CDU: Armin Laschet auf Werbetour bei parteiinternen Kritikern
Icon: vergrößernCDU-Chef Armin Laschet
Foto: Pool / Getty Images
Armin Laschet hat einen Ruf, den man schmeichelhaft oder schädlich finden kann, je nach Perspektive. Ein Zauderer sei er, sagen die einen. Jemand, der die Dinge gründlich abwäge, die anderen. Eines aber ist unumstritten: Ein Krawallpolitiker, das ist Laschet nicht.
Eigentlich. Denn in dieser Woche zeigte Laschet eine Seite, die man so nicht von ihm kennt.
Dienstag Nachmittag, die Abgeordneten der Unionsfraktion im Bundestag tagen, Laschet ist per Video zugeschaltet. Es geht um Lars Feld, den bisherigen Chef der Wirtschaftsweisen. Ein ordoliberaler Ökonom, dessen Amtszeit an der Spitze des Beratergremiums die Bundesregierung auslaufen lässt. Die SPD wollte es so – gegen den Willen der Union.
Laschet nimmt den Streit zum Anlass für eine bemerkenswerte Frontalattacke, allen voran gegen Finanzminister Olaf Scholz, den Kanzlerkandidaten der Sozialdemokraten. Die Konservativen geben ihm die Schuld an dem Postengerangel.
»Apparatschik der SPD«
»Was Scholz sich da erlaubt hat, ist ein ungeheuerlicher Vorgang«, sagt Laschet laut Teilnehmern. Die SPD wolle die Wirtschaftsweisen »links« ausrichten. Selten habe er so etwas erlebt. Scholz, so Laschet, verhalte sich wie ein »Apparatschik der SPD«.

