{"id":872,"date":"2020-07-03T06:17:26","date_gmt":"2020-07-03T03:17:26","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/donald-trump-in-der-coronakrise-prasident-trotzkopf\/"},"modified":"2020-07-03T06:17:26","modified_gmt":"2020-07-03T03:17:26","slug":"donald-trump-in-der-coronakrise-prasident-trotzkopf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/donald-trump-in-der-coronakrise-prasident-trotzkopf\/","title":{"rendered":"Donald Trump in der Coronakrise: Pr\u00e4sident Trotzkopf"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/4bd46b53-9eaa-497d-8c83-c54836ce4e19_w948_r1.77_fpx60.4_fpy44.99.jpg\" title=\"Donald Trump (im Juni 2020): Freude \u00fcber die Arbeitsmarktdaten k\u00f6nnte von kurzer Dauer sein.\" alt=\"Donald Trump (im Juni 2020): Freude \u00fcber die Arbeitsmarktdaten k\u00f6nnte von kurzer Dauer sein.\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p class=\"caps\">Donald Trump (im Juni 2020): Freude \u00fcber die Arbeitsmarktdaten k\u00f6nnte von kurzer Dauer sein.<\/p>\n<p> LEAH MILLIS\/ REUTERS <\/figcaption><\/figure>\n<p>Endlich einmal gute Nachrichten f\u00fcr Donald Trump. Mit einem kurzfristig anberaumten Auftritt feierte der Pr\u00e4sident die neuen, besseren Daten am US-Arbeitsmarkt. &quot;Unsere Wirtschaft steht wieder unter Volldampf, sie kommt mit vollem Schwung zur\u00fcck&quot;, freute sich Trump im Wei\u00dfen Haus. Das alles sei Resultat der &quot;historischen Leistung&quot; seiner Regierung.<\/p>\n<p>Das Coronavirus habe er auch unter Kontrolle. &quot;Da gibt es jetzt ein paar Gegenden, in denen wir die Flammen oder Feuer austreten&quot;, so Trump. Insgesamt sei f\u00fcr ihn aber klar: &quot;Es l\u00e4uft sehr gut. Ich denke, dass wird man bald sehen.&quot; In einem Interview erg\u00e4nzte er: Das Virus werde sicher &quot;verschwinden&quot;.<\/p>\n<p>Trump der Trotzkopf:W\u00e4hrend immer noch Millionen Amerikaner ohne Job sind und etliche Bundesstaaten fast t\u00e4glich neue Rekorde an Corona-Infektionen vermelden, tut der Pr\u00e4sident so, als sei alles in bester Ordnung.<\/p>\n<p>In Wahrheit ist nichts gut. Der R\u00fcckgang der Arbeitslosenquote von einem Rekordhoch von 14,7 Prozent im April auf nunmehr elf Prozent im Juni ist zwar ein Hoffnungsschimmer. Dies zeichnet aber nicht unbedingt ein reales Bild der Lage.<\/p>\n<p>Die Arbeitslosigkeit liegt weiterhin deutlich \u00fcber der Quote von 3,5 Prozent, die vor Ausbruch der Krise gemessen wurde. Mehr als 14 Millionen Amerikaner, die im Zuge der Krise entlassen wurden, warten immer noch auf die R\u00fcckkehr an ihre Arbeitspl\u00e4tze. Und: Ende Juli laufen einige der Milliarden-Programme der Regierung aus, die Arbeitslosen in der Not helfen sollten. Wirkliche Nachfolgel\u00f6sungen gibt es noch nicht.<\/p>\n<h3>Ein Schein-Aufschwung<\/h3>\n<p>Ein weiteres Problem der scheinbar rosigen Zahlen ist, dass sie veraltet sind und die letzten beiden Wochen nicht ber\u00fccksichtigen. Im Mai und Anfang Juni wurden vor allem in der Gastronomie viele Stellen geschaffen, weil Restaurants oder Bars in etlichen Bundesstaaten wieder \u00f6ffneten. Mit der R\u00fcckkehr dramatisch hoher Zahlen von Corona-Infektionen in Regionen wie Kalifornien, Texas oder Florida k\u00f6nnten die Probleme in diesen Wirtschaftsbereichen nun von vorne losgehen. In Teilen von Kalifornien und in Texas m\u00fcssen Bars und Restaurants erneut schlie\u00dfen. Andere Bundesstaaten werden folgen.