{"id":7833,"date":"2021-05-14T00:07:23","date_gmt":"2021-05-13T21:07:23","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/israel-verlegt-zusatzliche-truppen-an-die-gaza-grenze\/"},"modified":"2021-05-14T00:07:23","modified_gmt":"2021-05-13T21:07:23","slug":"israel-verlegt-zusatzliche-truppen-an-die-gaza-grenze","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/israel-verlegt-zusatzliche-truppen-an-die-gaza-grenze\/","title":{"rendered":"Israel verlegt zus\u00e4tzliche Truppen an die Gaza-Grenze"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/bb9e2104-07fd-450d-9343-aa37c5f55caa_w948_r1.77_fpx40_fpy58.jpg\" title=\"Haubitze beim Transport an die Gaza-Grenze: \u00bbWir sind bereit\u00ab, sagt ein Armeesprecher\" alt=\"Haubitze beim Transport an die Gaza-Grenze: \u00bbWir sind bereit\u00ab, sagt ein Armeesprecher\"\/>        Bild vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p>Haubitze beim Transport an die Gaza-Grenze: \u00bbWir sind bereit\u00ab, sagt ein Armeesprecher<\/p>\n<p>  Foto:\u2002<\/p>\n<p>Ilia Yefimovich \/ dpa<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p>Mehr Truppen, mehr Raketen, mehr Gewalt: Trotz internationaler Friedensbem\u00fchungen stehen die Zeichen im Nahost-Konflikt auf weiterer Eskalation. Die israelische Armee hat zus\u00e4tzliche Truppen an die Grenze des Gazastreifens verlegt. Israelische Panzer feuerten auf die pal\u00e4stinensische Enklave und Bodentruppen sammelten sich an der Grenze, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichten. Der Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen auf israelische St\u00e4dte hielt weiter an.<\/p>\n<p>\u00bbWir sind bereit und bereiten uns weiter f\u00fcr verschiedene Szenarien vor\u00ab, sagte Armeesprecher Jonathan Conricus. Eine Bodenoffensive sei \u00bbein Szenario\u00ab. Die Streitkr\u00e4fte betonten aber, eine Bodenoffensive sei nicht der prim\u00e4re Fokus des Einsatzes gegen militante Pal\u00e4stinenser.<\/p>\n<p>Die schweren Zusammenst\u00f6\u00dfe zwischen j\u00fcdischen und arabischen Israelis sch\u00fcren derweil \u00c4ngste vor Unruhen innerhalb der israelischen Bev\u00f6lkerung. Verteidigungsminister Benny Gantz k\u00fcndigte eine \u00bbmassive Verst\u00e4rkung\u00ab der Sicherheitskr\u00e4fte im ganzen Land an. \u00bbDie Gewalt innerhalb Israels hat ein Ausma\u00df erreicht, wie man es seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen hat\u00ab, sagte Polizeisprecher Micky Rosenfeld. Polizeibeamte verhinderten \u00bbbuchst\u00e4blich, dass Pogrome stattfinden\u00ab, f\u00fcgte er hinzu.<\/p>\n<p>Reservisten der Grenzpolizei wurden in israelische St\u00e4dte geschickt, um die Gewalt einzud\u00e4mmen. Bereits am Mittwochabend hatte es in mehreren St\u00e4dten Zusammenst\u00f6\u00dfe zwischen ultranationalistischen Juden und arabischen Israelis sowie der Polizei gegeben. Politiker und Kommentatoren warnten vor der Gefahr eines \u00bbB\u00fcrgerkriegs\u00ab. Bei den Zusammenst\u00f6\u00dfen waren unter anderem ein arabischer Israeli erschossen und eine Synagoge in Brand gesteckt worden. Israels Ministerpr\u00e4sident Benjamin Netanyahu bezeichnete die Gewalt in israelischen St\u00e4dten als \u00bbinakzeptabel\u00ab.