Coronavirus in den USA: Warum die Vereinigten Staaten beim Impfen so viel besser sind
Icon: vergrößernIn Kalifornien haben die Behörden auf dem Parkplatz eines Vergnügungsparks eine Impfstelle eingerichtet
Foto: Jae C. Hong / AP
Im Football-Stadion von Baltimore im US-Bundesstaat Maryland jubeln in normalen Zeiten Tausende ihrer Heim-Mannschaft zu. Jetzt, in der Corona-Pandemie, hat die Arena eine neue Bestimmung: In dem gigantischen Bau erhalten Einwohner von Baltimore ihre Impfung gegen das Coronavirus.
Am Eingang sorgen Soldatinnen und Soldaten in Uniform für Ordnung; eintreten darf nur, wer zuvor im Internet oder per Telefon einen Termin gemacht hat. Alles verläuft ruhig und organisiert: Die Menschen müssen kurz warten, dann erhalten sie in einer der umfunktionierten VIP-Lounges des Stadions die Impfung. Letzte Woche, bei der Eröffnung, wurden hier 500 Menschen am Tag geimpft, jetzt sind es schon 1000. In den kommenden Wochen kann die Tages-Kapazität bis auf 10.000 erhöht werden.
Rentner Al, 75, hat seine erste Dosis von Pfizer-Biontech soeben erhalten und ist hochzufrieden: »Das läuft wirklich alles reibungslos«, sagt er. »Es fühlt sich an wie bei jeder anderen Impfung.«
Impf-Wunderland Amerika: So wie in Baltimore entstehen seit Wochen im ganzen Land gigantische Impfzentren in umfunktionierten Stadien oder auf den Parkplätzen von Vergnügungsparks. Es wird in Drogerien und Supermärkten geimpft, sogar die ersten Drive-Thru-Impfzentren gibt es. Nur die Bestellung von Fast-Food geht noch leichter. Die USA sind nach Staaten wie Israel oder Großbritannien eines der Länder mit der erfolgreichsten Impfkampagne der Welt.

