{"id":796,"date":"2020-06-29T11:26:19","date_gmt":"2020-06-29T08:26:19","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/fluchtlinge-in-zypern-das-schlupfloch\/"},"modified":"2020-06-29T11:26:19","modified_gmt":"2020-06-29T08:26:19","slug":"fluchtlinge-in-zypern-das-schlupfloch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/fluchtlinge-in-zypern-das-schlupfloch\/","title":{"rendered":"Fl\u00fcchtlinge in Zypern: Das Schlupfloch"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/0f2bfaf4-9f75-49aa-93b3-317542e987e6_w948_r1.77_fpx50_fpy44.99.jpg\" title=\"Frau im Fl\u00fcchtlingslager in Zypern: Asylsystem am Rande des Zusammenbruchs\" alt=\"Frau im Fl\u00fcchtlingslager in Zypern: Asylsystem am Rande des Zusammenbruchs\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p class=\"caps\">Frau im Fl\u00fcchtlingslager in Zypern: Asylsystem am Rande des Zusammenbruchs<\/p>\n<p>Gianmarco Maraviglia\/ DER SPIEGEL<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p>In einem dunkelblauen Minibus rast Cedrick Awah durch die Nacht, er sitzt in der letzten Reihe, vor ihm ein Dutzend M\u00e4nner aus Kamerun und Nigeria. Alle wollen an diesem Mittwochabend im Fr\u00fchjahr 2020 nach Palaichori. Das Dorf liegt in den Bergen Zyperns, hat knapp tausend Einwohner, einen Kiosk und eine Kirche. Nur Ausl\u00e4nder gab es bisher eher nicht.<\/p>\n<p>Doch nun kommt Cedrick Awah, 26 Jahre alt, geflohen aus Kamerun, gl\u00e4ubiger Christ und Automechaniker.<\/p>\n<p>Der Busfahrer stoppt abrupt. &quot;Das ist es&quot;, sagt Cedrick Awah, ein L\u00e4cheln blitzt \u00fcber sein Gesicht. Die Sonne ist l\u00e4ngst untergegangen, links und rechts lassen sich steinerne H\u00e4user erahnen. Nur im Kiosk brennt noch Licht.<\/p>\n<p>Palaichori soll Awahs neue Heimat werden. Jedenfalls, wenn es nach ihm geht. Die Frage ist, ob die Menschen von Palaichori das genauso sehen. Der Kameruner ist einer von 50 Asylbewerbern, die neuerdings im Dorf leben.<\/p>\n<p>13.259 Menschen baten 2019 in der Republik Zypern um Asyl. Pro Kopf ist das mit Abstand die h\u00f6chste Quote in der Europ\u00e4ischen Union. In diesem Jahr k\u00f6nnten es unter Umst\u00e4nden noch mehr werden. 3,8 Prozent der zyprischen Bev\u00f6lkerung sind inzwischen Asylbewerber oder anerkannte Fl\u00fcchtlinge. Auf die Bev\u00f6lkerung Deutschlands hochgerechnet, entspr\u00e4che das gut drei Millionen Menschen.<\/p>\n<p>Auf dem H\u00f6hepunkt der Fl\u00fcchtlingskrise, als Hunderttausende \u00fcber Griechenland nach Norden zogen, galt Zypern unter Migranten noch als vergleichsweise unattraktiv. Es geh\u00f6rt nicht zum Schengenraum. Von der Insel schaffen es nur wenige anerkannte Fl\u00fcchtlinge aufs europ\u00e4ische Festland.<\/p>\n<p>Doch dann schloss die EU mit der T\u00fcrkei einen Pakt, um Fl\u00fcchtende von den griechischen Inseln fernzuhalten. Parallel machte die EU die Balkanroute dicht. Inzwischen schl\u00e4gt Griechenland Fl\u00fcchtlinge an der Grenze zur T\u00fcrkei brutal zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Fast \u00fcberall in Europa sind die Fl\u00fcchtlingszahlen in den vergangenen Jahren stark gesunken, in Zypern hingegen hat sich die Zahl der Asylbewerber seit 2016 vervierfacht. Die Insel ist eines der Schlupfl\u00f6cher entlang der abgeschotteten europ\u00e4ischen Grenzen. <\/p>\n<p>Aus