{"id":7615,"date":"2021-05-04T11:27:22","date_gmt":"2021-05-04T08:27:22","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/corona-in-deutschland-jeder-vierte-kreis-wieder-unter-inzidenz-marke-von-100\/"},"modified":"2021-05-04T11:27:22","modified_gmt":"2021-05-04T08:27:22","slug":"corona-in-deutschland-jeder-vierte-kreis-wieder-unter-inzidenz-marke-von-100","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/corona-in-deutschland-jeder-vierte-kreis-wieder-unter-inzidenz-marke-von-100\/","title":{"rendered":"Corona in Deutschland: Jeder vierte Kreis wieder unter Inzidenz-Marke von 100"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/81a4ad02-cf3b-4c63-bb12-30f581e54fc4_w948_r1.77_fpx54_fpy55.jpg\" title=\"Leere Str\u00e4nde, fallende Zahlen: Ein Strandkorb in Eckernf\u00f6rde in Schleswig-Holstein\" alt=\"Leere Str\u00e4nde, fallende Zahlen: Ein Strandkorb in Eckernf\u00f6rde in Schleswig-Holstein\"\/>        Bild vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p>Leere Str\u00e4nde, fallende Zahlen: Ein Strandkorb in Eckernf\u00f6rde in Schleswig-Holstein<\/p>\n<p>  Foto:\u2002T. Nowack \/ peno foto \/ imago images  <\/figcaption><\/figure>\n<p>Ein Viertel der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger in Deutschland ist mittlerweile geimpft, nun f\u00e4llt auch bundesweit merklich die Zahl der Corona-Neuinfektionen. Jeder vierte Landkreis in Deutschland hat mittlerweile wieder eine Sieben-Tage-Inzidenz von weniger als 100. So liegen aktuell 103 von 412 erfassten Kreisen und kreisfreien St\u00e4dten nach Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) unter dieser politisch gesetzten Marke.<\/p>\n<p>Zum Vergleich: Vor einer Woche waren nur 57 Kreise unter der 100er-Schwelle. Liegt die Sieben-Tage-Inzidenz \u2013 also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche \u2013 an drei aufeinanderfolgenden Tagen \u00fcber 100, greift die sogenannte Bundes-Notbremse. Damit gelten automatisch strengere Regeln wie Ausgangsbeschr\u00e4nkungen.<\/p>\n<p>Bund und L\u00e4nder hatten sich auf die Notbremse geeinigt, um bundeseinheitliche Regeln bei hohen Inzidenzen einzuf\u00fchren. Zuvor hatten sich einzelne Ministerpr\u00e4sidenten \u00fcber Absprachen der Bund-L\u00e4nder-Runde hinweggesetzt. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte nach der Einigung die Hoffnung ge\u00e4u\u00dfert, dass viele Landkreise proaktiv geeignete Ma\u00dfnahmen zur Eind\u00e4mmung des Coronavirus aufstellen, um nicht die 100er-Schwelle zu passieren. Oder diese rasch wieder zu unterschreiten.<\/p>\n<h3>Regionale Inzidenzen von 32 bis 557<\/h3>\n<p>Die Infektionslage ist in den L\u00e4ndern allerdings immer noch recht unterschiedlich. So gab das RKI die Inzidenz in Schleswig-Holstein am Dienstag mit 57 an. Auch Hamburg und Niedersachsen lagen unter der Marke von 100. Th\u00fcringen mit einer Inzidenz von 217 und Sachsen mit einem Wert von 204 liegen hingegen deutlich dr\u00fcber. Auf Kreisebene sieht es in Flensburg (32) besonders gut aus, der Saale-Orla-Kreis in Th\u00fcringen weist bundesweit mit 557 Infizierten auf 100.000 Einwohner die h\u00f6chste Inzidenz auf.<\/p>\n<p>Bundesweit betrachtet weisen dennoch mehrere Kennzahlen zum Infektionsgeschehen in Richtung Entspannung:<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Die Gesundheits\u00e4mter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 7534 Corona-Neuinfektionen. Am Dienstag vor einer Woche hatte der Wert bei 10.976 gelegen.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz lag bei 141,4 \u2013 und damit deutlich niedriger als noch vor einer Woche mit 167,6.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Auf den Intensivstationen verschlimmerte sich die Lage in den vergangenen Tagen nicht mehr.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Montagabend bei 0,88. Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 88 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend dar\u00fcber, steigen die Fallzahlen.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die optimistisch stimmenden Werte k\u00f6nnen am Verhalten der Menschen liegen, aber auch am Fortschritt beim Impfen. Um deutliche Effekte der Bundes-Notbremse zu sehen, ist es aber wohl noch zu fr\u00fch.<\/p>\n<h3>Amts\u00e4rzte warnen vor Test-Stopp<\/h3>\n<p>Medizinerinnen warnen indes vor zu schnellen Erleichterungen. Mit Bezug auf die Debatte um Lockerungen f\u00fcr bereits Geimpfte sagte Ute Teichert, Vorsitzende des Bundesverbandes der \u00c4rztinnen und \u00c4rzte des \u00d6ffentlichen Gesundheitsdienstes, den Zeitungen der Funke Mediengruppe: \u00bbEs w\u00e4re fatal, wenn Geimpfte und Genesene k\u00fcnftig von allen Testpflichten etwa bei der Einreise ausgenommen w\u00fcrden.\u00ab Sie erkl\u00e4rte: \u00bbOhne umfassende Tests verlieren wir den \u00dcberblick \u00fcber das Infektionsgeschehen \u2013 gerade auch mit Blick auf Virusvarianten.\u00ab<\/p>\n<p>SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach erwartet nach eigenen Worten Mitte oder Ende Mai ein exponentielles Absinken der Corona-Infektionszahlen. Dem \u00bbM\u00fcnchner Merkur\u00ab sagte er: \u00bbDie aktuellen Coronazahlen sind bislang der funktionierenden Notbremse und nicht dem Impfen geschuldet. Das \u00e4ndert sich erst, wenn die Quote der Erstgeimpften zwischen 40 und 60 Prozent liegt.\u00ab Deutschland werde ab der dritten oder vierten Maiwoche so weit sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bild vergr\u00f6\u00dfern Leere Str\u00e4nde, fallende Zahlen: Ein Strandkorb in Eckernf\u00f6rde in Schleswig-Holstein Foto:\u2002T. Nowack \/ peno foto \/ imago images Ein Viertel der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger in Deutschland ist mittlerweile geimpft, nun f\u00e4llt auch bundesweit merklich die Zahl der Corona-Neuinfektionen. Jeder vierte Landkreis in Deutschland hat mittlerweile wieder eine Sieben-Tage-Inzidenz von weniger als 100. 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