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HomeNachrichtenCorona-News am Sonntag: Ungarn schränkt Berichterstattung über Impfkampagne ein

Corona-News am Sonntag: Ungarn schränkt Berichterstattung über Impfkampagne ein

Im ungarischen Nyiregyhaza wird einer Patientin eine Dosis vom russischen Impfstoff Sputnik V gespritzt Bild vergrößern

Im ungarischen Nyiregyhaza wird einer Patientin eine Dosis vom russischen Impfstoff Sputnik V gespritzt

Foto: 

Attila Balazs / AP

Das waren die Corona-News am 4. April.

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Slowenien stoppt Impfungen mit AstraZeneca für unter 60-Jährige

20.58 Uhr: Auch Slowenien will keine Menschen unter 60 Jahren mehr mit dem Vakzin von AstraZeneca impfen. Man wolle abwarten, ob die Untersuchungen einen kausalen Zusammenhang zwischen diesem Impfstoff und den Hirnthrombosen ergeben, die weltweit in einigen Fällen nach dessen Verabreichung aufgetreten waren, sagte die Chefin der Beratungskommission des Gesundheitsamts, Bojana Beovic, dem Sender POP TV.

Ab kommender Woche ist in Slowenien die Altersgruppe der über 60-Jährigen für die Impfungen vorgesehen. Bisher waren die über 64-Jährigen sowie Risikopatienten und Personal gefährdeter Berufsgruppen aller Altersgruppen an der Reihe gewesen. 13,4 Prozent der Slowenen haben bereits die erste Impfdosis erhalten, 6,5 Prozent auch die zweite.

Tschechien beendet Corona-Notstand

20.17 Uhr: Tschechien wird den derzeit geltenden Corona-Notstand nicht weiter verlängern. Wie Premierminister Andrej Babis am Sonntag in einem Interview der Nachrichtenseite tn.cz sagte, soll der Notstand nach dem 11. April enden. Dann sollen auch die Reisebeschränkungen zwischen den Regionen des Landes und die nächtliche Ausgangssperre aufgehoben werden, sagte Babis nach Angaben der Nachrichtenagentur CTK.

Der Notstand gibt der Regierung weitreichende Vollmachten und ermöglicht es, Grundrechte auszusetzen. Die Regierung wollte ihn ursprünglich bis zum 27. April verlängern, doch das Parlament stimmte nur einer Verlängerung bis zum 11. April zu.

Im März verzeichnete Tschechien fast 5800 coronabedingte Todesfälle – mehr als in jedem anderen Monat bisher in der Pandemie. Das Land mit rund 10,7 Millionen Einwohnern ist nach wie vor eines der am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder in der Europäischen Union, aber die Zahlen sinken derzeit landesweit.

Geburtstagsfeier mit 40 Menschen in Köln aufgelöst

18.00 Uhr: Eine illegale Geburtstagsfeier mit 40 Menschen ist mitten in der Corona-Pandemie in Köln aufgelöst worden. Das Ordnungsamt hatte den Hinweis zu einem 60. Geburtstag im Stadtbezirk Ehrenfeld erhalten, wie eine Sprecherin der Stadt Köln am Sonntag mitteilte. Zuvor hatte der »Express« darüber berichtet. Weil bei dem Einsatz am Freitagabend nach mehrmaligem Klingeln niemand die Tür öffnete, riefen die städtischen Mitarbeiter laut der Sprecherin einen Schlüsseldienst. Die Beamten stellten die Personalien der 40 Anwesenden fest. Sie erwarte ein Verfahren wegen Verstößen gegen die Coronaschutzverordnung, hieß es.

Portugal verlängert Einreisebeschränkungen bis Mitte April

17.42 Uhr: Zur Eindämmung der Corona-Pandemie hat Portugal die Einreisebeschränkungen für Touristen bis Mitte April verlängert. In Absprache mit dem Nachbarland Spanien gebe es bis zum 15. April Grenzkontrollen zu Lande sowie auf Flüssen, teilte das Innenministerium in Lissabon am Sonntag mit. Außerdem bleibe der touristische Schienenverkehr zwischen beiden Ländern ausgesetzt. Diese Maßnahme gelte nicht für den Güterverkehr sowie für Berufspendler und Mitarbeiter der Notdienste.

Menschen, die aus einem Land mit einem Inzidenzwert von mehr als 500 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner auf dem Landweg nach Portugal einreisen, müssen 14 Tage in Quarantäne. Das Innenministerium stellte überdies klar, dass es für Menschen mit portugiesischer Staatsbürgerschaft und mit einer Aufenthaltsgenehmigung für Portugal keine Einreisebeschränkungen gebe. Ausländer könnten außerdem problemlos ausreisen.

Nach einem zweimonatigen allgemeinen Shutdown hatte Portugal Mitte März mit schrittweisen Lockerungen begonnen. Am Ostermontag sollen Museen und Außenbereiche von Cafés wieder öffnen dürfen. Außerdem wird in weiterführenden Schulen der Unterricht wieder aufgenommen. Nach fast 16.500 Corona-Neuinfektionen täglich Ende Januar registrierten die Behörden des Zehn-Millionen-Einwohner-Landes am Ostersonntag lediglich 193 Neuinfektionen binnen 24 Stunden sowie vier Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

In Italien werden Kirchen und Museen zu Impfstationen

17.30 Uhr: Italien hat bei seinen ehrgeizigen Plänen zur Beschleunigung der Corona-Impfkampagne auch ungewöhnliche Orte wie Kirchen und Museen eingebunden. Wie die Zeitung »Corriere della Sera« am Sonntag berichtete, würden in Venedig ab Montag Menschen auf einem umgebauten Vaporetto, einem Wassertaxi, geimpft. Es werde an einem bestimmten Ort anlegen, um die über 80-Jährigen zu immunisieren.

In Monza in der Lombardei würden an zwei Wochenenden auch Räumlichkeiten an der Tribüne der Motorsport-Rennstrecke genutzt. Im süditalienischen Neapel wiederum machten mehrere Museen mit, wie es hieß. Die Geimpften hätten die Ruhezeit nach der Spritze dort teilweise zwischen Gemälden verbringen können. Auf der Insel Sizilien lief gerade eine Impfaktion in zahlreichen katholischen Kirchen und Pfarreien. Sizilianer konnten an kirchlichen Ritualen teilnehmen und sich dabei gleich immunisieren lassen. Dafür hatten die Region und Kirchenvertreter extra eine Übereinkunft geschlossen, wie die Nachrichtenagentur Ansa schrieb.

Italien hat sich das Ziel gesetzt, bis zum Ende des Sommers, also bis September, 80 Prozent der Bevölkerung zu impfen. Bisher wurden in dem Land mit 60 Millionen Einwohnern mehr als 11 Millionen Dosen gespritzt.

