{"id":7810,"date":"2021-05-13T05:26:54","date_gmt":"2021-05-13T02:26:54","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/israel-hamas-meldet-tod-von-mehreren-anfuhrern-nach-israelischen-luftangriffen\/"},"modified":"2021-05-13T05:26:54","modified_gmt":"2021-05-13T02:26:54","slug":"israel-hamas-meldet-tod-von-mehreren-anfuhrern-nach-israelischen-luftangriffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/israel-hamas-meldet-tod-von-mehreren-anfuhrern-nach-israelischen-luftangriffen\/","title":{"rendered":"Israel: Hamas meldet Tod von mehreren Anf\u00fchrern nach israelischen Luftangriffen"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/d96af625-94c0-4690-8da1-0202337b7f0e_w948_r1.77_fpx66.57_fpy49.86.jpg\" title=\"Nachthimmel \u00fcber Aschkelon: Die israelische Verteidigungsanlage Iron Dome f\u00e4ngt Raketen ab\" alt=\"Nachthimmel \u00fcber Aschkelon: Die israelische Verteidigungsanlage Iron Dome f\u00e4ngt Raketen ab\"\/>        Bild vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p>Nachthimmel \u00fcber Aschkelon: Die israelische Verteidigungsanlage Iron Dome f\u00e4ngt Raketen ab<\/p>\n<p>  Foto:\u2002AMIR COHEN \/ REUTERS  <\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Hamas hat den Tod mehrerer Anf\u00fchrer im Gazastreifen bekannt gegeben. Wie die militante Pal\u00e4stinenserorganisation mitteilte, wurden bei israelischen Angriffen der Chef des bewaffneten Arms der Hamas in Gaza, Bassem Issa, und mehrere weitere ranghohe Milit\u00e4rverantwortliche get\u00f6tet.<\/p>\n<p>Der israelische Inlandsgeheimdienst Schin Bet hatte zuvor mitgeteilt, Issa und vier weitere ranghohe Hamas-Anf\u00fchrer seien get\u00f6tet worden. Issa bildete mit mehreren Kommandeuren den milit\u00e4rischen Rat der Hamas, der \u00fcber gewaltsame Operationen gegen Israel entscheidet.<\/p>\n<p><strong><em>(Behalten Sie den \u00dcberblick: Jeden Werktag gegen 18 Uhr beantworten SPIEGEL-Autoren die wichtigsten Fragen des Tages. \u00bbDie Lage am Abend\u00ab \u2013 hintergr\u00fcndig, kompakt, kostenlos. <\/em><\/strong><strong><em>Hier bestellen Sie Ihr News-Briefing als Mail<\/em><\/strong><strong><em>.<\/em><\/strong>)<\/p>\n<p>Israelischen Angaben zufolge feuerten Pal\u00e4stinenserorganisationen wie die Hamas und der Islamische Dschihad seit Montag mehr als tausend Raketen in Richtung Israel ab. Viele der Geschosse wurden von der israelischen Raketenabwehr abgefangen, w\u00e4hrend andere in Wohngebieten einschlugen.<\/p>\n<p>Als Reaktion auf die Attacken flog die israelische Luftwaffe die schwersten Angriffe seit dem Gazakrieg 2014. Sie bombardierte bei Hunderten Eins\u00e4tzen Einrichtungen der Hamas und anderer militanter Gruppen im Gazastreifen.<\/p>\n<p>Dabei wurde unter anderem ein Hochhaus im Stadtzentrum von Gaza zerst\u00f6rt, in dem sich auch mehrere B\u00fcros der Hamas befanden. Pal\u00e4stinensischen Angaben zufolge wurden bei den Luftangriffen insgesamt 48 Menschen get\u00f6tet, unter ihnen 14 Kinder.<\/p>\n<p>Der milit\u00e4rische Arm der Hamas feuerte nach eigenen Angaben am Mittwoch 15 Raketen in Richtung der W\u00fcstenstadt Dimona ab. Dort liegt Israels Atomreaktor. Dieser gilt allerdings als extrem gut gesch\u00fctzt. Alarm gab es am Mittwoch auch im Umkreis des K\u00fcstengebiets und auch in St\u00e4dten wie Aschkelon, Aschdod und Beerscheva.<\/p>\n<h3>Konflikt wurde durch drohende Zwangsr\u00e4umungen ausgel\u00f6st<\/h3>\n<p>Dem Milit\u00e4r zufolge starben in Israel mindestens sechs Menschen durch Raketenbeschuss, darunter ein 21-j\u00e4hriger Soldat, der von einer Rakete getroffen worden war. Das Gesundheitsministerium in Gaza bezifferte die Zahl der Toten auf mehr als 50.