<\/p>\n<p>In der israelischen Stadt Lod schoss am Donnerstagabend ein Mann auf eine Gruppe bewaffneter Juden und verletzte dabei einen Menschen. Wie ein Augenzeuge der Nachrichtenagentur AFP sagte, er\u00f6ffnete der Mann das Feuer mit einer halbautomatischen Waffe auf die Gruppe Israelis, die offenbar durch ein Viertel der Stadt patrouillierten, in dem die Lage besonders angespannt ist. Ein Mensch sei am Bein verletzt worden.<\/p>\n<p>Auch international w\u00e4chst angesichts des andauernden Raketenbeschusses auf Israel aus dem Gazastreifen und der israelischen Vergeltungsschl\u00e4ge die Angst vor einem erneuten Krieg im Nahen Osten. Die USA bekr\u00e4ftigten Israels Recht auf Selbstverteidigung und forderten ein Ende des Raketenbeschusses aus dem Gazastreifen.<\/p>\n<p>Frankreichs Pr\u00e4sident Emmanuel Macron verurteilte in einem Gespr\u00e4ch mit Pal\u00e4stinenserpr\u00e4sident Mahmud Abbas die Angriffe auf die israelische Bev\u00f6lkerung. Er sprach sein Beileid f\u00fcr die \u00bbzahlreichen Verluste der pal\u00e4stinensischen Zivilisten\u00ab aus und forderte Abbas auf, \u00bballe Mittel seines Einflusses zu nutzen, damit so schnell wie m\u00f6glich Ruhe einkehrt\u00ab.<\/p>\n<p>Russlands Pr\u00e4sident Wladimir Putin und UN-Generalsekret\u00e4r Ant\u00f3nio Guterres riefen beide Seiten zur Einstellung der Angriffe auf. Es sei \u00bbdie wichtigste Aufgabe, die gewaltsamen Handlungen auf beiden Seiten zu beenden und die Sicherheit der Zivilbev\u00f6lkerung zu garantieren\u00ab, erkl\u00e4rte der Kreml nach einer Videokonferenz.<\/p>\n<p>Eine f\u00fcr Freitag geplante Dringlichkeitssitzung des Uno-Sicherheitsrats wurde am Donnerstag abgesagt. Laut Diplomaten waren die USA gegen die erneute Sitzung, die die dritte binnen einer Woche gewesen w\u00e4re. Israel hatte die internationale Gemeinschaft in einem Brief zuvor aufgefordert, die \u00bbwahllosen Angriffe\u00ab aus Gaza zu verurteilen. Am Vortag hatte der pal\u00e4stinensische Botschafter bei der Uno, Rijad Mansur, ein Ende der israelischen Angriffe \u00bbauf die pal\u00e4stinensische Zivilbev\u00f6lkerung\u00ab gefordert.<\/p>\n<p>Wegen des anhaltenden Raketenbeschusses aus dem Gazastreifen stellten zahlreiche Fluglinien, darunter die Lufthansa, den Flugverkehr nach Tel Aviv vor\u00fcbergehend ein.<\/p>\n<p>Israelischen Angaben zufolge feuerten militante Pal\u00e4stinenserorganisationen wie die Hamas und der Islamische Dschihad seit Montagabend insgesamt mehr als 1600 Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel ab, die israelische Armee reagierte demnach mit rund 600 Angriffen auf Ziele im Gazastreifen.<\/p>\n<h3>Angriff auf Geheimdienst-Anlage<\/h3>\n<p>Nach Milit\u00e4rangaben haben israelische Kampfjets dabei auch eine Anlage des Hamas-Geheimdienstes beschossen. Auf dem Areal befindet sich das wichtigste milit\u00e4rische Beobachtungszentrum der Organisation, wie die Armee mitteilte. Dutzende Mitglieder der islamistischen Hamas sollen sich demnach zur Zeit des Angriffs dort aufgehalten haben. Ob es Tote oder Verletzte unter ihnen gab, sagte die Armee nicht.