprechende Impfstoffe könnten nach Angaben des Instituts zu Jahresbeginn zugelassen sein. Aktuell zeigten die Daten aus Prüfungen der ersten und zweiten Phase, dass einige der derzeit vielversprechenden Impfstoffe eine Immunreaktion gegen das Virus auslösten.

"Wenn die Daten in den Phase III-Prüfungen die Wirksamkeit und Sicherheit von Impfstoffprodukten belegen, könnten erste Impfstoffe zu Jahresbeginn zugelassen sein, womöglich mit Auflagen", sagte Institutspräsident Klaus Cichutek den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Aufgrund der von den Herstellern gemachten Zusagen werde es zu diesem Zeitpunkt auch schon erste Dosen für Verbraucher in Deutschland geben, gemäß Priorisierung durch die Ständige Impfkommission, ergänzte Cichutek.

Trotz aller Brisanz der Coronakrise werde es keine unüberlegten Abweichungen von den Standards der Impfstoffzulassung geben. Sollte es zu einer Zulassung kommen, sei dies der am schnellsten zugelassene Impfstoff der Geschichte Europas.

Brasilien meldet über 47.000 Neuinfektionen

04.34 Uhr: Das brasilianische Gesundheitsministerium meldet 47.784 neue Corona-Infektionen und weitere 1352 Todesfälle in den vergangenen 24 Stunden. Brasilien registriert damit seit Beginn der Pandemie offiziellen Angaben zufolge 3.407.354 Fälle und 109.888 Todesopfer. Dies ist der weltweit schlimmste Ausbruch des Coronavirus nach den USA.

Irland verschärft Corona-Auflagen

04.09 Uhr: Die irische Regierung hat die Corona-Auflagen wegen gestiegener Infektionszahlen in einigen Regionen geändert. Regierungschef Micheál Martin sagte am Dienstag, Irland habe durch seine anfänglichen Maßnahmen das Virus unter Kontrolle gebracht, die Lockerungen hätten die Infektionszahlen wieder steigen lassen. Künftig sollen sich noch sechs Menschen treffen können, bisher lag die Grenze bei 50 Menschen. Bei Hochzeiten sollen aber weiter bis zu 50 Menschen zusammenkommen können. Bei Sportveranstaltungen wurde die maximale Zuschauerzahl von 200 auf 15 gesenkt. Die neuen Regeln gelten mindestens bis zum 13. September.

Das irische Gesundheitsministerium meldete am Dienstag 190 Neuinfektionen, die Gesamtzahl der Infizierten stieg auf 27 499. 1775 Menschen starben an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung.

Studie könnte Therapieansatz bei Riechverlust liefern

03.23 Uhr: Wissenschaftler glauben herausgefunden zu haben, warum viele Covid-19-Patienten vorübergehend nichts mehr riechen können. Ihre Forschungsergebnisse könnten möglicherweise sogar ein neuer Ansatz für die Behandlung der Infizierten sein, schreiben die Experten von der Johns Hopkins University School of Medicine aus Baltimore (USA) im "European Respiratory Journal".

Sie hatten für ihre Studie Gewebe von 23 Patienten untersucht, das bei Nasen-Operationen entfernt worden war. Die nicht mit dem Coronavirus infizierten Patienten waren zum Beispiel wegen Tumoren oder chronischen Nasennebenhöhlenentzündungen operiert worden. Die Forscher konnten in den Proben extrem hohe Dosen des Enzyms ACE-2 (Angiotensin Converting Enzyme II) nachweisen – und zwar genau in dem Areal der Nase, das für das Riechen verantwortlich ist. Das Enzym soll die Pforte sein, die dem Coronavirus den Eintritt in die Körperzellen ermöglicht. Darauf deuten auch andere Studien hin.

Die Ergebnisse müssten nun noch durch weitere Untersuchungen bestätigt werden, sagte Andrew Lane von der US-amerikanischen Hochschule. "Wenn das der Fall ist, dann könnten wir in der Lage sein, die Infektion mit antiviralen Therapien zu bekämpfen, die direkt in die Nase gegeben werden."

