Icon: vergrößernTwitter (Symbolbild): Reaktion auf die Vorfälle im Juni und Juli
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Der Wahlkampf in den USA geht in seine finale Phase. Weniger als zwei Monate vor der Präsidentschaftswahl verstärkt der Internetdienst Twitter seinen Schutz der Nutzerkonten von Politikern und Journalisten. Die Konten sollten während der Wahl "ungefährdet und sicher" bleiben, erklärte das Sicherheitsteam des Unternehmens am Donnerstag.
Der Kurzbotschaftendienst wird dazu den Angaben zufolge seine Systeme zur Entdeckung und Vereitelung von Hackerangriffen modernisieren. US-Politiker und Journalisten sollen zudem dazu aufgefordert werden, starke Passwörter zu verwenden und beim Einloggen ein zweistufiges Identifizierungsverfahren zu nutzen, also etwa per Eintrag eines per Textnachricht zugesandten Bestätigungscodes.
Die erhöhten Schutzmaßnahmen sollen nach Angaben von Twitter unter anderem für die Konten von Kandidaten bei den Präsidentschafts- und Kongresswahlen am 3. November, von Wahlkampfteams und Parteien sowie von Journalisten gelten, die über die Wahlen berichten. Zu den eifrigsten Twitter-Nutzern in den USA gehört Präsident Donald Trump.
Angriffe auf die Accounts von Biden und Obama
Das Twitter-Sicherheitsteam teilte mit, dass es mit diesen Änderungen die Konsequenzen aus früheren Vorfällen ziehe. Im Juli waren Hacker in die Twitter-Konten mehrerer prominenter Politiker eingedrungen, darunter in jene des oppositionellen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden und des früheren Präsidenten Barack Obama.
Im Juni hatten Hacker nach Unternehmensangaben Dutzende Konten von Twitter-Mitarbeitern gekapert und deren Daten gestohlen.
Auch von anderer Seite gibt es nach Angaben des FBI unerwünschte Einmischung in den US-Wahlkampf. Wie die Bundespolizei am Donnerstag mitteilte, mischt sich Russland derzeit verstärkt zulasten des demokratischen Kandidaten Biden ein.
Klare Worte vom FBI-Chef – "ständiger Trommelschlag an Falschinformationen"
Moskau lanciere einen kontinuierlichen Fluss an Falschinformationen, der auf den Herausforderer von Präsident Trump abziele, sagte der Direktor der US-Bundespolizei, Christopher Wray, am Donnerstag bei einer Anhörung vor einem Kongressausschuss in Washington.
Außerdem solle das, was Moskau als anti-russisches Establishment in den USA wahrnehme, untergraben werden. Seine größte Sorge sei es, dass der "ständige Trommelschlag an Falschinformationen" das Vertrauen der Amerikaner in den Ausgang der Wahl erschüttern könnte, sagte Wray. Moskau hat in der Vergangenheit vergleichbare Vorwürfe, vor allem mit Blick auf die Wahl 2016, zurückgewiesen.
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