europ\u00e4ischer Sicht sind die absoluten Zahlen in Zypern kaum der Rede wert. Die 850.000 Inselbewohner aber stellen sie vor eine Herausforderung. Das zyprische Asylsystem operiert am Rande des Zusammenbruchs, Bewerber m\u00fcssen jahrelang auf eine Entscheidung warten. Im Zentrum der Hauptstadt bilden sich lange Schlangen vor den R\u00e4umen der NGOs. Die Beh\u00f6rden versorgen die Migranten oft unzureichend. Ein Teil der Bev\u00f6lkerung f\u00fchlt sich \u00fcberfordert &#8211; und verlangt mehr Kontrolle.<\/p>\n<p>In vielen anderen L\u00e4ndern Europas, besonders im S\u00fcden des Kontinents, w\u00fcrden Grenzsch\u00fctzer deshalb Stacheldrahtz\u00e4une errichten, doch in Zypern geht das nicht. Der Weg von Cedrick Awah zeigt, warum.<\/p>\n<p>Awah hat sich bewusst f\u00fcr Zypern entschieden. Er kommt aus dem S\u00fcden Kameruns, wo Separatisten seit Jahren gegen die Regierung k\u00e4mpfen. Er habe Angst gehabt, dass die Rebellen ihn zum Kriegsdienst zwingen w\u00fcrden. In Zypern, sagte ihm eine Freundin, w\u00e4re er schnell in Sicherheit. Also buchte Awah einen Flug nach Ankara, von dort flog er weiter zum Flughafen Ercan im Norden der geteilten Insel, ein Visum ben\u00f6tigte er nicht.<\/p>\n<p>Der Flughafen liegt n\u00f6rdlich der Hauptstadt Nikosia. Nicht weit von hier verl\u00e4uft eine Grenze, die keine sein darf. An der sogenannten Green Line patrouillieren Uno-Soldaten, sie sollen den Frieden sichern. Der Norden der Insel ist von der T\u00fcrkei besetzt, seit das t\u00fcrkische Milit\u00e4r dort 1974 einmarschierte. Diese &quot;T\u00fcrkische Republik Nordzypern&quot; wird nur von der T\u00fcrkei anerkannt.<\/p>\n<p>Die Republik Zypern im S\u00fcden, wo vor allem griechische Zyprer leben, ist dagegen EU-Mitglied. F\u00fcr sie geh\u00f6rt der Norden der Insel selbstverst\u00e4ndlich zu ihrem Staat. Mit den dortigen Beh\u00f6rden arbeiten sie nicht zusammen. Kaum jemand im S\u00fcden k\u00e4me auf die Idee, aus der Green Line eine echte Grenze zu machen.<\/p>\n<p>Als Cedrick Awah ankam, wusste er das alles nicht. Die Freundin hatte ihm erkl\u00e4rt, dass er vom Flughafen in den S\u00fcden laufen m\u00fcsse, also schn\u00fcrte er seine Wanderschuhe, wartete bis die Sonne unterging, und marschierte los. Awah erinnert sich noch an die dunklen Felder, \u00fcber die er lief. Er habe Angst gehabt, also begann er zu rennen, so schnell und so lange er konnte. Bis er schlie\u00dflich Menschen gesehen habe. Einen Grenzsch\u00fctzer traf er nicht.<\/p>\n<p>Es ist wohl nirgends so einfach wie in Zypern, in die EU zu gelangen. Die meisten Asylbewerber kommen aus dem Norden der Insel in die Republik Zypern. Hier, nur hundert Kilometer von der syrischen K\u00fcste entfernt, gibt es kaum Z\u00e4une und keine Grenzsch\u00fctzer, die Migranten brutal zur\u00fcckschlagen.<\/p>\n<p>Laut Umfragen halten jedoch inzwischen fast zwei Drittel der griechischen Zyprer Migration f\u00fcr das gr\u00f6\u00dfte Problem des Landes. Nur in Malta ist der Wert innerhalb der EU h\u00f6her.<\/p>\n<p>Viele glauben, dass die T\u00fcrkei gezielt Migranten in den Norden schickt und an der Grenze ein Auge zudr\u00fcckt. Der Mann, der diese Stimmung sch\u00fcrt, hei\u00dft Nicos Nouris; er ist der zyprische Innenminister. Nouris macht Ankara Vorw\u00fcrfe. Pr\u00e4sident Recep Tayyip Erdo\u011fan wolle die demografische Zusammensetzung des Landes ver\u00e4ndern, sagt er. Die Republik streitet mit der T\u00fcrkei auch um Gasvorkommen im Mittelmeer. Wie in Athen f\u00fcrchtet man in Nikosia, Opfer einer t\u00fcrkischen Erpressung zu werden.