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Berlin und Potsdam: Mehrere Tausend Menschen bei Demos gegen Rechts

January 14
19:26 2024

Nach dem Bekanntwerden radikaler Abschiebefantasien der AfD haben am Sonntag zahlreiche Menschen vor dem Brandenburger Tor in Berlin gegen Rechtsextremismus demonstriert. Auf Transparenten der Veranstaltung unter dem Motto »Demokratie verteidigen« waren etwa Sprüche wie »AfD ist keine Alternative« zu lesen.

Die Polizei wollte sich am Nachmittag noch auf keine genaue Teilnehmerzahl festlegen, sprach aber von mehreren Tausend Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Die Veranstalter selbst gaben 25.000 Demonstrierende an.

Laut einem Posting des Zentrums für politische Schönheit auf dem Kurznachrichtendienst X seien zahlreiche Menschen von der Polizei nicht auf das Gelände gelassen worden. Ein Sprecher der Polizei wies diese Vorwürfe auf Anfrage zurück: »Es gibt keine Zugangsbeschränkung«, man müsse den Teilnehmerstrom jedoch kanalisieren. Zu Zwischenfällen soll es laut Polizei nicht gekommen sein.

Bei der Veranstaltung wurde unter anderem die Linken-Bundesvorsitzende Janine Wissler erwartet. Klimaaktivistin Luisa Neubauer hielt eine Rede.

Großdemo in Potsdam

Auch in Potsdam fand am Sonntag eine Kundgebung gegen rechts statt. Zu der Veranstaltung auf dem Altmarkt waren auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) gekommen. Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) hatte zu der Demo aufgerufen. Schubert sprach von 10.000 Teilnehmern.

Demonstrierende hielten Plakate hoch mit Aufschriften wie »Potsdam ist bunt« und »Wir halten zusammen«. »Ich stehe hier als eine von Tausenden von Potsdamerinnen und Potsdamern, die einstehen für Demokratie und gegen alten und neuen Faschismus«, sagte Baerbock der Nachrichtenagentur dpa. Auch Brandenburgs Wissenschaftsministerin Manja Schüle (SPD) und Fraktionschefs von SPD, CDU, Grünen und Linken im Brandenburger Landtag nahmen an der Kundgebung teil.

Hintergrund des Protests ist ein Radikalentreffen in einer Potsdamer Villa vom November. Daran hatten unter anderem einzelne AfD-Funktionäre sowie einzelne Mitglieder der CDU und der erzkonservativen Werteunion teilgenommen. Der Potsdamer Oberbürgermeister Schubert sagte, die Pläne erinnerten an »das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte.« Daher sei es an der Zeit, Gesicht zu zeigen und die Demokratie zu verteidigen.

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