Altenpflegerin schlägt Corona-Impfung aus, infiziert sich – und bereut ihren Fehler
Icon: vergrößernCorona-Patientin Meier
Foto: Klinikum Nürnberg
Wer mit einer Patientin oder einem Patienten auf der Covid-Intensivstation im Klinikum Nürnberg Nord sprechen möchte, kann dort eine Nummer für ein Videotelefonat hinterlassen. Ein Pfleger oder eine Krankenschwester ruft dann zurück und bringt ein iPad zum Krankenbett, so wie an diesem Freitagabend Mitte Februar. »Gleich sind wir bei ihr«, sagt der Mann, der mit einem blauen Schutzanzug und Gesichtsvisier mit einer FFP2-Maske den virtuellen Kontakt herstellt. Er trägt das iPad durch die Krankenhausflure und eine Hygieneschleuse bis in die Räume mit den Intensivbetten. Man sieht lauter wackelige Bilder von Infusionsständern, Schläuchen und medizinischem Material. Barbara Meier wartet schon, mit aufgerichtetem Oberkörper liegt die 60-Jährige im Bett. In ihrem linken Arm stecken Kanülen, ihr Kreislauf wird ununterbrochen überwacht, über ihr Gesicht zieht sich ein Schlauch, der sie mit hoch dosiertem Sauerstoff versorgt. Sie spricht langsam, manchmal muss sie mehrfach zwischen zwei Wörtern atmen. Aber sie möchte berichten, was es bedeutet, an Covid-19 zu erkranken – und wie fatal ihr Irrtum war.