Mehr als 10.000 Corona-Todesfälle in der Slowakei

17.14 Uhr: In der Slowakei übersteigt die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Corornavirus den Wert von 10.000. Die Behörden melden 77 weitere Todesfälle, seit Beginn der Pandemie starben damit 10.025 Menschen in dem Land mit seinen 5,5 Millionen Einwohnern. Die erste Corona-Welle im vergangenen Jahr hat die Slowakei wie andere Länder Mitteleuropas mit relativ wenigen Infektions- und Todesfällen überstanden. Die jüngste Welle aber belastet die Krankenhäuser erheblich und hat zu stärkeren Beschränkungen des öffentlichen Lebens geführt.

Guinea-Bissau beginnt seine Impfkampagne mit AstraZeneca

17.12 Uhr: Ungeachtet der Vorbehalte gegen den Corona-Impfstoff von AstraZeneca in einigen europäischen Ländern hat das westafrikanische Guinea-Bissau seine Impfkampagne mit der Vakzine des britisch-schwedischen Herstellers begonnen. »Ich rufe all meine Landsleute auf, zu kommen und sich impfen zu lassen«, sagte Staatschef Umaro Sissoco Embalo am Samstag, nachdem er selbst seine erste Impfdosis erhalten hatte.

Zudem rief der Präsident die rund zwei Millionen Bewohner des Landes auf, sich weiter an die Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie wie Abstandhalten und das Tragen einer Maske zu halten.

Das kleine Guinea-Bissau, eines der ärmsten Länder weltweit, verfügt vorerst über 12.000 Corona-Impfdosen. In den kommenden Tagen sollen 10.000 weitere eintreffen. Zunächst sollen ältere Menschen und das Gesundheitspersonal geimpft werden. Dafür wurden laut Gesundheitsminister Antonio Deuna 275 Kräfte geschult. Nach offiziellen Angaben infizierten sich in Guinea-Bissau bislang gut 3600 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus. Mehr als 60 Infizierte starben.

Wettbewerb der Systeme: No time for Losers

17.00 Uhr: China führt, die USA ziehen nach, Europa ist noch gar nicht losgelaufen: Andere Wirtschaftsräume sind längst dabei, den Corona-Einbruch aufzuholen, doch Europa durchleidet den nächsten Shutdown. Lesen Sie hier die Kolumne von Henrik Müller.

Bangladesch geht am Montag in siebentägigen Lockdown

16.52 Uhr: Angesichts deutlich steigender Corona-Infektionszahlen hat die Regierung von Bangladesch einen siebentägigen landesweiten Lockdown beschlossen. Ausgenommen von der am Montag in Kraft tretenden Schließung seien Rettungsdienste, Mühlen und Fabriken, solange sie die Vorsichtsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie einhielten, sagte Farhad Hossain, der Staatsminister für öffentliche Verwaltung, am Samstag in der Hauptstadt Dhaka.

Das südasiatische Land verzeichnete am Freitag mit 6830 Fällen den bisher höchsten Anstieg an Infektionen an einem Tag seit dem Auftreten des ersten Falles dort im März 2020. Bereits in den Vortagen hatte es täglich mehr als 5000 Neuinfektionen gegeben. Am Donnerstag verhängte die Regierung ein zweiwöchiges Einreiseverbot für Flugreisende aus Europa und zwölf anderen Ländern. Außerdem wurden wichtige Reiseziele geschlossen.

Bisher hat das Land mit seinen 163 Millionen Einwohnern 624.596 Infektionsfälle und 9155 Tote im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert. Die geltenden Corona-Regeln werden von vielen ignoriert.

Drei neue Blutgerinnsel-Fälle nach AstraZeneca-Impfung in Frankreich – 12 insgesamt

16.41 Uhr: Frankreichs Medikamentenbehörde hat drei neue Fälle mit Thrombosen an »atypischen« Stellen nach einer Impfung mit dem Covid-Impfstoff von AstraZeneca festgestellt. In der Woche zwischen dem 19. und 25. März seien diese Blutgerinsel-Fälle im Zusammenhang mit dem Impfstoff gemeldet worden, teilte die Behörde ASNM mit.

Seit Beginn der Impfung seien in Frankreich damit zwölf Fälle, darunter vier Todesfälle, aufgetreten. Bei den gemeldeten Fällen traten die Thrombosen meist im Hirn innerhalb von neun Tagen nach der Impfung auf. Betroffen sind hauptsächlich Frauen. In neun Fällen waren die geimpften Personen jünger als 55 Jahre, in drei Fällen älter.

Frankreichs oberste Gesundheitsbehörde empfiehlt die Impfung mit AstraZeneca bereits nach dem kurzzeitigen Impfstopp Mitte März nur noch für Menschen über 55 Jahre. Bis zum 25. März wurde das Präparat in Frankreich gut 1,9 Millionen Mal gespritzt. Bis Freitag haben in dem Land mehr als neun Millionen Menschen mindestens eine erste Impfung erhalten. Das entspricht etwa 13,6 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Branche für Öffnung von Spielhallen

16.30 Uhr: Der monatelange Corona-Shutdown trifft auch die Spielhallen hart – die Branche beobachtet eine Verlagerung ins illegale Glücksspiel im Internet und in Hinterzimmer. »Um den Schwarzmarkt zu bekämpfen, braucht es einen funktionierenden Vollzug und ein ausreichendes, attraktives legales Angebot – das zeigt der Lockdown einmal mehr«, sagte der Vorstandssprecher des Verbands Deutsche Automatenwirtschaft, Georg Stecker, der Nachrichtenagentur dpa.

Der Gesundheitsschutz stehe an oberster Stelle. »Wir halten Tests der Bevölkerung aber für eine gute Idee.« Sie eröffneten die Option, Spielhallen wieder zu öffnen. Dort herrsche striktes Alkoholverbot, und es sei ausreichend Platz für Besucher, die sich kaum bewegten.

Die Lage der Branche sei dramatisch, sagte Stecker. »Die Spielhallen sind seit Anfang November abermals geschlossen. Im Jahr 2020 hatte die Branche im Bereich der Automatenaufstellung einen Umsatzeinbruch von 50 Prozent.« Das treffe auch die Industrie, die Geräte etwa an Spielbanken liefert, die auch dicht seien. Viele Unternehmen hätten Reserven aufgebraucht. Hilfen fließen weiter nur schleppend. »Wir erwarten Betriebsschließungen«, sagte Stecker.

Corona-Neuinfektionen im Gazastreifen so hoch wie nie

16.26 Uhr: Im Gazastreifen ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus auf einen Rekordwert gestiegen. Wie das Gesundheitsministerium in dem von der islamistischen Hamas beherrschten Palästinensergebiet am Sonntag mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 1628 neue Fälle registriert – so viele wie nie zuvor an einem Tag. Insgesamt wurden den Angaben zufolge am Samstag 3728 Tests gemacht, von diesen fielen somit rund 44 Prozent positiv aus. Seit Beginn der Pandemie sind in dem Küstenstreifen laut Ministerium insgesamt 630 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben.