<\/p>\n<p>Trump und seine treuesten Verb\u00fcndeten stemmen sich mit Macht gegen die Unsicherheit und Angst, die das Land nach der kurzen Phase der Erholung wieder erfasst haben. Am Freitag will der Pr\u00e4sident erneut Normalit\u00e4t vorgaukeln.<\/p>\n<p>Im Bundesstaat South Dakota wird er am ber\u00fchmten Mount Rushmore mit vielen tausend Fans am Vorabend des amerikanischen Unabh\u00e4ngigkeitstags ein Feuerwerk anschauen. Auch eine Rede des Pr\u00e4sidenten ist geplant. An dem Berg sind die Gesichter von vier Pr\u00e4sidenten eingemei\u00dfelt, unter anderem sind George Washington und Abraham Lincoln zu sehen. Offenkundig hofft Trump darauf, dass von deren Glanz ein wenig auf ihn abf\u00e4rbt.<\/p>\n<h3>Sause am Mount Rushmore<\/h3>\n<p>Dabei ist die Idee, am Mount Rushmore eine Massenveranstaltung dieser Art abzuhalten, schon allein deshalb umstritten, weil in der Gegend rund um den Berg eine hohe Waldbrandgefahr herrscht. Noch weit problematischer ist, dass Trump \u00e4hnlich wie bei seiner j\u00fcngsten gro\u00dfen Wahlkampfkundgebung in Oklahoma, bedenkenlos viele Menschen an einem Ort versammelt, ohne dass es eine Verpflichtung zum Tragen von Masken gibt. Masken sollen laut der republikanischen Gouverneurin Kristi Noem zwar am Eingang verteilt werden, das Tragen sei aber freiwillig. Es werde auch keine Regelungen geben, Mindestabst\u00e4nde zu anderen Teilnehmern einzuhalten, so die Trump-Unterst\u00fctzerin.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Pr\u00e4sidenten h\u00e4ufen sich derweil die Warnzeichen, dass seine Politik und sein gesamtes Verhalten in der Krise, nicht alle Parteifreunde in Begeisterung versetzt. Zumindest trauen sich mehr und mehr Republikaner in Washington, ihrem Pr\u00e4sidenten Widerworte zu geben.<\/p>\n<p>Das j\u00fcngste Beispiel: Etliche Republikaner im Kongress sind offenbar entschlossen, zusammen mit den Demokraten Armee-Kasernen umzubenennen, die nach S\u00fcdstaaten-Gener\u00e4len benannt sind. Die Debatte war im Zuge der &quot;Black Lives Matter&quot;-Proteste aufgekommen. Trump weigert sich stur, den Umbenennungen zuzustimmen und droht sogar mit seinem Veto. Dies k\u00f6nnte der Kongress wiederum mit einer breiten Mehrheit aus Republikanern und Demokraten \u00fcberstimmen. Trump w\u00fcrde eine peinliche Schlappe kassieren.<\/p>\n<p>Auch Trumps Weigerung eine einheitliche Politik im Land zum Tragen von Masken zu forcieren, wird von mehr und mehr Republikanern kritisch gesehen. Sogar der republikanische Mehrheitsf\u00fchrer im Senat, Mitch McConnell, verwies darauf, es sollte kein &quot;Stigma&quot; geben, f\u00fcr Menschen, die Masken tragen. Die Kongressabgeordnete Liz Cheney verk\u00fcndete: &quot;Echte M\u00e4nner tragen Maske&quot;. Dazu postete sie ein Foto ihres Vaters, des fr\u00fcheren Vize-Pr\u00e4sidenten Dick Cheney.<\/p>\n<p>Trump l\u00e4sst sich allerdings weiter nicht beeindrucken. Zwar r\u00e4umte er jetzt in einem Interview ein, er sei &quot;sehr f\u00fcr das Tragen von Masken&quot;. Er habe gar kein Problem damit.<\/p>\n<p>Dann machte er sich aber zugleich wieder dar\u00fcber lustig. Trump verglich sich mit einem bekannten Western-Helden aus dem amerikanischen Fernsehen der F\u00fcnfzigerjahre. Er habe auch schon eine Maske getragen, verk\u00fcndete der Pr\u00e4sident. &quot;Sie war schwarz. Ich sah aus wie der Lone Ranger.&quot;<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Donald Trump (im Juni 2020): Freude \u00fcber die Arbeitsmarktdaten k\u00f6nnte von kurzer Dauer sein. LEAH MILLIS\/ REUTERS Endlich einmal gute Nachrichten f\u00fcr Donald Trump. 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