<\/p>\n<p>Im Konflikt mit dem Norden haben viele Bewohner der Insel selbst erlebt, was es hei\u00dft, die Heimat verlassen zu m\u00fcssen. Nun jedoch steigen die Fl\u00fcchtlingszahlen, die Stimmung dreht sich. &quot;Wir sind \u00e4u\u00dferst besorgt \u00fcber die immer fremdenfeindlichere Haltung&quot;, sagt Katja Saha, Vertreterin des Uno-Fl\u00fcchtlingshilfswerks UNHCR in Zypern. In einem Ort patrouillierten zeitweise B\u00fcrgerwehren.<\/p>\n<p>Die Regierung will nun die Asylverfahren verk\u00fcrzen und weniger ausl\u00e4ndische Studenten ins Land lassen. Sie hat neu ankommende Fl\u00fcchtlinge bereits in ein Lager gesperrt, in dem die Gefl\u00fcchteten zuvor nur wenige Tage bleiben mussten. Nouris sagt, er wolle die Zahl der Migranten im Land drastisch reduzieren.<\/p>\n<p>Der Innenminister m\u00f6chte auch die Kontrollen an der Green Line verst\u00e4rken. Aber selbst er, der den Gro\u00dfteil der Fl\u00fcchtenden f\u00fcr Wirtschaftsmigranten h\u00e4lt, sagt: Die Green Line k\u00f6nne man nicht dichtmachen. Die Wiedervereinigung ist f\u00fcr seine Regierung oberste Staatsr\u00e4son.<\/p>\n<p>Es kann noch lange dauern, bis Zypern ein Asylsystem aufbaut, das reibungslos funktioniert. Vor ein paar Monaten arbeiteten im zust\u00e4ndigen Asylamt nur neun Beamte, die \u00fcber Antr\u00e4ge entschieden. Bald werden es 45 sein.<\/p>\n<p>Andreas Georgiadis \u00fcberpr\u00fcft die Entscheidungen seiner Kolleginnen und Kollegen. Auf seinem Schreibtisch stapeln sich rote Akten, 20.000 Asylantra\u0308ge hat seine Beho\u0308rde noch gar nicht bearbeitet. &quot;Ich habe hier einst angefangen, um Menschen zu helfen&quot;, sagt er. &quot;Heute fu\u0308hle ich mich, als wu\u0308rde ich nicht genug tun.&quot;<\/p>\n<p>T\u00e4glich steigt der Bedarf an Kleidung und Unterk\u00fcnften. Der Staat ist \u00fcberfordert. Auch einen Plan, wie man die Menschen integrieren will, gibt es nicht. Die Grenze kann die Regierung nicht dichtmachen, daf\u00fcr achtet sie peinlich genau darauf, Migranten keine zus\u00e4tzlichen Anreize zur Einreise zu bieten.<\/p>\n<p>Cedrick Awah sp\u00fcrt das jeden Tag. So sei die Situation eben, sagt er, als er die Stra\u00dfe in Palaichori hinauf stapft. &quot;Immerhin sind wir am Leben.&quot;<\/p>\n<p>14 Stufen f\u00fchren zu Awahs Unterkunft hinauf. Im Wohnzimmer stehen zwei Sofas, daneben eine offene, heruntergekommene K\u00fcche, der Schimmel hat die einst wei\u00dfe Wand dunkel verf\u00e4rbt. Hier wohnt Awah mit neun anderen Kamerunern und Nigerianern. Sein Zimmer teilt er sich mit zwei M\u00e4nnern. Der Staat zahlt Asylbewerbern f\u00fcr die Dauer ihres Verfahrens nur 100 Euro im Monat. Das Geld geht direkt an die Wohnungsbesitzer. Zus\u00e4tzlich erh\u00e4lt Awah noch 70 Euro. Damit soll er die Heizung, das Internet und alles andere bezahlen.