Im Gazastreifen leben etwa zwei Millionen Menschen auf sehr engem Raum unter teilweise miserablen Bedingungen und bei schlechter medizinischer Versorgung. Die Pandemie bringt das Gesundheitssystem in dem Gebiet an seine Grenzen.

Nach Angaben des Ministeriums stehen im Gazastreifen 81.600 Corona-Impfdosen zur Verfügung, insgesamt wurden demnach bisher mehr als 24.000 Einwohner geimpft. Die Vereinigten Arabischen Emirate hatten Zehntausende Dosen des russischen Impfstoffs Sputnik gespendet. Am 22. Mai ist in den Palästinensergebieten die erste Parlamentswahl seit 15 Jahren geplant.

Nach rund einem Jahr: Deutsche dürfen wieder nach Russland einreisen

16.17 Uhr: Nach rund einem Jahr sollen Deutsche mit gültigem Visum wieder auf dem Luftweg nach Russland einreisen dürfen. Das geht aus Änderungen einer Verordnung hervor, die die russische Regierung in der Nacht zum Sonntag in Moskau veröffentlichte.

Die neue Regelung gilt demnach auch für Ausländer, die eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland haben. Auch die deutsch-russische Auslandshandelskammer informierte über die gelockerten Einreisebeschränkungen. Auf der Einreise-Liste der russischen Regierung stehen neben Deutschland auch Venezuela, Syrien, Tadschikistan, Usbekistan und Sri Lanka.

Ab wann wieder russische Touristenvisa für Deutsche vergeben werden sollen, blieb aber zunächst unklar. Vor rund einem Jahr wurden wegen der Corona-Pandemie die Visavergabe weitgehend und der Flugverkehr zwischen den beiden Ländern komplett eingestellt. Russland hatte bereits zum 1. April den regulären Flugverkehr mit Deutschland wieder freigegeben, die Verordnung über die Einreisebestimmungen ergänzte den Vorgang jetzt. Zuvor hatten deutsche Passagiere nur mit Sondergenehmigungen einreisen können.

Erstes Bundeswehr-Impfzentrum arbeitet rund um die Uhr

16.11 Uhr: Das bundesweit erste Impfzentrum der Bundeswehr im saarländischen Lebach arbeitet seit Sonntag rund um die Uhr. Im Drei-Schicht-Betrieb seien bis zu 1000 Impfungen pro Tag möglich, teilte das Verteidigungsministerium bei Twitter mit. Rund 110 Soldaten würden dazu eingesetzt. Mehr als 14.000 Nachttermine bis Mai seien vergeben, erklärte das Ministerium am Sonntag.

Das Impfzentrum auf dem Gelände einer Kaserne ist eines von vier im Saarland, in dem Einwohnerinnen und Einwohner gegen Corona geimpft werden. Es ist seit Anfang März in Betrieb. Bislang gibt es noch ein weiteres Impfzentrum der Bundeswehr in Berlin, ein drittes sei in Bonn im Aufbau.

Um sich ein Bild von der Premiere zu machen, war Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) vor Ort, ebenso wie der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU). Hans hatte zuvor einen »Impf-Marathon« angekündigt: Das Saarland hatte vor wenige Tagen 81.900 zusätzliche Impfdosen Biontech-Impfstoff aus dem EU-Kontingent für Grenzregionen erhalten. Auch die anderen Impfzentren im Land sind über die Osterfeiertage, auch am Ostersonntag, geöffnet. Den Betrieb in Lebach hatte das Saar-Gesundheitsministerium bei der Bundeswehr beantragt.

Ausgangsbeschränkungen in Hamburg und Berlin: Kontrollen verlaufen friedlich

16.04 Uhr: In Deutschlands beiden größten Städten haben sich die Menschen am Osterwochenende weitgehend an die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen gehalten. Doch nicht jeder hat Verständnis für die neuen Regeln. Sehen Sie hier die Reaktionen im Video.

Kaum noch Impftermine in NRW für Menschen über 60

15.33 Uhr: Einen Tag nach dem Start der Vergabe von Impfterminen für die Altersgruppe über 60 mit dem Impfstoff von AstraZeneca sind die meisten Termine schon vergeben. Viele Kreise oder Städte wie Köln, Heinsberg, Mettmann, Oberhausen, Düren, Bielefeld oder Recklinghausen seien komplett ausgebucht, meldeten die Kassenärztliche Vereinigungen Nordrhein und Westfalen-Lippe am Sonntag. Nur noch rund 25.000 Impftermine seien im Bereich Nordrhein frei. Im Bereich Westfalen-Lippe seien alle 167.000 Termine bereits vergeben, teilte das NRW-Gesundheitsministerium bei Twitter mit.

Nach Angaben des Ministeriums laufen die Impfungen, auch bereits für die ab 60-Jährigen, bislang problemlos.

Die Gruppe ab 60 Jahren kommt außerhalb der üblichen Reihenfolge beim Impfen zum Zuge, nachdem die Ständige Impfkommission empfohlen hatte, die Vakzine von AstraZeneca für Jüngere nicht mehr einzusetzen. Hintergrund sind Fälle von Blutgerinnseln (Thrombosen) in Hirnvenen. Damit wurden allein in NRW kurzfristig 450.000 Impfdosen frei.

Höchste Zahl an Corona-Intensiv-Patienten seit rund zwei Monaten

15.24 Uhr: Erstmals seit Anfang Februar liegen in Deutschland wieder mehr als 4000 Corona-Patienten auf der Intensivstation. So wurden am Ostersonntag 4051 Menschen intensivmedizinisch behandelt, wie die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) in ihrem täglichen Corona-Bericht schreibt (Stand 4.4., 12.15 Uhr). Das sind 133 Patienten mehr als am Vortag. Rund 55 Prozent der Covid-Patienten auf Intensivstation werden invasiv beatmet.

Anfang Januar erreichte die Zahl der Covid-Intensivpatienten einen Höhepunkt mit mehr als 5500 Fällen. Mit dem Abschwellen der zweiten Welle ging diese Zahl deutlich zurück, Anfang März waren es weniger als 3000 Patienten. Mit der steigenden Zahl an Neuinfektionen in der dritten Welle geht auch die Zahl der Intensivpatienten wieder nach oben. Dies geschieht mit Verzögerung, auch weil zwischen einer Infektion und einer Einlieferung ins Krankenhaus einige Zeit vergeht.

Mediziner und Wissenschaftler fordern seit Tagen eindringlich einen harten Lockdown, um die Infektionszahlen zu drücken und dadurch auch den Druck von den Kliniken zu nehmen. Wenn sich der derzeitige Trend fortsetze, »sind wir in weniger als vier Wochen an der regulären Kapazitätsgrenze angelangt«, sagte Christian Karagiannidis kürzlich der »Rheinischen Post«. Er ist wissenschaftlicher Leiter des Divi-Intensivregisters.