Arbeitsminister Heil offen für Vier-Tage-Woche

01.34 Uhr: Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat sich in der Coronakrise offen gegenüber dem jüngsten Vorschlag der IG Metall zur Einführung einer Vier-Tage-Woche gezeigt. "Reduzierte Arbeitszeit bei teilweisem Lohnausgleich kann eine geeignete Maßnahme sein", sagte Heil der "Funke-Mediengruppe". Voraussetzung sei, dass "sich die Sozialpartner darauf verständigen". Die Tarifpartnerschaft sei "ein starkes Mittel, um solche Ideen gemeinsam zu entwickeln".

USA und China verdoppeln Streckenverbindungen

01.14 Uhr: Die USA und China genehmigen eine Verdopplung der in der Coronakrise fast zum Erliegen gekommenen Flugkapazitäten zwischen beiden Ländern. Die bislang vier wöchentlichen Flüge der chinesischen Passagierfluggesellschaften, die in die USA fliegen, können auf acht wöchentliche Hin- und Rückflüge verdoppelt werden, wie das US-Transportministerium bekanntgab.

China hatte zuvor zugestimmt, dass US-Fluggesellschaften ihre Flüge nach China verdoppeln können. United Airlines erklärte, dass ihre Streckenverbindung nach China ab San Francisco vom 4. September auf vier Flüge pro Woche ausgedehnt werde. Nach Angaben des Ministeriums ist auch Delta Air Lines berechtigt, ihren Flugplan von zwei auf vier Mal pro Woche zu erweitern.

Trump verkündet Absage von Handelsgesprächen mit China

00.25 Uhr: Die USA haben geplante Gespräche mit China über das Teilhandelsabkommen im Januar bis auf Weiteres abgesagt. Das erklärte US-Präsident Donald Trump bei einem Wahlkampfauftritt in der Stadt Yuma im südwestlichen Bundesstaat Arizona. Mit Blick auf die Coronavirus-Pandemie sagte Trump: "Ich will jetzt nicht mit ihnen verhandeln. Nach dem, was sie diesem Land und der Welt angetan haben, will ich jetzt nicht mit China sprechen."

Die ursprünglich für das vergangene Wochenende angesetzten Gespräche sollten unter anderem prüfen, inwieweit sich die Vertragspartner an die von ihnen im Januar gemachten Zusagen halten. Peking hatte in dem Abkommen eine deutliche Erhöhung seiner Importe aus den USA versprochen, unter anderem von landwirtschaftlichen Produkten. Beobachtern zufolge hat Peking seine Ziele bislang nicht erfüllt, unter anderem wohl auch wegen der Coronakrise.

Die Beziehung der beiden Länder hat infolge der Pandemie gelitten. China gilt als Ursprungsland der Pandemie, die in den USA eine schwere Wirtschaftskrise auslöste und Trumps Wiederwahl im November gefährden könnte.

Immer mehr Deutsche infizieren sich im Urlaub

00.15 Uhr: Fast 40 Prozent der zuletzt in Deutschland positiv auf das Coronavirus getesteten Menschen haben sich im Ausland angesteckt. Das geht aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. Von den bekannten Neuinfektionen lag der Anteil der wahrscheinlichen Ansteckungen im Ausland bei 39 Prozent. Zum Vergleich: Eine Woche zuvor hatten sich 34 Prozent im Ausland infiziert, davor waren es 21 Prozent. Am häufigsten wurden der Kosovo, die Türkei, Kroatien, Bulgarien und Bosnien und Herzegowina als wahrscheinliche Infektionsländer genannt.

Allerdings gab das RKI nicht an, wie groß der Anteil der Tests von Reiserückkehrern an allen Tests war. Diese Angabe ist notwendig, um zu beurteilen, wie groß der Anteil der eingeschleppten Infektionen tatsächlich ist. Es könnte beispielsweise sein, dass Rückkehrer im Schnitt häufiger getestet werden als der Rest der Bevölkerung.

Icon: Der Spiegel

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