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Anmeldung und Gebühren: Japan verhängt neue Regeln für Touristenmagneten

May 20
21:05 2024

Panorama

Die Präfektur Shizuoka bittet seit 2014 um eine freiwillige Gebühr pro Kletterer, jetzt wird eine Zuzahlung Pflicht.

Die Präfektur Shizuoka bittet seit 2014 um eine freiwillige Gebühr pro Kletterer, jetzt wird eine Zuzahlung Pflicht.

Die Popularität des Vulkans Fuji bringt Japan unerwünschte Touristenmassen. Mit neuen Regeln soll das beliebte Ausflugsziel zumindest mehr Geld in die Kassen spülen – und gleichzeitig die Natur entlasten.

Angesichts eines Besucheransturms und zunehmender Vermüllung hat Japan Regeln für die Besteigung des Vulkans Fuji aufgestellt. Die Präfektur Yamanashi teilte mit, künftig müssten Kletterer im Voraus reservieren und eine Gebühr entrichten. Die Regeln gelten für die Klettersaison vom 1. Juli bis zum 10. September für alle, die über die beliebte Yoshida-Route den Gipfel des 3776 Meter hohen Bergs erklimmen wollen, der 2013 von der Unesco in die Welterbe-Liste aufgenommen wurde.

Pro Tag dürfen dann nur noch 4000 Bergsteiger die Route betreten. 3000 Plätze können online gegen eine Gebühr von 2000 Yen (zwölf Euro) über die offizielle Website des Fujis gebucht werden, die restlichen 1000 Plätze können am Tag der Besteigung persönlich reserviert werden. Zudem müssen die Bergsteiger wählen, ob sie eine Tageswanderung machen oder in einer der zahlreichen Hütten entlang der Routen übernachten wollen.

Der Gouverneur von Yamanashi, Kotaro Nagasaki, dankte in einer Mitteilung der Bevölkerung für ihr Verständnis und ihre Mitarbeit bei der Erhaltung des Fujis.

Die Präfektur Shizuoka, von der aus der Vulkan ebenfalls bestiegen werden kann, bittet seit 2014 um eine freiwillige Gebühr von 1000 Yen (sechs Euro) pro Kletterer. Die Behörden dort prüfen weitere Möglichkeiten, um Tourismus und Umweltschutz in Einklang zu bringen. In der vergangenen Saison bestiegen laut dem japanischen Umweltministerium 221.322 Menschen den Fuji.

Die Popularität des Vulkans sorgte bereits in der Präfektur Shizuoka für unerwünschte Touristenmassen. Dort beschloss eine Ortschaft kürzlich, einen Sichtschutz aufzustellen, um den Blick auf den Fuji zu versperren. So sollen Besucher abgeschreckt werden, die in den Ort strömen, um Fotos mit dem Berg als Hintergrund eines Supermarktes zu machen.

Auch an anderen beliebten Reisezielen in Japan wie Kyoto und Kamakura ist der Massentourismus zu einem wachsenden Problem geworden. Ausländische Besucher strömen in Scharen nach Japan, seit die Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie aufgehoben wurden, was zum Teil auf den schwächeren Yen zurückzuführen ist. Im vergangenen Jahr zählte Japan mehr als 25 Millionen Besucher. Für 2024 wird erwartet, dass die Zahl der Besucher 32 Millionen erreicht.

Quelle: ntv.de, mba/AP

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