Alexej Nawalny und Yves Rocher: Welche Geschichte steckt hinter dem neuen Urteil in Russland?
Icon: vergrößernDie Brüder Alexej und Oleg Nawalny im April 2019 mit ihrem französischen Anwalt William Bourdon vor dem Amtsgericht in Vannes in der Bretagne
Foto: Mael Fabre / PHOTOPQR/ OUEST FRANCE / MAXPPP
Auf der Homepage von Yves Rocher ist die Welt in diesen ersten Februartagen noch in Ordnung: Die entscheidende Wegmarke von 100 Millionen weltweit gepflanzter Bäume durch die firmeneigene Stiftung, so verkündet es der Konzern, sei Ende 2020 erreicht worden.
Mit jedem gekauften Produkt der Serie »I love my planet«, ob Duschgelkonzentrat oder Shampoo, komme ein neuer Baum hinzu. »Die Biodiversität zu bewahren, das ist der wichtigste Kampf der Yves Rocher-Stiftung«, erklärt Jacques Rocher, einer der Söhne des Firmenbegründers und Präsident der Stiftung.
Ein Kosmetikkonzern, der wie die Uno klingt
Sein Neffe Bris, der sich in der Groupe Rocher um das Geschäftliche kümmert, wird mit den Worten zitiert, Yves Rocher wolle nicht »das beste Unternehmen der Welt, sondern das beste Unternehmen für die Welt« sein. Wer bei Rocher kauft, das suggeriert der Konzern seit Jahrzehnten, tut nicht nur sich selbst, sondern auch anderen etwas Gutes.
Die Gruppe, die in Frankreich schon vor 60 Jahren die Formel für Kosmetik auf pflanzlicher Basis erfand, hat eine Mission – das ist unverändert die Botschaft ihrer Imagekampagne. Deshalb geht sie eine Partnerschaft mit der kenianischen Nobelpreisträgerin Wangari Maathai ein, unterstützt Frauen weltweit bei der Wiederaufforstung ihrer Länder und schreibt Preise aus für Frauen, die sich weltweit für den Erhalt der Biodiversität einsetzen.

