Corona: So wütet die zweite Welle in Afrika – Experten warnen vor neuen Mutanten
Icon: vergrößernLehrerin, Schülerinnen bei Temperaturmessung in Nigeria
Foto: Akintunde Akinleye / EPA-EFE
Bevor die erste Welle im vorigen Sommer über den Kontinent rollte, war die Angst groß. Die afrikanische Gemengelage schien fatal: die Gesundheitssysteme schwach, das Immunsystem vieler Menschen durch Malaria, Ebola, Tuberkulose, HIV angegriffen. Millionen Arme, die eng an eng in Blechhütten in Townships und Slums leben. Etliche Gesundheitsexperten fürchteten, dass Covid-19 verheerend für Afrika sein würde. Aber als die erste Welle kam, passierte epidemiologisch weit weniger als befürchtet. Afrika, so schien es, hielt sich besser als der Rest der Welt.
Sehr früh waren harte Lockdowns eingeführt worden, oft strikter als in Europa. Die Maßnahmen halfen, die Fallzahlen blieben niedrig, was allerdings auch an der mit Europa verglichen geringeren Zahl an Coronatests lag. Aber auch die Todeszahlen blieben vergleichsweise gering. Hauptsächlich trug wohl das niedrige Durchschnittsalter der Bevölkerung dazu bei, dass dem Kontinent Schlimmeres erspart blieb.
Bis vielerorts im November die Fallzahlen wieder anstiegen.

