Corona-Langzeitfolgen: Ärztin klärt über »Long Covid« auf
Icon: vergrößernSchwedische Ärztin Lisa Norén: Erst war es wie eine leichte Grippe, dann kamen die Covid-Langzeitfolgen.
Foto: Nicklas Thegerström / Dagens Nyheter / TT / picture-alliance
Ein Jahr nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie rücken die Langzeitfolgen der Krankheit stärker in den Blick. Noch Wochen nach einer Infektion können schwere körperliche Beeinträchtigungen wie Atemnot, Schwindelgefühle oder Schmerzen in der Brust auftreten, dazu kommen oft depressive Verstimmungen und Mattigkeit. Manche Patienten trifft dies völlig unerwartet. Die Symptome sind individuell verschieden, zusammenfassend spricht man von »Long Covid«.
In Schweden haben sich Ärztinnen und Ärzte in einer Gruppe zusammengefunden, die selbst unter »Long Covid« leiden. Sie unterstützen sich gegenseitig, stellen anderen Medizinern den aktuellsten Wissensstand über die Krankheit zur Verfügung und informieren die Öffentlichkeit.
Beim »Ultravasan« lief sie die 90-Kilometer-Strecke
Sprecherin der Initiative »Von Ärzten für Ärzte« ist die Allgemeinmedizinerin Lisa Norén. Sie lebt in Stockholm und arbeitet bei einem Konzern, der Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen betreibt. Die 48-Jährige ist eine trainierte Sportlerin, beim »Ultravasan« in der schwedischen Provinz Dalarna lief sie in den vergangenen Jahren viermal die 90-Kilometer-Strecke. Hier erzählt sie, wie der Erkenntnisstand über »Long Covid« ist und was sie selbst durchgemacht hat.

