Corona-Mutationen: Warum durch Immunität die Gefahr von Fluchtmutanten steigt
Icon: vergrößernVirusmutation (Symbolbild)
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Die »Spikes« des Coronavirus sind Schicksalsmoleküle. Ab und zu ändert sich durch eine Mutation ihre Gestalt, und diese Veränderungen können verhängnisvoll sein. Eine kleine Delle mehr oder eine winzige Wulst weniger kann das Leben von Hunderttausenden, die Gesundheit von Millionen und das Wohlbefinden von Milliarden bedeuten.
Mutanten sind zum Albtraum der Seuchenwächter geworden. Die größte Sorge derzeit: dass das Virus die Fähigkeit erlangen könnte, den Attacken des menschlichen Immunsystems zu entkommen. »Fluchtmutanten« nennen die Forscher so etwas. Derzeit stünden sie vor einem »Tsunami neuer Laborstudien« zu diesem Thema, konstatiert das Wissenschaftsblatt »Nature«. Und besonders die Studien aus Südafrika verkünden Hiobsbotschaften.
Schon Ende letzter Woche meldeten die Hersteller Novavax und Johnson & Johnson, dass die Wirksamkeit ihrer Impfstoffe in Südafrika erheblich verringert sei. Wenige Tage zuvor machte Moderna seine Offenbarung: Die Antikörperantwort gegen die Südafrikavariante, hieß es, sei beim Impfstoff der Firma um Faktor sechs reduziert.

