{"id":830,"date":"2020-06-30T20:48:46","date_gmt":"2020-06-30T17:48:46","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/mindestlohn-soll-auf-1045-euro-steigen\/"},"modified":"2020-06-30T20:48:46","modified_gmt":"2020-06-30T17:48:46","slug":"mindestlohn-soll-auf-1045-euro-steigen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/mindestlohn-soll-auf-1045-euro-steigen\/","title":{"rendered":"Mindestlohn soll auf 10,45 Euro steigen"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/c4df3888-bbd9-4637-99fc-d1ba44d2407f_w948_r1.77_fpx62_fpy69.jpg\" title=\"Lkw-Fahrerinnen und Fahrer werden h\u00e4ufig schlecht bezahlt\" alt=\"Lkw-Fahrerinnen und Fahrer werden h\u00e4ufig schlecht bezahlt\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p class=\"caps\">Lkw-Fahrerinnen und Fahrer werden h\u00e4ufig schlecht bezahlt<\/p>\n<p> Diane Keough\/ Getty Images <\/figcaption><\/figure>\n<p>Der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland soll bis zum 1. Juli 2022 in vier Stufen steigen, von derzeit 9,35 Euro auf 10,45 Euro. Das empfiehlt die zust\u00e4ndige Mindestlohnkommission in einem am Dienstag in Berlin vorgelegten Beschluss.<\/p>\n<p>Das Votum des Gremiums, dem Vertreter von Gewerkschaften, Arbeitgebern und Wissenschaft angeh\u00f6ren, fiel einstimmig. Die Bundesregierung muss die k\u00fcnftige H\u00f6he des Mindestlohns noch per Verordnung umsetzen. Sie richtet sich dabei in der Regel nach dem Vorschlag der Kommission.<\/p>\n<p><strong>Der Vorschlag sieht folgenden Fahrplan f\u00fcr die Erh\u00f6hungen vor:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Der Mindestlohn steigt zum <strong>1. Januar 2021 <\/strong>auf<strong> 9,50 Euro<\/strong>.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Zum<strong> 1. Juli 2021<\/strong> soll eine zweite Anhebung auf<strong> 9,60 Euro<\/strong> folgen,<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>am <strong>1. Januar 2022 <\/strong>kommt eine dritte Erh\u00f6hung auf <strong>9,82 Euro.<\/strong><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Die vierte Stufe sieht zum <strong>1. Juli 2022 <\/strong>eine Anhebung auf <strong>10,45 Euro<\/strong> vor.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der gesetzliche Mindestlohn war zum 1. Januar 2015 mit einem Betrag von zun\u00e4chst 8,50 Euro brutto pro Stunde eingef\u00fchrt worden. Zuletzt hatte es eine Anhebung in zwei Stufen gegeben: auf 9,19 Euro zum 1. Januar 2019 und auf die jetzigen 9,35 Euro zum 1. Januar 2020.<\/p>\n<p>Nach mehreren Boomjahren war die Mindestlohnempfehlung auch mit Blick auf den wirtschaftlichen Einbruch wegen der Corona-Pandemie mit Spannung erwartet worden. Die Arbeitgeber hatten angesichts der Belastungen vieler Unternehmen in der Krise vor zu gro\u00dfen Erh\u00f6hungen gewarnt. Die Gewerkschaften forderten dagegen eine sp\u00fcrbare Anhebung.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich orientiert sich die unabh\u00e4ngige Kommission an der zur\u00fcckliegenden Entwicklung der Tarifl\u00f6hne. In einer &quot;Gesamtabw\u00e4gung&quot; zusammengebracht werden sollen laut gesetzlicher Vorgabe dann der Mindestschutz der Arbeitnehmer, faire Wettbewerbsbedingungen und das Ziel, Besch\u00e4ftigung nicht zu gef\u00e4hrden. Dabei gibt es einen gewissen Spielraum, was genau in die Berechnung einbezogen wird.<\/p>\n<p>Der gesetzliche Mindestlohn gilt f\u00fcr alle vollj\u00e4hrigen Arbeitnehmer &#8211; au\u00dfer f\u00fcr Langzeitarbeitslose nach einer Arbeitsaufnahme in den ersten sechs Monaten. Auch f\u00fcr Azubis, Menschen mit Pflichtpraktikum oder Praktika unter drei Monaten gilt er nicht. Daneben gibt es in mehreren Branchen tarifliche Mindestl\u00f6hne, die \u00fcber der Lohnuntergrenze liegen.<\/p>\n<p><strong><em>Anmerkung der Redaktion:<\/em><\/strong><em> In einer fr\u00fcheren Version des Textes hie\u00df es, die Gro\u00dfe Koalition habe die Erh\u00f6hung des Mindestlohns beschlossen. Tats\u00e4chlich handelt es sich um eine Empfehlung der Mindestlohnkommission, der die Bundesregierung in der Regel folgt.es<\/em><\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Lkw-Fahrerinnen und Fahrer werden h\u00e4ufig schlecht bezahlt Diane Keough\/ Getty Images Der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland soll bis zum 1. 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