Landkreis Vechta kündigt Ausgangssperre an

15.15 Uhr: Weil die Inzidenz im Kreisgebiet den dritten Tag in Folge über 150 liegt, will der Landkreis Vechta ab Mittwoch eine Ausgangssperre anordnen. Diese befinde sich gerade in der Ausgestaltung und soll Dienstag bekannt gegeben werden. Sie soll nicht das gesamte Kreisgebiet betreffen, sondern lediglich die Kommunen mit einer Inzidenz über 150, heißt es in einer Mitteilung. Dies sei aktuell in Vechta, Visbek, Steinfeld, Lohne und Goldenstedt der Fall. In diesen Kommunen ist ab Mittwoch der Aufenthalt außerhalb der eigenen Wohnung in der Zeit von 21 bis 5 Uhr grundsätzlich untersagt, heißt es.

Strengere Corona-Beschränkungen in ganz Frankreich in Kraft

15.00 Uhr: In ganz Frankreich gelten im Kampf gegen das Coronavirus für mindestens vier Wochen härtere Maßnahmen. Die neuen Regeln sind laut Regierung formal am Samstag um 19.00 Uhr in Kraft getreten – dann beginnt die landesweite nächtliche Ausgangssperre. Diese gilt mit unterschiedlichen Uhrzeiten bereits seit Monaten. Faktisch kamen die neuen Regeln dann aber weitgehend erst mit Ende der Ausgangssperre am Sonntagmorgen ab 6.00 Uhr zum Tragen.

Konkret sind nun im ganzen Land die meisten Geschäfte geschlossen. Außerdem gelten wieder Bewegungseinschränkungen. So sind zum Beispiel Spaziergänge oder Ausflüge nur im Radius von zehn Kilometern zur eigenen Wohnung erlaubt. Für weitere Reisen brauchen die Menschen triftige Gründe. Die regionalen Behörden sind außerdem aufgefordert, den Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit zu verbieten.

Die Regeln galten zum Großteil zuvor schon in zahlreichen schwer vom Virus getroffenen Gegenden – darunter auch im Großraum Paris. Dort ändert sich nun für die Menschen nicht viel. Die neuen Maßnahmen sind deutlich laxer, als die Regeln, die während der Lockdowns im vergangenen Frühjahr und Herbst galten. Damals war der Passierschein bei jedem Gang vor die Tür Pflicht, Spaziergänge waren auf eine Stunde pro Tag im Radius von einem Kilometer beschränkt.

Deutsche Auswanderer in der Südsee: »Wir sitzen im Paradies fest«

14.45 Uhr: Freunde rieten ab, aber Tina Kästner und Olaf Weinhold haben eine Tauchschule auf Samoa gekauft. Alles lief gut, bis Corona kam. Hier erzählen sie, warum sie trotzdem glücklich sind.

Debatte über Freiheiten für Geimpfte: »Eine schöne Osteroffenbarung«

14.43 Uhr: Gesundheitsminister Spahn will, dass Geimpfte bald wieder mehr Freiheiten haben – und erhält dafür Zuspruch aus fast allen Richtungen. Patientenschützer sehen allerdings noch einige offene Fragen. Lesen Sie hier mehr dazu.

Mehr als 90.000 Neuinfektionen in Indien an einem Tag

14.26 Uhr: Die Anzahl der Neuinfektionen in Indien hat den höchsten Stand seit mehr als sechs Monaten erreicht. Binnen 24 Stunden seien 93.249 neue Ansteckungen gezählt worden, teilte das Gesundheitsministerium mit. Das ist der höchste Wert seit dem 19. September vergangenen Jahres. Premierminister Narendra Modi habe angesichts der Lage ein Treffen mit seinen Corona-Beratern einberufen, meldete der Sender NDTV.

»Querdenker«-Kundgebung in Stuttgart: Alle sind empört, niemand ist verantwortlich

14.00 Uhr: Die »Querdenker«-Großdemo in Stuttgart hat sich als kollektiver Regelverstoß und potenzielles Superspreading-Event erwiesen. Der Frust in den Behörden ist groß, die Ratlosigkeit offenbar auch. Lesen Sie hier mehr dazu.

Auch für vollständig Geimpfte gelten AHA-Regeln weiter

13:50 Uhr: Auch für vollständig Geimpfte werden in der aktuellen Phase der Pandemie weiterhin Regeln wie Abstand, Hygiene und Schutzmasken gelten. »Denn sowohl der tagesaktuelle Test als auch die vollständige Impfung reduzieren das Infektionsrisiko zwar deutlich, aber sie geben keine hundertprozentige Sicherheit davor, andere zu infizieren«, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Andererseits könne jemand, der vollständig geimpft wurde, beim Reisen oder beim Einkaufen wie jemand behandelt werden, der ein negatives Testergebnis hat. »Das ist eine wichtige Erkenntnis und erleichtert den Alltag enorm.«

Im jüngsten Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI) zum Risiko einer Weitergabe des Virus durch vollständig Geimpfte an Spahns Ministerium heißt es: »Nach gegenwärtigem Kenntnisstand ist das Risiko einer Virusübertragung durch Personen, die vollständig geimpft wurden, spätestens zum Zeitpunkt ab dem 15. Tag nach Gabe der zweiten Impfdosis geringer als bei Vorliegen eines negativen Antigen-Schnelltests bei symptomlosen infizierten Personen.« Das Risiko einer Übertragung erscheine »nach gegenwärtigem Kenntnisstand in dem Maß reduziert, dass Geimpfte bei der Epidemiologie der Erkrankung wahrscheinlich keine wesentliche Rolle mehr spielen«.

Hohe Reha-Nachfrage bei ehemaligen Corona-Patienten in Thüringen

13.43 Uhr: Die drei Thüringer Kliniken, die Langzeitschäden nach einer Covid-19-Erkrankung behandeln, haben laut einem Bericht des mdr ihre Kapazitätsgrenzen erreicht. »Wir verzeichnen eine extrem gestiegene Nachfrage bei Anschlussheilbehandlungen nach einer Covid-19-Erkrankung und bei Reha-Maßnahmen bei Long Covid-Patienten«, sagte Professor Andreas Dösch von der Asklepios Parkklinik Bad Salzungen. Täglich habe er zwei- bis dreimal so viele Neuanträge auf dem Tisch, wie bisher.

Ähnliches berichtet Mark Förste, Verwaltungsleiter des Klinikzentrums Bad Sulza: »Die Nachfrage ist sehr, sehr hoch. Unsere Fachabteilung der Pneumologie ist ausgebucht.« Täglich kämen neue Anfragen hinzu, so dass Patienten priorisiert werden müssen.

