{"id":751,"date":"2020-06-27T09:22:29","date_gmt":"2020-06-27T06:22:29","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/facebook-reagiert-auf-werbeboykott-mark-zuckerberg-will-gegen-hassposts-vorgehen\/"},"modified":"2020-06-27T09:22:29","modified_gmt":"2020-06-27T06:22:29","slug":"facebook-reagiert-auf-werbeboykott-mark-zuckerberg-will-gegen-hassposts-vorgehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/facebook-reagiert-auf-werbeboykott-mark-zuckerberg-will-gegen-hassposts-vorgehen\/","title":{"rendered":"Facebook reagiert auf Werbeboykott: Mark Zuckerberg will gegen Hassposts vorgehen"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Das Online-Netzwerk Facebook will sein Vorgehen gegen Hassbotschaften ausweiten und problematische Posts von Politikern k\u00fcnftig markieren. <\/p>\n<p>Facebook-Gr\u00fcnder Mark Zuckerberg k\u00fcndigte am Freitag an, fortan werde eine gr\u00f6\u00dfere Bandbreite von bezahlten Anzeigen &#8211; also auch Wahlwerbung &#8211; untersagt. Derweil beziehen Konzerngiganten wie Coca-Cola und Unilever mit einem Anzeigenboykott in Online-Netzwerken Stellung gegen Rassismus und Hass im Netz.<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Verboten werden laut Zuckerberg Behauptungen, wonach Menschen einer bestimmten &quot;Rasse, Ethnie, nationalen Herkunft, Religion, Kaste, sexuellen Orientierung, Geschlechtsidentit\u00e4t oder eines bestimmten Einwanderungsstatuts eine Bedrohung f\u00fcr k\u00f6rperliche Sicherheit, Gesundheit oder das \u00dcberleben anderer darstellen&quot;. Auch sollten &quot;Einwanderer, Migranten, Fl\u00fcchtlinge und Asylsuchende&quot; vor Anzeigen gesch\u00fctzt werden, die sie als minderwertig oder verachtenswert darstellen.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>\n<p>Facebook will au\u00dferdem in bestimmten F\u00e4llen Botschaften von Politikern markieren, wenn sie gegen die Regeln des Netzwerkes versto\u00dfen, wie Zuckerberg schreibt. &quot;Einige Male pro Jahr lassen wir Inhalte stehen, die ansonsten gegen unsere Regeln versto\u00dfen w\u00fcrden, wenn das \u00f6ffentliche Interesse gr\u00f6\u00dfer ist als das Risiko eines Schadens.&quot;<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das sei beispielsweise bei Politiker-Reden der Fall, die einen Nachrichtenwert h\u00e4tten. K\u00fcnftig solle darauf hingewiesen werden, wenn solche Inhalte gegen die Facebook-Regeln versto\u00dfen. Die Inhalte werden entsprechend markiert, aber nicht entfernt.<\/p>\n<p>Keine Ausnahmen gebe es, wenn Botschaften zu Gewalt oder einer Unterdr\u00fcckung des Wahlrechts f\u00fchren k\u00f6nnten, betonte Zuckerberg. Solche Inhalte w\u00fcrden gel\u00f6scht. Der Facebook-Chef verwies auf den Wahlkampf f\u00fcr die US-Pr\u00e4sidentschaftswahl im November, der besonders &quot;hitzig&quot; werden d\u00fcrfte.<\/p>\n<p>In den vergangenen Wochen haben wiederholt Posts von US-Pr\u00e4sident Donald Trump f\u00fcr Wirbel gesorgt. Der Kurzbotschaftendienst Twitter verbarg zuletzt wiederholt Tweets des Rechtspopulisten hinter einem Warnhinweis wegen &quot;Gewaltverherrlichung&quot; oder &quot;missbr\u00e4uchlichem Verhalten&quot;. Twitter unterzog \u00c4u\u00dferungen des Pr\u00e4sidenten zudem einem Faktencheck.<\/p>\n<p>Facebook dagegen ergriff keine solchen Ma\u00dfnahmen &#8211; und wurde daf\u00fcr viel kritisiert. Eine Reihe von Unternehmen will im Wahljahr keine Wahlwerbung mehr bei Facebook schalten. Der britisch-niederl\u00e4ndische Konsumg\u00fcterriese Unilever k\u00fcndigte am Freitag an, wegen der &quot;polarisierten&quot; Wahlkampf-Atmosph\u00e4re ab sofort bis zum Jahresende in den USA keine Werbung mehr auf Facebook, Instagram und Twitter schalten zu wollen.<\/p>\n<p>Immer mehr Firmen sehen von Anzeigen bei Facebook ab, weil der Internetriese aus ihrer Sicht zu wenig gegen Hasskommentare und Aufrufe zur Gewalt unternimmt. Am Donnerstag k\u00fcndigte der US-Telekommunikationskonzern Verizon an, dass er seine Werbung auf Facebook aussetze. Die Sportartikelhersteller Patagonia und The North Face folgten. Vorausgegangen war ein Boykottaufruf der Organisation Anti-Defamation League im Rahmen einer Kampagne unter dem Motto &quot;Stoppt den Hass aus Profit&quot;.<\/p>\n<p>Als Zeichen gegen Rassismus setzt Coca-Cola f\u00fcr mindestens 30 Tage jegliche Werbung in allen Online-Netzwerken aus. &quot;Es gibt keinen Platz f\u00fcr Rassismus in der Welt und es gibt keinen Platz f\u00fcr Rassismus in den sozialen Netzwerken&quot;, teilte Konzernchef James Quincey mit. Online-Netzwerke sollten mehr &quot;Transparenz und Verantwortung&quot; an den Tag legen, forderte er. Seine Entscheidung habe aber nichts mit der Kampagne der Anti-Defamation League zu tun.<\/p>\n<p>In der Zwischenzeit werde Coca-Cola seine Werbestrategie \u00fcberpr\u00fcfen und &quot;schauen, ob Korrekturen n\u00f6tig sind&quot;, erkl\u00e4rte er. Coca-Cola ist eine der bekanntesten Marken der Welt und gibt enorme Summen f\u00fcr Werbung aus.<\/p>\n<p>In den USA finden am 3. November Pr\u00e4sidentschaftswahlen statt. Die Anh\u00e4nger von Amtsinhaber Donald Trump und seine Gegner stehen sich vielfach unvers\u00f6hnlich gegen\u00fcber. Die tiefe Spaltung der US-Gesellschaft wurde auch im Zuge der j\u00fcngsten landesweiten Proteste gegen Rassismus deutlich.<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Online-Netzwerk Facebook will sein Vorgehen gegen Hassbotschaften ausweiten und problematische Posts von Politikern k\u00fcnftig markieren. 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