<\/p>\n<p>Ausl\u00f6ser der j\u00fcngsten Gewalteskalation ist die drohende Zwangsr\u00e4umung von rund 30 Pal\u00e4stinensern aus ihren von j\u00fcdischen Israelis beanspruchten Wohnungen in Ostjerusalem. Bei den heftigsten Zusammenst\u00f6\u00dfen seit Jahren zwischen israelischen Sicherheitskr\u00e4ften und Pal\u00e4stinensern in Ostjerusalem waren in den vergangenen Tagen Hunderte Pal\u00e4stinenser und Dutzende Polizisten verletzt worden.<\/p>\n<p>Inzwischen schwappt die Gewalt auch auf arabische Ortschaften im israelischen Kernland \u00fcber. In der Stadt Lod bei Tel Aviv, in der Juden und Araber gemeinsam leben, kam es am Dienstagabend zu schweren Ausschreitungen. Medienberichten zufolge sch\u00e4ndeten arabische Einwohner eine Synagoge und setzten sie in Brand. Au\u00dferdem seien Dutzende Autos in Brand gesetzt und Fenster von Gesch\u00e4ften eingeworfen worden.<\/p>\n<p>Der B\u00fcrgermeister von Lod sprach im Fernsehen von einem \u00bbB\u00fcrgerkrieg\u00ab in der Stadt und forderte eine sofortige Ausgangssperre. Um f\u00fcr Ruhe zu sorgen, wurden zahlreiche weitere Polizeitruppen in die Stadt geschickt. Auch in den arabisch gepr\u00e4gten Orten Akko im Norden des Landes und in Jaffa bei Tel Aviv kam es zu schweren Zusammenst\u00f6\u00dfen.<\/p>\n<p>Beobachter vermuteten, dass die T\u00f6tung der hochrangigen Hamas-Vertreter eine Versch\u00e4rfung der Raketenangriffe auf Israel nach sich ziehen k\u00f6nnte. Der israelische Verteidigungsminister Benny Gantz stimmte die B\u00fcrger auf einen l\u00e4ngeren Milit\u00e4reinsatz ein.<\/p>\n<h3>Uno-Sicherheitsrat kann sich nicht auf gemeinsame Position einigen<\/h3>\n<p>Auch international w\u00e4chst die Besorgnis \u00fcber die Eskalation des Konflikts. Der Uno-Sondergesandte Tor Wennesland betonte bei einer Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrats in New York, dass die Spirale der Gewalt enden m\u00fcsse. Mehrere Ratsmitglieder warnten bei dem Treffen hinter verschlossenen T\u00fcren vor einem Krieg und forderten eine gemeinsame Stellungnahme.<\/p>\n<p>Der 15-k\u00f6pfige Rat konnte sich bei einer ersten Sitzung am Montag allerdings nicht auf eine gemeinsame Stellungnahme einigen. Ein Entwurf Norwegens h\u00e4tte informierten Kreisen zufolge die Gewalt verurteilen und zugleich Besorgnis \u00fcber m\u00f6gliche Vertreibungen von pal\u00e4stinensischen Familien aus Ostjerusalem ausdr\u00fccken sollen. Diese Positionierung sei aber zun\u00e4chst am Widerstand der USA gescheitert, hie\u00df es.<\/p>\n<h3>Deutschland verurteilt Angriffe auf Israel<\/h3>\n<p>Bundesau\u00dfenminister Heiko Maas verurteilte die Raketenangriffe aus dem Gazastreifen auf Israel scharf. \u00bbDass es jetzt noch eine derartige Eskalation der Gewalt gibt, ist weder zu tolerieren noch zu akzeptieren\u00ab, sagte Maas bei einem Besuch in Rom. \u00bbIsrael hat in dieser Situation das Recht auf Selbstverteidigung.\u00ab<\/p>\n<p>Irans Au\u00dfenminister Mohammed Javad Zarif kritisierte hingegen Israel. Die \u00bbkriminellen Handlungen\u00ab Israels h\u00e4tten die Lage in der Region deutlich verschlechtert, sagte Zarif in Damaskus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bild vergr\u00f6\u00dfern Nachthimmel \u00fcber Aschkelon: Die israelische Verteidigungsanlage Iron Dome f\u00e4ngt Raketen ab Foto:\u2002AMIR COHEN \/ REUTERS Die Hamas hat den Tod mehrerer Anf\u00fchrer im Gazastreifen bekannt gegeben. Wie die militante Pal\u00e4stinenserorganisation mitteilte, wurden bei israelischen Angriffen der Chef des bewaffneten Arms der Hamas in Gaza, Bassem Issa, und mehrere weitere ranghohe Milit\u00e4rverantwortliche get\u00f6tet. 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