Laut ersten Hochrechnungen sind bis zu 11.300 Thüringer von Langzeitschäden betroffen.

Geimpfte müssen laut RKI-Chef wohl nicht mehr getestet werden

13.38 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat keine Einwände gegen einen Verzicht auf Corona-Schnelltests bei geimpften Menschen. Das Risiko einer Virusübertragung erscheine nach gegenwärtigem Kenntnisstand so weit reduziert, »dass Geimpfte bei der Epidemiologie der Erkrankung wahrscheinlich keine wesentliche Rolle mehr spielen«, erklärt RKI-Chef Lothar Wieler in einem Bericht für das Bundesgesundheitsministerium.

Papst Franziskus fordert solidarische Verteilung der Corona-Impfstoffe

13.29 Uhr: Papst Franziskus hat in seiner Osterbotschaft eine solidarische Verteilung der Corona-Impfstoffe angemahnt. In seiner Ansprache im Petersdom am Ostersonntag forderte er die internationale Gemeinschaft auf, »in gemeinsamer Anstrengung die Verzögerungen bei der Impfstoffversorgung zu überwinden und eine solidarische Verteilung, speziell mit den ärmsten Ländern, zu fördern«.

Der Papst hat wegen der Pandemie auch in diesem Jahr seine Messe zum Ostersonntag nur in kleinem Rahmen gefeiert. Normalerweise begeht das katholische Kirchenoberhaupt das Fest der Auferstehung von Jesus Christus vor Zehntausenden Besuchern auf dem Petersplatz. Diesmal wurde der Gottesdienst wie bereits im Vorjahr während der ersten Corona-Welle in den Petersdom verlegt.

In der riesigen Basilika im Vatikan durften wegen des Gesundheitsschutzes nur etwa 200 Würdenträger und andere Zuhörer die Zeremonie am Vormittag verfolgen. Gegen 12.00 Uhr stand der für katholische Gläubige wichtigste Papst-Segen »Urbi et Orbi« auf dem Programm.

Polizei löst Party in Berlin auf

13.24 Uhr: Einsatzkräfte der Polizei haben in der Nacht zum Sonntag eine illegale Party im Berliner Stadtteil Lichtenberg aufgelöst. Wie die Polizei mitteilte, waren die Beamten durch einen anonymen Anruf auf die Veranstaltung aufmerksam geworden. Vor Ort seien 47 Menschen aus verschiedenen Haushalten angetroffen worden, die unter Missachtung der geltenden Corona-Schutzmaßnahmen in einem Mehrfamilienhaus zusammen gefeiert hätten.

Einige von ihnen verbargen sich demnach hinter einer versteckten Tür, als die Polizei die Personalien der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Party aufnehmen wollte. Diese hätten keine Mund-Nase-Bedeckungen getragen und auch keine Abstandsregeln eingehalten. Die Polizei stellte bei ihnen jeweils Verstöße gegen die Infektionsschutzmaßnahmenverordnung fest.

Bildung in der Coronakrise: Wie lange waren die Schulen wirklich geschlossen?

13.15 Uhr: Der Unterrichtsausfall in der Pandemie wurde nicht zentral erfasst. Was also haben Schülerinnen und Schüler tatsächlich versäumt? Die Frage ist einfach, die Antwort leider nicht. Lesen Sie hier die Datenanalyse:

Bundesregierung stuft Niederlande als Hochinzidenzgebiet ein

13.14 Uhr: Wegen besonders hoher Corona-Infektionszahlen in den Niederlanden stuft die Bundesregierung das Nachbarland nach Ostern als Hochinzidenzgebiet ein. Wer ab Dienstag von dort nach Deutschland einreist, muss bereits bei der Einreise einen negativen Corona-Test vorweisen können, wie das Robert Koch-Institut am Sonntag bekannt gab. Die Quarantänepflicht von zehn Tagen mit der Möglichkeit, sich nach fünf Tagen mit einem zweiten Test zu befreien, bleibt unverändert. Für Pendler gibt es Ausnahmeregelungen.

Nach Tschechien, Polen und Frankreich sind die an Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen grenzenden Niederlande das vierte Nachbarland, das als Hochinzidenzgebiet mit mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen (Inzidenz) eingestuft wird. Zuvor galten die Niederlande laut RKI als Risikogebiet, Einreisende mussten erst nach 48 Stunden ein Corona-Testergebnis vorlegen können.

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in dem Land bei etwa 300 Infektionen pro 100.000 Einwohner. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und der niederländische Regierungschef Mark Rutte hatten bereits am Karfreitag vor grenzüberschreitendem Reiseverkehr an Ostern gewarnt. »Bleiben Sie zu Hause. Verzichten Sie auf Urlaubsreisen und Ausflüge ins Nachbarland«, appellierten sie in einer gemeinsamen Erklärung an die Bürgerinnen und Bürger.

Richter in Brasilien lässt Präsenzgottesdienste zu Ostern zu

13.00 Uhr: Trotz Höchstwerten bei den Corona-Zahlen hat in Brasilien ein Richter am Obersten Gerichtshof den Weg für Präsenzgottesdienste zu Ostern freigemacht. Er erließ am Samstag eine einstweilige Verfügung, der zufolge Bundesstaaten und Gemeinden den Besuch religiöser Feiern wegen der Pandemie nicht komplett untersagen dürfen. Bereits verhängte Verbote erklärte der Richter für ungültig, wie brasilianische Medien berichteten. Gleichwohl gebe es mehrere Auflagen: Die Gotteshäuser dürften nur bis 25 Prozent ihrer Kapazität ausgelastet sein, es müssten Masken getragen und Abstand gehalten werden.

Eine Vereinigung evangelikaler Juristen hatte geklagt, weil die in Teilen des südamerikanischen Landes erlassenen Verbote aus ihrer Sicht gegen das Grundrecht auf Religionsfreiheit und das Prinzip des staatlichen Säkularismus verstießen. Gerade in schwierigen Zeiten wie jetzt während der Pandemie sei der Trost durch religiöse Aktivitäten unverzichtbar, argumentierte der Richter nun den Berichten zufolge. Die Karwoche sei für ein mehrheitlich christliches Land von großer Bedeutung.

In keinem anderen Staat werden derzeit täglich mehr Todesfälle infolge einer Covid-19-Erkrankung verzeichnet als in Brasilien, dem mit 210 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichsten katholischen Land der Welt. Seit Beginn der Pandemie wurden dort mehr als 330.000 Tote registriert – mehr sind es nur in den USA. Am vergangenen Mittwoch meldete Brasiliens Gesundheitsministerium den bisherigen Höchstwert von 3869 Todesfällen innerhalb von 24 Stunden.

Cartoons der Woche: Kennen Sie Corona-Déjà-vu?

