Icon: vergrößernFlüchtlinge ziehen nach dem Feuer im Camp Moria auf Lesbos in ein Übergangslager
Foto: Panagiotis Balaskas / imago images/ANE Edition
Erstmals seit 60 Jahren kein Wirtschaftswachstum in Asien-Pazifik
8.32 Uhr: Die Volkswirtschaft in der Asien-Pazifik-Region wird 2020 im Zuge der Corona-Pandemie erstmals seit 60 Jahren schrumpfen. Nach einem neuen Bericht der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB) wird das gesamte Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Region voraussichtlich um 0,7 Prozent sinken. Es handele sich um das erste negative Wirtschaftswachstum in der aufstrebenden Region seit Anfang der 1960er Jahre, so die Bank mit Sitz in Manila.
Weltrisikobericht fordert besseren Schutz für Migranten und Flüchtlinge
8.00 Uhr: Zivile Hilfsexperten mahnen im Weltrisikobericht 2020 einen besseren Schutz für Flüchtlinge und Migranten vor den Folgen der Corona-Pandemie an. Diese verschärfe "die ohnehin prekären Verhältnisse, in denen viele der derzeit fast 80 Millionen Geflüchteten und Vertriebenen weltweit leben", warnten die Autoren am Dienstag bei der Veröffentlichung der Untersuchung. "Folglich besteht ein erhöhtes Risiko, dass ein solches Ereignis zur humanitären Katastrophe wird", heißt es in dem Bericht, der vom Bündnis Entwicklung Hilft und dem Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht der Ruhr-Universität Bochum (IFHV) veröffentlicht wurde.
Der Weltrisikobericht enthält als zentrales Element den Weltrisikoindex 2020, der für 181 Länder das Risiko angibt, dass dort ein extremes Naturereignis zu einer Katastrophe führt. Seit 2018 wird der Index vom IFHV berechnet. Die drei Länder mit dem höchsten Katastrophenrisiko sind demnach die tropischen Inselstaaten Vanuatu, Tonga und Dominica.
Tourchef Prudhomme kehrt zurück
7.55 Uhr: Christian Prudhomme, Direktor der Tour de France, kehrt am Dienstag nach einwöchiger Corona-Zwangspause auf seinen Posten bei der 107. Frankreich-Rundfahrt zurück. Beim 59-Jährigen wurde bei einer erneuten Testreihe keine Corona-Infektion mehr nachgewiesen. Das berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP.
Südkoreanische Airline fliegt wieder nach Wuhan
6.52 Uhr: Als erste internationale Airline nimmt die südkoreanische Billig-Fluglinie T'way Air Wuhan wieder in ihr Streckennetz auf. Die wöchentlichen Flüge zwischen Incheon und Wuhan seien bereits von den chinesischen und südkoreanischen Behörden genehmigt, sagt ein Beamter des südkoreanischen Verkehrsministeriums. Die Hauptstadt der zentralchinesischen Provinz Hubei gilt als Ausgangsort der Corona-Pandemie, internationale Flugverbindungen waren infolgedessen ausgesetzt.
Emirate geben Impfstoff zum Notfallgebrauch für Helfer frei
5.05 Uhr: Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben einen Corona-Impfstoff zur eingeschränkten Notfallverwendung freigegeben. Der Impfstoff werde vorerst "für diejenigen zur Verfügung stehen, die am meisten mit Covid-19-Patienten zu tun haben", sagte Gesundheitsminister Abdul Rahman Mohammed Al-Owais. Sie seien durch ihre Arbeit am stärksten gefährdet, sich mit dem Virus zu infizieren. "Die Notfallverwendung des Impfstoffs entspricht voll und ganz den Vorschriften und Gesetzen, die eine schnellere Überprüfung der Genehmigungsverfahren ermöglichen", fügte der Minister hinzu.
Die VAE führen seit Mitte Juli klinische Versuche der Phase III für einen Impfstoff des chinesischen Pharmaunternehmens Sinopharm durch. Die dritte Phase ist die letzte, bevor die Herstellung des Impfstoffes genehmigt wird. Al-Owais sagte, die Endphase der in den VAE durchgeführten Versuche habe gezeigt, dass der Impfstoff "sicher und wirksam ist und zur Bildung von Antikörpern gegen das Virus geführt hat".
1407 Neuinfektionen in Deutschland
5.03 Uhr: Deutschland verzeichnet 1407 neue positive Coronavirus-Tests binnen 24 Stunden. Damit steigt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die Zahl der Coronavirus-Fälle auf 261.762. Zudem habe es zwölf weitere Todesfälle gegeben. Die Gesamtzahl der Todesfälle beläuft sich nach Angaben des RKI auf 9362.
Gates sieht "winzig kleine Chance" für Coronaimpfstoff-Zulassung Ende Oktober
5.00 Uhr: Microsoftgründer Bill Gates, der mit der Bill & Melinda Gates Foundation in den vergangenen zehn Jahren mehr als 20 Milliarden US-Dollar in Impfstoffe investiert hat, hält es für möglich, dass schon im kommenden Monat ein Coronaimpfstoff eine Notfallzulassung erhalten könnte. Es bestehe "eine winzig kleine Chance", dass die Pharmaunternehmen Pfizer und Moderna bis Ende Oktober genug Daten zusammen hätten, um diese für ihre Impfstoffe zu beantragen, so Gates im Gespräch mit dem SPIEGEL.
Jordanien schließt Restaurants, Moscheen und Schulen
4.15 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus werden in Jordanien Restaurants, Moscheen, Straßenmärkte und die meisten Schulen für zwei Wochen geschlossen bleiben. Diese "präventiven Maßnahmen" sollen ab Donnerstag gelten und dazu beitragen, eine totale Abriegelung zu vermeiden, wie ein Regierungssprecher sagte. In den vergangenen Tagen hatte Jordanien jeweils mehr als 200 neue Infektionen und mehrere Todesfälle gemeldet.
Corona-Rückreisende schulden Staat noch 44,3 Millionen Euro
2.33 Uhr: Massenhaft wurden Deutsche wegen der Pandemie im Frühjahr aus dem Ausland ausgeflogen – die Kosten will sich der Staat teils von den Touristen zurückholen. Doch Tausende Rechnungen sind noch offen.
Richter-Bilder doch wieder in New York zu sehen
1.11 Uhr: Eine Reihe von Bildern des in Dresden geborenen und in Köln lebenden Künstlers Gerhard Richter, 88, bleiben in New York jetzt doch länger zu sehen als bislang geplant. Die vier 2014 erstellten Bilder der "Birkenau"-Reihe und ein zusätzliches Werk sollen nun bis Januar 2021 ausgestellt bleiben, teilte das Metropolitan Museum am Central Park in Manhattan mit.
Icon: Der Spiegel
