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Israel und die Hamas verlängern Feuerpause

November 30
10:16 2023

Die Feuerpause im Krieg zwischen Israel und der Terrororganisation Hamas wird verlängert. Das gab das israelische Militär am Donnerstagmorgen unmittelbar vor Ablauf der Frist bekannt. »In Anbetracht der Bemühungen der Vermittler, den Prozess der Geiselbefreiung fortzusetzen, und vorbehaltlich der Bedingungen des Abkommens, wird die operative Pause fortgesetzt«, teilte die israelische Armee auf Telegram mit. Damit könnte noch mehr humanitäre Hilfe in das Gebiet gelangen.

Die Feuerpause galt seit vergangenem Freitag. Die zwischen Israel und der Hamas vereinbarte Kampfpause war zuletzt um zwei Tage verlängert worden. Während die israelische Armee keine Angaben über die Dauer der neuen Pause machte, erklärte die Hamas, es gebe eine Vereinbarung, »die Waffenruhe um einen siebten Tag zu verlängern«. Vermittlerland Katar bestätigte die Einigung auf eine Verlängerung der Waffenruhe bis Freitag.

Die Terrororganisation Hamas hatte am Mittwoch weitere 16 Geiseln freigelassen, darunter auch drei mit deutschem Pass. Später meldete die israelische Strafvollzugsbehörde die Freilassung von 30 palästinensischen Gefangenen, darunter die bekannte Aktivistin Ahed Tamimi.

Bisher wurden insgesamt 70 israelische Frauen und Kinder sowie etwa 30 weitere ausländische Geiseln, überwiegend Gastarbeiter aus Thailand, von der Hamas freigelassen. Unter den freigelassenen Geiseln sind auch 14 Deutsche. Im Gegenzug entließ Israel bislang 210 palästinensische Häftlinge aus seinen Gefängnissen.

Uno, USA und China setzten sich für Verlängerung ein

Vor Ablauf der Frist wuchs der internationale Druck, die Feuerpause zu verlängern. Uno-Generalsekretär António Guterres forderte sogar einen »echten humanitären Waffenstillstand«. Auf der Plattform X (vormals Twitter) schrieb Guterres: »Es laufen Verhandlungen über eine Verlängerung der Feuerpause – was wir sehr begrüßen –, aber wir brauchen einen echten humanitären Waffenstillstand.«

US-Präsident Joe Biden sprach sich erneut für die Freilassung aller Geiseln aus. Sein Außenminister Antony Blinken hatte zuvor zugesagt, »alles in unserer Macht Stehende zu tun, um die Pause zu verlängern«. Er traf am Mittwochabend in Tel Aviv ein.

China legte ein Positionspapier zum israelisch-palästinensischen Konflikt vor. Der Uno-Sicherheitsrat solle seine diplomatische Vermittlung intensivieren, die Zweistaatenlösung wieder in Gang bringen und so schnell wie möglich eine »autoritativere und effektivere« internationale Friedenskonferenz einberufen, heißt es in dem Papier des chinesischen Außenministeriums. Die Regierung in Peking fordere den Sicherheitsrat zudem auf, dem allgemeinen Aufruf der internationalen Gemeinschaft nach einem umfassenden Waffenstillstand zur Beendigung der Kämpfe nachzukommen.

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