12.57 Uhr: Seit einem Jahr leben wie bereits im Pandemiemodus – und das zehrt, wie der Wochenrückblick von Thomas Plaßmann und Klaus Stuttmann zeigt:

Lauterbach unterstützt Spahns Vorstoß zu Geimpften

12.43 Uhr: Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach befürwortet den Vorstoß von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), vollständig geimpfte Menschen künftig zu behandeln wie negativ getestete. »Ich unterstütze diesen Vorschlag, weil es sich gezeigt hat, dass Geimpfte sich nur noch selten anstecken und sie wahrscheinlich bei Ansteckung nicht mehr ansteckend für andere sind«, sagt Lauterbach dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. »Allerdings sollte das jeweils nur nach der zweiten Impfung gelten.«

Englisches Ligapokal-Finale soll vor 8000 Zuschauern stattfinden

12.34 Uhr: Das Endspiel des englischen Fußball-Ligapokals zwischen Tottenham Hotspur und Manchester City soll trotz der noch aktuellen Corona-Pandemie vor Publikum ausgetragen werden. Wie der nationale Fußballverband am Sonntag bekannt gab, ist das Finale Teil eines Pilotprogramms der Regierung, um die Rückkehr großer Zuschauerzahlen bei Sportveranstaltungen zu testen. Bei der Partie am 25. April dürfen 8000 Fans im Londoner Wembley-Stadion dabei sein. Neben Anhängern der Spurs und der Citizens sollen auch Mitarbeiter des britischen Gesundheitsdienstes NHS Eintrittskarten bekommen.

Bereits am 18. April sind beim Halbfinale des FA Cups zwischen Leicester City und dem FC Southampton 4000 Fans zugelassen. Beim FA-Cup-Endspiel am 15. Mai dürfen dann sogar 21.000 Zuschauer ins Wembley-Stadion, das 90.000 Sitzplätze hat.

Von einem »wichtigen Schritt« sprach FA-Chef Mark Bullingham, der die Hoffnung äußerte, dass schon zum Ende der Fußball-Europameisterschaft wieder volle Stadien möglich sind. Im Wembley-Stadion finden unter anderem die beiden Halbfinals und das Endspiel der EM statt.

Mehr als 500 Tagesbesucher in Mecklenburg-Vorpommern abgewiesen

12.27 Uhr: Die Polizei in Mecklenburg-Vorpommernhat allein am Samstag mehr als 500 Touristinnen und Touristen abgewiesen, die zu wegen der Corona-Pandemie derzeit nicht erlaubten Tagesbesuchen in das Bundesland gekommen waren. Die Kontrollen erfolgten demnach sowohl an den Landesgrenzen als auch mit mobilen Teams im Landesinneren.

Im Bereich des Polizeipräsidiums Rostock wurden am Samstag 348 Menschen aufgefordert, das Bundesland wieder zu verlassen, wie die Polizei am Samstagabend mitteilte. Weitere 193 Abweisungen gab es nach Angaben vom frühen Sonntagmorgen im Bereich des Polizeipräsidiums Neubrandenburg. In dieser Region wurden demnach 790 Fahrzeuge kontrolliert.

Abgewiesen wurden demnach alle Reisenden, die keinen triftigen Grund für den Aufenthalt in Mecklenburg-Vorpommern im Sinne der Corona-Eindämmungsverordnung nachweisen konnten. Die meisten der Betroffenen hätten sich kooperativ verhalten, hieß es. Ähnliche Kontrollen und Abweisungen hatte es auch bereits am Freitag gegeben.

In Schleswig-Holsteinhabe es am Samstag wenig Reiseverkehr gegeben, wie die Autobahnpolizei Scharbeutz mitgeteilt hatte. An Niedersachsens Nordseeküste waren dagegen zahlreiche Touristen in Wohnmobilen unterwegs, berichtet der NDR. Tagestourismus und Übernachtungen seien nicht gestattet. »Viele Wohnmobil-Touristen hoffen, dass sie durchs Netz rutschen«, wird ein Polizeisprecher im NDR zitiert.

Briten planen Impfnachweise nach israelischem Vorbild

11.57 Uhr: Die britische Regierung will Impfnachweise einführen, damit Stadien, Kinos oder Nachtklubs mit möglichst niedrigem Corona-Risiko wieder für Besucher öffnen können. »Angesichts des Schlags, den das Nachtleben und die Unterhaltungsbranche im vergangenen Jahr hinnehmen mussten, müssen wir über alles nachdenken, was Betrieben helfen könnten, früher zu öffnen«, schrieb der britische Staatsminister Michael Gove am Ostersonntag in einem Gastbeitrag im »Sunday Telegraph«.

In Israel habe sich mit den sogenannten grünen Pässen gezeigt, wie das öffentliche Leben mit solchen Zertifikaten wieder Fahrt aufnehmen könne, so Gove. Außerdem verlangten bereits einige Länder bei der Einreise entsprechende Nachweise.

Nutzer sollen per App – oder alternativem Papierdokument – nachweisen können, dass sie entweder gegen Corona geimpft oder negativ getestet sind. Bereits im April und Mai soll das Modell bei ausgewählten Veranstaltungen – etwa den Endspielen des FA Cups im Londoner Wembley-Stadion sowie einer Klubnacht und einem Kinoabend in Liverpool – getestet werden. Bis tatsächlich eine entsprechende App startklar ist, könnte es dem »Telegraph« zufolge jedoch noch Monate dauern. Premierminister Boris Johnson wollte am Ostermontag die Pläne für Impfpässe sowie für internationale Reisen genauer vorstellen.

Die Impfzertifikate sind in Großbritannien nicht unumstritten: So kritisierten nicht nur Vertreter der Opposition, sondern auch etliche Mitglieder aus Johnsons konservativer Tory-Partei die Pläne als diskriminierend und spaltend. Es gilt als wahrscheinlich, dass das Parlament einer Einführung zustimmen müsste. Bereits Mitte März hatte Kommissionschefin Ursula von der Leyen Pläne für einen EU-Impfpass vorgestellt.

Zweifel an Berufspflicht in der Pandemie: Anzeigen gegen Ärzte

11.41 Uhr: Bei der Berliner Ärztekammer sind bisher 278 Patienten-Beschwerden über irritierendes Verhalten von Medizinern in der Pandemie eingegangen. Zumeist gehe es dabei um Anzeigen, weil im Wartezimmer keine Maskenpflicht galt, teilte Sprecher Ole Eggert auf Anfrage mit. Manchmal seien Patienten sogar dazu aufgefordert worden, ihre Mund-Nasen-Bedeckung abzunehmen. In fast 50 Beschwerden gab es Zweifel an Attesten zur Befreiung von der Maskenpflicht. Die Bescheinigungen seien nicht mit der erforderlichen Sorgfalt oder vorsätzlich falsch ausgestellt worden, lautete der Verdacht.