<\/p>\n<p>Die Hamas setzte nach eigenen Angaben auch Drohnen ein. Die israelische Armee gab an, eine Drohne abgeschossen und zwei weitere mit Sprengstoff beladene Flugger\u00e4te entsch\u00e4rft zu haben.<\/p>\n<p>Durch die Attacken aus dem Gazastreifen wurden in Israel sieben Menschen get\u00f6tet, darunter ein sechsj\u00e4hriges Kind sowie ein Soldat. Im Gazastreifen wurden nach pal\u00e4stinensischen Angaben seit Montag insgesamt 83 Menschen get\u00f6tet, darunter 17 Kinder. Zudem meldeten die pal\u00e4stinensischen Gesundheitsbeh\u00f6rden knapp 500 Verletzte. Die Hamas best\u00e4tigte den Tod mehrerer ihrer milit\u00e4rischen Anf\u00fchrer, darunter auch der Chef ihres bewaffneten Arms im Gazastreifen, Bassem Issa.<\/p>\n<p>Ausl\u00f6ser der j\u00fcngsten Gewalteskalation ist die drohende Zwangsr\u00e4umung von rund 30 Pal\u00e4stinensern aus ihren von j\u00fcdischen Israelis beanspruchten Wohnungen in Ost-Jerusalem. Bei den heftigsten Zusammenst\u00f6\u00dfen seit Jahren zwischen israelischen Sicherheitskr\u00e4ften und Pal\u00e4stinensern in Ost-Jerusalem waren in den vergangenen Tagen hunderte Pal\u00e4stinenser und dutzende Polizisten verletzt worden.<\/p>\n<h3>Maas macht Hamas f\u00fcr Eskalation verantwortlich<\/h3>\n<p>Unterdessen machte Bundesau\u00dfenminister Heiko Maas (SPD) die Hamas f\u00fcr die Zuspitzung der Nahost-Krise verantwortlich. \u00bbZumindest die j\u00fcngste Eskalation hat Hamas mutwillig herbeigef\u00fchrt, indem sie \u00fcber tausend Raketen auf israelische St\u00e4dte geschossen hat\u00ab, sagte Maas der \u00bbBild\u00ab. Die Bundesregierung wolle jetzt \u00bballe Kan\u00e4le nutzen, um auf eine Entspannung der Lage hinzuwirken\u00ab.<\/p>\n<p>Maas sagte, er wolle mit einer \u00bbverhandelten Zweistaatenl\u00f6sung den fatalen Kreislauf der immer wiederkehrenden Gewalt durchbrechen\u00ab. Deutschland setze sich f\u00fcr ein \u00bbsofortiges Ende der Gewalt\u00ab ein. Gelinge dies nicht, sieht der Au\u00dfenminister \u00bbschwere Tage auf uns zukommen\u00ab.<\/p>\n<p>Mit Sorge betrachtet das Ausw\u00e4rtige Amt die politische F\u00fchrung der Pal\u00e4stinenser. \u00bbWir beobachten, dass die Pal\u00e4stinenser gespalten sind und die Pal\u00e4stinensische Autonomiebeh\u00f6rde in Teilen der pal\u00e4stinensischen Gebiete die Kontrolle verloren hat\u00ab, sagte Maas. Daher lehne die Bundesregierung Sanktionen ab. \u00bbIn so einer Situation helfen Bestrafungen nicht.\u00ab<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bild vergr\u00f6\u00dfern Haubitze beim Transport an die Gaza-Grenze: \u00bbWir sind bereit\u00ab, sagt ein Armeesprecher Foto:\u2002 Ilia Yefimovich \/ dpa Mehr Truppen, mehr Raketen, mehr Gewalt: Trotz internationaler Friedensbem\u00fchungen stehen die Zeichen im Nahost-Konflikt auf weiterer Eskalation. Die israelische Armee hat zus\u00e4tzliche Truppen an die Grenze des Gazastreifens verlegt. 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