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Russland-Ukraine-News: Das geschah in der Nacht zu Montag (11. September)

September 11
07:09 2023

Was in den vergangenen Stunden geschah

Russland hat nach eigenen Angaben einen erneuten ukrainischen Drohnenangriff in der Region Belgorod an der Grenze zur Ukraine abgewehrt. Die Luftabwehr habe in der Nacht zum Montag zwei Drohnen über der Region abgeschossen, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit.

Der Gouverneur von Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow, teilte im Onlinedienst Telegram mit, die zwei Drohnen seien über dem Bezirk Jakowlewski abgeschossen worden, der nördlich und westlich der Stadt Belgorod liegt. Es habe keine Todesopfer gegeben. Trümmer der Drohnen seien auf eine Straße in der Nähe eines privaten Wohngebäudes gefallen.

Seit die Ukraine im Juni ihre Gegenoffensive gegen die russischen Truppen gestartet hatte, haben die Drohnenangriffe auf russisches Territorium zugenommen. In der Nacht zum vergangenen Donnerstag wurden nach russischen Angaben zwei Drohnen über der Stadt Rostow am Don zerstört, die ein wichtiges logistisches Zentrum der russischen Streitkräfte ist. Rostow am Don liegt 150 Kilometer von der Ukraine entfernt.

Derweil melden ukrainischen Streitkräfte im Osten des Landes weitere Gebietsgewinne. Am Frontabschnitt Awdijiwka nördlich der seit 2014 von russischen Kräften besetzten Stadt Donezk sei es gelungen, einen Teil der Siedlung Opytne zu befreien, sagte der Chef der Militärverwaltung von Awdijiwka, Witalij Barabasch, am Sonntag im ukrainischen Fernsehen. Die Angaben ließen sich nicht unmittelbar unabhängig überprüfen.

Opytne liegt am Südrand der Kleinstadt Awdijiwka. Nach Angaben Barabaschs habe das russische Militär seine Offensivbemühungen vor einigen Tagen nördlich von Awdijiwka konzentriert und dabei die Lage südlich der Stadt außer Acht gelassen. Die Ukrainer hätten mit einem schnellen Angriff in dieser Richtung reagiert. »Der Feind hat es wohl etwas verschlafen«, sagte Barabasch. Seinen Angaben nach gehen die Kämpfe in Opytne weiter. Die Russen hatten Opytne eigenen Angaben nach im November vergangenen Jahres erobert.

Der Frontabschnitt um Awdijiwka gilt seit Beginn des russischen Angriffskriegs vor mehr als 18 Monaten als einer der am härtesten umkämpften. Awdijiwka ist eine stark ausgebaute ukrainische Verteidigungsstellung, die die Russen seit Kriegsbeginn einzunehmen versuchen, um den Druck auf Donezk zu verringern.

Das sagt Kiew

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat ebenfalls von Fortschritten an der Front gesprochen. »In den letzten sieben Tagen gibt es ein Vorankommen«, sagte er am Sonntag in seiner täglichen Videoansprache. Dabei gebe es Bewegung sowohl im Süden der Ukraine im Gebiet Saporischschja, als auch rund um die von Russland besetzte Stadt Bachmut. An anderen Frontabschnitten sei es gelungen, die Positionen gegen russische Angriffe zu verteidigen, fügte er hinzu.

Daneben ging der Staatschef auf die starken russischen Raketen- und Drohnenangriffe der vergangenen Tage ein. Er dankte Feuerwehrleuten, Rettungskräften, Polizisten und Freiwilligen, die in den Städten Kostjantyniwka, Krywyj Rih, Sumy und im Gebiet Odessa geholfen haben, Verschüttete aus den Trümmern zu befreien. In Kostjantyniwka waren bei einem Einschlag 16 Menschen ums Leben gekommen. In Krywyj Rih wurden durch russischen Raketenbeschuss auf eine Polizeistation nach Selenskyjs Angaben eine Person getötet und 60 Menschen verletzt.

Selenskyj bestätigte zudem den russischen Beschuss internationaler Helfer der Rettungsorganisation Road to Relief am Sonntag bei Bachmut nahe der Front. Dabei seien ein Kanadier und eine Spanierin ums Leben gekommen, ein Deutscher und ein Schwede seien verletzt ins Krankenhaus eingeliefert worden. »Ihnen wird alle nötige Hilfe geleistet«, sagte Selenskyj.

Nach Angaben der Hilfsorganisation Road to Relief befinden sie sich in einem »stabilen« Zustand. Die beiden Männer seien durch Splitter verletzt worden und hätten Verbrennungen erlitten, teilte die Organisation mit.

Road to Relief hilft bei der Evakuierung von Zivilisten aus Frontgebieten und verteilt Hilfsgüter. Bei den Todesopfern handelte es sich demnach um die Vorsitzende und Mitbegründerin von Road to Relief, die Spanierin Emma Igual, sowie um den Kanadier Anthony Ihnat.

Das ukrainische Verteidigungsministerium nannte den Tod der beiden Helfer einen »schmerzhaften, irreparablen Verlust«. Der spanische Regierungschef Pedro Sánchez drückte den Angehörigen der getöteten Helferin Igual sein Mitgefühl aus. Spanien sei »an der Seite seiner humanitären Helfer, die sich durch ihre Hingabe für Andere in Lebensgefahr begeben«, schrieb Sánchez im Onlinedienst X (vormals Twitter). Kanada bestätigte den Tod eines Staatsbürgers, ohne jedoch Details zu nennen.

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