Seit März 2020 sind nach Angaben der Kammer rund 200 Verfahren nach einer deutlichen Ermahnung mit Blick auf die Berufspflicht wieder eingestellt worden. Zweimal aber sei ein formelles berufsrechtliches Verfahren eingeleitet worden. Dabei können hohe Geldbußen drohen. In Berlin gibt es mehr als 34.000 Ärzte. Die Zahl der gemeldeten Beschwerden über Mediziner in der Pandemie ist damit sehr klein.

In Berliner Praxen stehen Ärzte jedoch nicht immer hinter den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission – und raten in Einzelfällen mit irreführenden Behauptungen von einer Immunisierung gegen Covid-19 ab. So berichteten Patienten, dass ihnen gesagt worden sei, es handele sich um Impfstoff gegen die Grippe aus dem vergangenen Jahr. Nicht alle legen dann aber gleich Beschwerde ein, denn viele schätzten ihre Hausärzte.

Umfrage: fast zwei Drittel der Deutschen für Verbot von Auslandsreisen

11.07 Uhr: Fast zwei Drittel der Deutschen sind für ein Verbot von Urlaubsreisen ins Ausland im Kampf gegen die Corona-Pandemie. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Nachrichtenagentur dpa sprachen sich 64 Prozent für einen solchen Schritt aus, nur 26 Prozent sind dagegen. Zehn Prozent machten keine Angaben.

Angesichts der hitzigen Diskussion über Urlaub auf Mallorca hatte die Bundesregierung erwogen, Reisen in beliebte Urlaubsgebiete im Ausland vorübergehend zu unterbinden. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte die zuständigen Fachressorts beauftragt, die rechtlichen Möglichkeiten zu prüfen. Am vergangenen Montag hieß es dann, dass ein solcher Schritt »zum jetzigen Zeitpunkt nicht geplant« sei.

Mallorca war am 14. März wegen sinkender Infektionszahlen von der Liste der Corona-Risikogebiete gestrichen worden, was vorübergehend zu einem Buchungsboom für die Osterzeit geführt hatte. Urlauber, die von der beliebtesten Urlaubsinsel der Deutschen zurückkehren, müssen nun nicht mehr in Quarantäne. Bund und Länder raten aber weiterhin eindringlich von touristischen Reisen im In- und ins Ausland ab.

Der Wunsch nach einem Verbot von Urlaubsreisen ins Ausland ist zwar bei den über 55-Jährigen mit 71 Prozent besonders groß. Aber auch in allen anderen Altersklassen ist eine Mehrheit der 2073 befragten Personen dafür. Bei den 18- bis 24-Jährigen sind es immer noch 54 Prozent.

Proteste in Halle gegen Ausgangsbeschränkung

10.50 Uhr: Am ersten Abend der Corona-Ausgangsbeschränkungen in Halle haben mehrere Menschen gegen diese Maßnahme protestiert. Bei einer Versammlung kamen etwa 140 Menschen zusammen, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Nach der Versammlung zogen etwa 60 Personen in Richtung des Marktes. Sie zeigten Transparente, riefen Sprechchöre und brannten Pyrotechnik ab. Nach Angaben der Polizei wurde diese nicht angemeldete Versammlung nach wenigen Minuten aufgelöst. Die Polizei ermittelt nun unter anderem wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsrecht. Es habe aber keine schwerwiegenden Zuwiderhandlungen gegen die Eindämmungsverordnung des Landes gegeben.

Die Stadt hat wegen des hohen Corona-Infektionsgeschehens am Samstag eine nächtliche Ausgangsbeschränkung zwischen 21.00 und 5.00 Uhr eingeführt. Sie gilt, bis die Sieben-Tage-Inzidenz in der Stadt wieder unter 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen sinkt. Nach Zahlen des Robert Koch-Instituts lag dieser Wert am Samstag in Halle bei etwa 237.

Vorfälle auf »Querdenker«-Demo in Stuttgart: »Das sind Angriffe auf die Pressefreiheit«

10.45 Uhr: Einzelne Schläge und Steinwürfe, Tausende Ordnungswidrigkeiten: Die »Querdenker«-Demo in Stuttgart hat eine Debatte über Grundrechte und Gewalt ausgelöst. Auch der Außenminister zeigt sich empört. Lesen Sie hier mehr dazu.

Söder für kurzen aber strikten Lockdown

10.20 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder spricht sich für einen kurzen, harten Lockdown aus. »Wir sollten überlegen, ob ein erneuter kurzer, aber dafür konsequenter Lockdown nicht der bessere Weg wäre als ein halbherziges und dafür endloses Corona-Konzept, das die Zahlen der Neuinfektionen auch nicht wirklich reduziert hat«, sagte er der »Bild am Sonntag«. »Lieber kurz und konsequent als lange hin und her.« Umfragen zeigten, dass dies auch dem Großteil der Bevölkerung lieber wäre, sagte der CSU-Chef.

Der Charité-Virologie Christian Drosten hatte zuletzt prognostiziert, dass ein Teillockdown nicht ausreichen würde, um die dritte Welle in Deutschland zu brechen.

Hamburger halten sich an Ausgangsbeschränkungen

10.00 Uhr: Auch in der zweiten Nacht mit Ausgangsbeschränkungen in Hamburg hat es keine größeren Probleme gegeben. In Bereichen wie Elbstrand oder Alstervorland, wo sonst zu Ostern viel Betrieb ist, sei es am Abend sehr ruhig gewesen, sagte ein Sprecher der Polizei am Sonntag.

Wegen der Corona-Pandemie sind in Hamburg seit Freitagabend nächtliche Ausgangsbeschränkungen in Kraft. Sie gelten zwischen 21.00 und 5.00 Uhr. Hamburger dürfen ihre Wohnungen nur noch aus triftigem Grund verlassen. Ausnahmen von der bis zum 18. April geltenden Regel gibt es in der Hansestadt beispielsweise für berufliche Tätigkeiten, Gassigehen mit dem Hund und Sport im Freien, allerdings immer nur für eine Person.

Kanada überschreitet Schwelle von einer Million Corona-Infektionen

09.41 Uhr: In Kanada haben sich seit Pandemie-Beginn mehr als eine Million Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Wie mehrere kanadische Fernsehsender am Samstagabend berichteten, wurde diese Marke erreicht, nachdem die Behörden in der westkanadischen Provinz British Columbia 2000 weitere Neuinfektionen gemeldet hatten. Seit Beginn der Coronakrise starben in Kanada 23.000 Menschen an Covid-19.

Kanada befindet sich derzeit in einer dritten Ansteckungswelle. Die beiden bevölkerungsreichsten Provinzen Québec und Ontario hatten wegen der steigenden Infektionszahlen vor Ostern zusätzliche Beschränkungen verhängt.

