{"id":930,"date":"2020-07-05T23:51:51","date_gmt":"2020-07-05T20:51:51","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/usa-internet-falschmeldung-fuhrt-zu-bewaffnetem-aufmarsch-rechter-gruppen-in-gettysburg\/"},"modified":"2020-07-05T23:51:51","modified_gmt":"2020-07-05T20:51:51","slug":"usa-internet-falschmeldung-fuhrt-zu-bewaffnetem-aufmarsch-rechter-gruppen-in-gettysburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/usa-internet-falschmeldung-fuhrt-zu-bewaffnetem-aufmarsch-rechter-gruppen-in-gettysburg\/","title":{"rendered":"USA: Internet-Falschmeldung f\u00fchrt zu bewaffnetem Aufmarsch rechter Gruppen in Gettysburg"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/291d4ec7-6d58-4a3c-91fa-38ba1bff183a_w948_r1.77_fpx70_fpy55.01.jpg\" title=\"Selbsternannte Milizen patrouillieren zwischen den B\u00fcrgerkriegsdenkm\u00e4lern von Gettysburg im US-Bundesstaat Pennsylvania\" alt=\"Selbsternannte Milizen patrouillieren zwischen den B\u00fcrgerkriegsdenkm\u00e4lern von Gettysburg im US-Bundesstaat Pennsylvania\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p class=\"caps\">Selbsternannte Milizen patrouillieren zwischen den B\u00fcrgerkriegsdenkm\u00e4lern von Gettysburg im US-Bundesstaat Pennsylvania<\/p>\n<p> Carolyn Kaster\/ AP <\/figcaption><\/figure>\n<p>Am Nachmittag des amerikanischen Unabh\u00e4ngigkeitstags versammelten sich am Samstag in der Kleinstadt Gettysburg schwer bewaffnete Milizen und rechtsradikale Gruppen. Sie wollten die Sch\u00e4ndung von B\u00fcrgerkriegsdenkm\u00e4lern und das Verbrennen der amerikanischen Flagge verhindern &#8211; notfalls mit Gewalt. Der Aufruf einer vermeintlich antifaschistischen Gruppe hatte sie auf den Plan gerufen: Diese hatte in den sozialen Medien zum Protest gegen die Polizei durch &quot;friedliches Flaggeverbrennen&quot; auf einem Gel\u00e4nde mit B\u00fcrgerkriegsdenkm\u00e4lern aufgerufen.<\/p>\n<p>Wochenlang hatten Unbekannte laut Recherchen der &quot;Washington Post&quot; in den sozialen Medien Pl\u00e4ne verbreitet, wonach Antifa-Demonstranten am Unabh\u00e4ngigkeitstag an den historischen Denkm\u00e4lern zusammenkommen und amerikanische Flaggen verbrennen w\u00fcrden. Mitte Juni sei demnach erstmals \u00fcber ein Facebook-Profil namens &quot;Left Behind USA&quot; (&quot;Zur\u00fcckgelassene USA&quot;) dazu eingeladen worden. Die Organisatoren sollen angek\u00fcndigt haben, sie w\u00fcrden auch &quot;kostenlos kleine Flaggen an Kinder verschenken, die sie sicher ins Feuer werfen k\u00f6nnen&quot;. Au\u00dferdem werde es Antifa-Gesichtsbemalungen geben.<\/p>\n<h3>Rechte verteidigen die Flagge &#8211; aber niemand kommt, um sie zu verbrennen<\/h3>\n<p>Verschiedene Lokalmedien hatten die Ank\u00fcndigungen aufgegriffen und der vermeintlichen Aktion so Aufmerksamkeit verschafft. Selbsternannte Milizen, Biker, Skinheads und verschiedene rechtsextreme Gruppen k\u00fcndigten daraufhin an, nach Gettysburg zu kommen, um die Denkm\u00e4ler des B\u00fcrgerkriegs und die amerikanische Flagge vor Sch\u00e4ndung zu sch\u00fctzen. Einige k\u00fcndigten an, Schusswaffen mitzubringen und notfalls Gewalt anzuwenden. Bilder zeigen schwer bewaffnete M\u00e4nner in milit\u00e4risch anmutenden Uniformen und in historisch inspirierten Soldaten-Outfits. In Gettysburg fand vom 1. bis zum 3. Juli 1863 eine der entscheidenden Schlachten des amerikanischen B\u00fcrgerkriegs statt.<\/p>\n<p>Die antifaschistischen Gruppen in Pennsylvania und deren offizieller Verband bestritten nach Angaben des &quot;Business Insider&quot; jegliche Beteiligung an der angeblich geplanten Veranstaltung. Sie erinnerten jedoch an eine \u00e4hnliche Aktion vor drei Jahren, als Ger\u00fcchte \u00fcber eine antifaschistische Veranstaltung in dem gleichen Kriegsdenkmal-Park verschiedene rechte Gruppen auf den Plan gerufen hatten. Die Veranstaltung hatte damals ebenfalls nicht stattgefunden &#8211; einer der bewaffneten Gegendemonstranten schoss sich jedoch versehentlich selbst an.<\/p>\n<p>Wer hinter der j\u00fcngsten falschen Ank\u00fcndigung steckt, ist laut Angaben der &quot;Washington Post&quot; unklar. Soziale Mediendienste hatten in den vergangenen Wochen verschiedene Nutzer gesperrt, nachdem rechte Gruppen sich \u00fcber Fake-Profile als Antifaschisten ausgegeben hatten, um friedliche Proteste zu unterwandern.<\/p>\n<p>Recherchen der &quot;Washington Post&quot; identifizierten die Person hinter dem Profil, \u00fcber das die Proteste in Gettysburg angek\u00fcndigt worden waren, als einen 39-j\u00e4hrigen, in den USA lebenden Mann. Bei weiteren Recherchen habe sich jedoch herausgestellt, dass die angebliche Person nicht existiere. Das Profilbild des Mannes stamme von einem deutschen Fotografen, der dieses f\u00fcr einen kommerziellen Fotoservice erstellt habe, berichtet die Zeitung.<\/p>\n<p>Die vermeintliche provokante Aktion und vor allem die heftigen Gegenreaktionen zeigen, wie angespannt die Lage in den USA ist. Zwischen Corona-Pandemie und Rassismus ist das Land tief zerrissen. Pr\u00e4sident Donald Trump hatte die unvers\u00f6hnliche Stimmung zuletzt angeheizt, als er bei einer Ansprache an die Nation zum Unabh\u00e4ngigkeitstag gegen Demonstranten und politische Gegner ausholte.<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Selbsternannte Milizen patrouillieren zwischen den B\u00fcrgerkriegsdenkm\u00e4lern von Gettysburg im US-Bundesstaat Pennsylvania Carolyn Kaster\/ AP Am Nachmittag des amerikanischen Unabh\u00e4ngigkeitstags versammelten sich am Samstag in der Kleinstadt Gettysburg schwer<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-930","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/930","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=930"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/930\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=930"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=930"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=930"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}