<\/p>\n<p>Cedrick Awah ist ein umtriebiger Mann, jeden Morgen steht er um vier Uhr auf und nimmt den ersten Bus nach Nikosia, um nach einem Job zu suchen. Meistens steht Awah w\u00e4hrend der Fahrt. Er hat die Erfahrung gemacht, dass die Einheimischen nicht gern neben ihm sitzen. Corona habe den Rassismus nur noch schlimmer gemacht. Bisweilen werde er angeschaut, als ob er das Virus pers\u00f6nlich eingeschleppt h\u00e4tte, erz\u00e4hlt er. <\/p>\n<p>Awah darf in Zypern nicht als Mechaniker arbeiten; jedenfalls nicht, solange sein Asylantrag l\u00e4uft. Die Regierung verbietet es. Awah k\u00f6nnte auf dem Feld schuften oder als M\u00fcllmann. Auch das w\u00fcrde er tun, sagt er, aber bisher hat sich noch nichts gefunden, seit Monaten geht das schon so.<\/p>\n<p>Cedrick Awah betet jeden Tag daf\u00fcr, dass sein Asylantrag endlich angenommen wird. Er w\u00fcrde dann vielleicht einen Job finden, er m\u00fcsste dann nicht mehr in einem verschimmelten Haus wohnen, vielleicht h\u00e4tte er ein eigenes Zimmer. Eines Tages, so sagt er, w\u00fcrde er vielleicht sogar eine Firma gr\u00fcnden und reich werden.<\/p>\n<p>Wirklich wahrscheinlich aber ist all das nicht. Ein Gro\u00dfteil der Asylantr\u00e4ge wird von den Beh\u00f6rden abgelehnt. Awah bek\u00e4me im Falle einer Ablehnung umgehend ein Schreiben, das seine Abschiebung ank\u00fcndigt, er h\u00e4tte dann nur vier Wochen, um den Bescheid zu verstehen und vor Gericht Einspruch zu erheben.<\/p>\n<p>Das UNHCR ist besorgt, dass das neue Gesetz mit seinen strengen Fristen Asylbewerbern den Zugang zu einem Rechtsbeistand erschweren k\u00f6nnte. Die Migranten h\u00e4tten oft keinen Zugang zu einem Anwalt. Ohne einen solchen sei es schwierig, die Entscheidung der Beh\u00f6rden zu verstehen und innerhalb weniger Tage in einer fremden Sprache einen Richter zu \u00fcberzeugen.<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter am Abend hockt Cedrick Awah mit seinen zwei Mitbewohnern im Kulturzentrum des Dorfs. Theophilos Miltiadis, der B\u00fcrgermeister des Dorfs, hat sich neben ihn gesetzt. Die M\u00e4nner diskutieren, es geht um die Fl\u00fcchtlinge. &quot;Warum kommen die zu uns?&quot;, h\u00e4tten die Dorfbewohner zun\u00e4chst gefragt, erz\u00e4hlt Miltiadis. Besser sei es erst, seitdem er den N\u00f6rglern gesagt habe, sie sollten die Klappe halten.<\/p>\n<p>Awah h\u00f6rt h\u00f6flich zu, es ist schon sp\u00e4t, als es aus ihm herausbricht. Herr B\u00fcrgermeister, fragt er, &quot;warum l\u00e4sst Zypern uns nicht eigene Unternehmen aufbauen?&quot; Viele Gefl\u00fcchtete br\u00e4chten doch wertvolle Ideen ins Land.<\/p>\n<p>Die Sache mit den Jobs sei kompliziert, antwortet Miltiadis. &quot;Ihr m\u00fcsst euch das Vertrauen hier erst erarbeiten.&quot; Cedrick Awah nickt, wirklich zufrieden wirkt er nicht, aber jetzt muss er leider gehen. In ein paar Stunden geht sein Bus nach Nikosia.<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Frau im Fl\u00fcchtlingslager in Zypern: Asylsystem am Rande des Zusammenbruchs Gianmarco Maraviglia\/ DER SPIEGEL In einem dunkelblauen Minibus rast Cedrick Awah durch die Nacht, er sitzt in der<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-796","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/796","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=796"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/796\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=796"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=796"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=796"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}