In Ontario – auf das ein Drittel aller in Kanada registrierten Infektionsfälle entfällt – wurden unter anderem Sportstätten und Friseursalons für mindestens vier Wochen geschlossen. In Québec verschärften die Behörden die Maßnahmen in einzelnen Regionen, zudem wurde eine seit Januar geltende nächtliche Ausgangssperre verlängert.

Die Impfkampagne in Kanada kommt wegen Lieferverzögerungen bei Impfstoffdosen der Unternehmen Biontech/Pfizer und Moderna nur schleppend voran. Seit Dezember erhielten 14,6 Prozent der Kanadier die erste Impfung.

Gesundheitsminister Spahn: »Wer geimpft ist, kann ohne Test ins Geschäft oder zum Friseur«

09.19 Uhr: Keine Quarantäne, keine Testpflicht: Gesundheitsminister Spahn kündigt neue Freiheiten für Menschen an, die vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind. Bis das gilt, werden aber noch einige Wochen vergehen. Lesen Sie hier mehr dazu.

Tourismus auf den Seychellen: Sonne satt – aber ist es hier sicher?

09.00 Uhr: Die Seychellen im Indischen Ozean locken coronamüde Touristen aus aller Welt. Angeblich steht das Land dank schneller Impfkampagne vor der Herdenimmunität. Doch viele Einheimische sind besorgt. Sehen Sie hier das Video:

Seehofer wirbt für einheitliche Coronaregeln per Bundesgesetz

08.11 Uhr: Die Coronaregeln in Deutschland sollten nach Ansicht von Bundesinnenminister Horst Seehofer einheitlich per Bundesgesetz verankert werden. »Es gibt die große Sehnsucht in der Bevölkerung nach einheitlichen Regeln. Mein Vorschlag ist deshalb, die einheitlichen Regeln durch ein Bundesgesetz festzulegen«, sagte der CSU-Politiker der »Welt am Sonntag«. »Dieses Gesetz sollte genau vorschreiben, welche Schritte bei den jeweiligen Inzidenzwerten unternommen werden müssten – von der Verschärfung bis zur Lockerung.«

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte vor einer Woche in der ARD-Sendung »Anne Will« einen Teil der Länder dafür kritisiert, dass sie die vereinbarten Beschlüsse gegen die Pandemie nicht umsetzten. Wenn das nicht »in sehr absehbarer Zeit« geschehe, müsse sie sich überlegen, wie sich das vielleicht auch bundeseinheitlich regeln lasse. »Das ist mein Amtseid, das ist meine Verpflichtung«, sagte Merkel und verwies auch auf das Infektionsschutzgesetz.

Am Karsamstag sagte ein Regierungssprecher, um die dritte Coronawelle zu brechen, werde derzeit überlegt, ob und wie der Bund einheitliche Vorgaben zur Eindämmung der Pandemie machen solle – falls das Vorgehen der Länder nicht ausreiche. »Die Länder haben das ganze Instrumentarium zur Verfügung. Und wir beobachten, dass in vielen Ländern jetzt auch zusätzliche Maßnahmen umgesetzt werden«, hieß es.

Seehofer sagte, ein Bundesgesetz könne in kürzester Zeit beschlossen werden. »Da es wie alle Bundesgesetze durch den Bundestag und den Bundesrat verabschiedet würde, wäre auch größtmögliche Legitimation hergestellt, was die Opposition immer wieder gefordert hat.«

Auch CSU-Chef Markus Söder plädierte für ein Bundesgesetz. Der »Bild am Sonntag« sagte der bayerische Ministerpräsident: »Um Corona effektiv zu bekämpfen, braucht es einen einheitlichen bundesweiten Pandemieplan anstelle eines Flickenteppichs mit unüberschaubaren Regeln in den einzelnen Bundesländern.«

US-Regierung entzieht AstraZeneca nach Impfpanne Fabrik

07.25 Uhr: Die US-Regierung von Präsident Joe Biden hat dem britisch-schwedischen Konzern AstraZeneca die Zuständigkeit für eine Produktionsstätte entzogen und diese vollständig an Johnson & Johnson (J&J) übertragen. Das berichten die Nachrichtenagentur Reuters und die »New York Times«.

Arbeiter in dem Werk in Baltimore, das sowohl Impfstoff für Johnson & Johnson als auch AstraZeneca herstellt, hatten vor einigen Wochen versehentlich die Inhaltsstoffe der beiden Vakzinen verwechselt. Betroffen waren 15 Millionen J&J-Impfeinheiten, die so unbrauchbar wurden. Bundesbeamte würden den Fehler auf menschliches Versagen zurückführen, hieß es.

AstraZeneca, deren Impfstoff in den Vereinigten Staaten bislang nicht zugelassen ist, äußerte sich zu der jetzigen Entscheidung verhalten: Man werde mit der US-Regierung über eine alternative Produktionsstätte für die eigene Impfstoffherstellung beraten.

RKI registriert 12.196 Neuinfektionen und 68 neue Todesfälle

07.15 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen einem Tag 12.196 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 68 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI von Sonntagmorgen hervor.

Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen einem Tag 17.176 Neuinfektionen und 90 neue Todesfälle verzeichnet. Das RKI weist darauf hin, dass rund um die Osterfeiertage meist weniger Tests gemacht und gemeldet werden. Zudem könne es sein, dass nicht alle Gesundheitsämter und zuständigen Landesbehörden an allen Tagen ihre Daten an das RKI übermitteln. Das kann zur Folge haben, dass die vom RKI berichteten Fallzahlen eine eingeschränkte Aussagekraft haben.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Sonntagmorgen bundesweit bei 127,0. Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 131,4 angegeben, vor drei Wochen mit 79,1. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Samstagnachmittag bei 1,02 (Vortag: 1,03). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 102 weitere Menschen anstecken.

Stiftung warnt vor steigender Obdachlosigkeit unter Kindern

07.11 Uhr: Wegen der Pandemie sind Kinder und Jugendliche nach Beobachtung der Stiftung »Off Road Kids« verstärkt von Obdachlosigkeit bedroht. »Wo es brodelt in Familien, kann es im Lockdown zum totalen Zerwürfnis kommen. Das endet dann schon mal mit dem Rausschmiss«, sagt Markus Seidel, Vorstandssprecher der Stiftung. Betroffen seien vor allem Jugendliche und Heranwachsende ab 17 Jahre.

Das vergangene Jahr habe bei der bundesweit tätigen Hilfsorganisation alle traurigen Rekorde gebrochen: »Wir haben 2474 Hilferufe von verzweifelten Straßenkindern und jungen Menschen erhalten, die in Deutschland akut von Obdachlosigkeit bedroht sind. Das waren doppelt so viele wie im Vorjahr«, so Seidel. Weil in Coronazeiten keine Streetworker unterwegs sind, versucht die Stiftung, bedrohte Kinder durch das Onlinehilfsangebot sofahopper.de zu erreichen.