{"id":937,"date":"2020-07-06T07:41:54","date_gmt":"2020-07-06T04:41:54","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/alexander-gerst-bild-zeigt-riesigen-einschlagkrater-auf-der-erde\/"},"modified":"2020-07-06T07:41:54","modified_gmt":"2020-07-06T04:41:54","slug":"alexander-gerst-bild-zeigt-riesigen-einschlagkrater-auf-der-erde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/alexander-gerst-bild-zeigt-riesigen-einschlagkrater-auf-der-erde\/","title":{"rendered":"Alexander Gerst: Bild zeigt riesigen Einschlagkrater auf der Erde"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/adb5638d-6f69-4948-86f8-745405cf9539_w948_r1.77_fpx37.89_fpy50.jpg\" title=\"Asteroidenkrater etwa so gro\u00df wie Mannheim\" alt=\"Asteroidenkrater etwa so gro\u00df wie Mannheim\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p class=\"caps\">Asteroidenkrater etwa so gro\u00df wie Mannheim<\/p>\n<p> Alexander Gerst\/ ESA <\/figcaption><\/figure>\n<p>&quot;Unheimlich. Diese Fotos habe ich von der @SpaceStation aus gemacht&quot;, schrieb der deutsche Astronaut Alexander Gerst am 30. Juni auf Twitter. Die @Space_Station ist die Internationale Raumstation ISS, die in rund 400 Kilometern H\u00f6he um die Erde kreist. Gerst war 2014 und 2018 mehrere Monate dort, zuletzt als Kommandant.<\/p>\n<p>Zum Internationalen Asteroidentag postete er nun die Aufnahmen zweier gewaltiger Einschlagskrater in der Sahara, die er damals gemacht hat. Laut Gerst sind die L\u00f6cher in der Erde 13 und 14 Kilometer breit. &quot;Stellt euch vor, wie oft eure Stadt in sie hineinpassen w\u00fcrde&quot;, schrieb er.<\/p>\n<h3>Ein Krater von der Gr\u00f6\u00dfe Mannheims<\/h3>\n<p>Nimmt man an, dass die L\u00f6cher eine exakte Kreisform haben, sind sie gut 130 und gut 150 Quadratkilometer gro\u00df. Mannheim hat etwa hat eine Fl\u00e4che von 145 Quadratkilometern.<\/p>\n<p>Der gr\u00f6\u00dfere Asteroid h\u00e4tte die Stadt also mit einem Schlag vollst\u00e4ndig ausl\u00f6schen k\u00f6nnen, der kleinere nicht viel \u00fcbrig gelassen. Auch Bochum, Augsburg oder die ehemalige Bundeshauptstadt Bonn h\u00e4tten die Geschosse dem Erdboden gleich gemacht.<\/p>\n<p>Das Schreckensszenario hielt einen Twitter-Nutzer allerdings nicht davon ab, Gersts Post als Vorlage f\u00fcr einen Scherz zu nutzen: &quot;Ich habe nachgeschlagen, Meteoriten landen immer in Kratern und meine Stadt ist nicht in einem. Also bin ich in Sicherheit!&quot;, schrieb er.<\/p>\n<p>Eine Nutzerin war kurz davor, den Post zu liken, lie\u00df dann aber davon ab, weil sie zu viel Sorge hatte, dass jemand das Argument tats\u00e4chlich ernst nehmen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich haben Gesteinsbrocken aus dem All nicht nur die Dinosaurier ausgel\u00f6scht, sondern auch schon von Menschen bewohnte Gebiete getroffen.<\/p>\n<h3>1500 Verletzte<\/h3>\n<p>In Erinnerung geblieben ist etwa der Meteor von Tscheljabinsk. Das Objekt war im All etwa 20 Meter gro\u00df und trat im Februar 2013 \u00fcber der russischen Gro\u00dfstadt in die Erdatmosph\u00e4re ein. Dabei kam es zu einer gewaltigen Explosion &#8211; gl\u00fccklicherweise in gro\u00dfer H\u00f6he. Dennoch reichte die Druckwelle aus, dass Fensterscheiben zerbarsten, rund 1500 Menschen wurden verletzt &#8211; oft hatten sie Schnittwunden.<\/p>\n<p>W\u00e4re der Brocken etwas steiler auf die Erde gest\u00fcrzt, h\u00e4tte er die Stadt wohl zertr\u00fcmmert, vermuten Experten inzwischen. Das Ergebnis machte klar, dass schon von vergleichsweise kleinen Brocken aus dem All eine gro\u00dfe Gefahr ausgehen kann.<\/p>\n<p>Ob von einem Meteoroid oder Asteroid gesprochen wird, h\u00e4ngt von der Gr\u00f6\u00dfe des Objekts ab. Meteoriden sind kleiner als Asteroiden und erzeugen beim Eintritt in die Atmosph\u00e4re ein Leuchten, das als Sternschnuppe oder Feuerkugel zu erkennen ist.<\/p>\n<h3>Erdnahe Objekte im Visier<\/h3>\n<p>Das Ereignis von Tscheljabinsk richtete den Fokus der \u00d6ffentlichkeit verst\u00e4rkt auf die Asteroidenabwehr.<\/p>\n<p>Die Esa und die amerikanische Weltraumbeh\u00f6rde Nasa arbeiteten zu dem Zeitpunkt seit vielen Jahren daran, potenzielle gef\u00e4hrliche Objekte zu identifizieren und Abwehrsysteme zu entwickeln, die ein auf die Erde zurasendes Geschoss auf eine andere Flugbahn ablenken (mehr dazu lesen Sie hier). Zuletzt wurde das Budget der Esa unter anderem zu diesem Zweck erneut deutlich angehoben.<\/p>\n<p>Um auf die Risiken durch Gesteinsbrocken im All aufmerksam zu machen, ver\u00f6ffentlichte auch die Esa zum Internationalen Asteroidentag die Aufnahme eines Kraters. Es zeigt den sogenannten Roten Kamm in der Namib-W\u00fcste im S\u00fcden Namibias. Er ist vor etwa f\u00fcnf Millionen Jahren entstanden, 2,5 Kilometer gro\u00df und 130 Meter tief.<\/p>\n<p>&quot;Meteoriten und Asteroiden haben die Entwicklung der Erde beeinflusst. Das zeigen die Narben durch Millionen Einschlagkrater&quot;, schreibt die Esa dazu. Experten sch\u00e4tzen, dass es ungef\u00e4hr 40 Millionen Objekte im All gibt, die gr\u00f6\u00dfer als zehn Meter sind und der Erde auf ihrer Bahn zu irgend einem Zeitpunkt nahe kommen werden.<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Asteroidenkrater etwa so gro\u00df wie Mannheim Alexander Gerst\/ ESA &quot;Unheimlich. Diese Fotos habe ich von der @SpaceStation aus gemacht&quot;, schrieb der deutsche Astronaut Alexander Gerst am 30. 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