Biontech-Impfstoffproduktion: »Bis zur vollen Leistung dauert es noch einige Monate«
Icon: vergrößernManager Sierk Poetting: »Der Bedarf wird größer«
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BioNTech
SPIEGEL: Herr Poetting, Biontech und sein Partner Pfizer haben diese Woche pünktlich zum Impfgipfel bekannt gegeben, die weltweite Produktion in diesem Jahr deutlich zu erhöhen, von 1,3 Milliarden geplanten Dosen auf 2 Milliarden Dosen. Haben Sie kurzfristig ein halbes Dutzend neuer Fabriken gebaut, oder wie ist das möglich?
Poetting: Das Produktionsziel haben wir Mitte Januar bekannt gegeben und diese Woche erneut bestätigt. Dafür haben wir im Herbst schon angefangen, eine deutliche Ausweitung der Kapazitäten zu planen. Wir haben uns gefragt: Welche bestehenden Werke können wir ausbauen, wo können wir mit Partnern zusammenarbeiten, die Kapazitäten haben, was kann unser neues Werk in Marburg beitragen? Das musste alles zusammenkommen.
SPIEGEL: Wie viele Dosen wird das Marburger Werk im Monat produzieren?
Poetting: 750 Millionen Dosen im Jahr, also circa 65 bis 70 Millionen pro Monat, wenn die Fabrik richtig hochgelaufen ist. Damit wäre sie eine der größten Produktionsstätten für mRNA-basierte Impfstoffe in Europa. Bis zur vollen Leistung dauert es aber noch einige Monate.

