{"id":7051,"date":"2021-04-09T08:39:12","date_gmt":"2021-04-09T05:39:12","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-corona-stephan-weil-markus-soder-armin-laschet-cdu-csu-kanzlerkandidatur\/"},"modified":"2021-04-09T08:39:12","modified_gmt":"2021-04-09T05:39:12","slug":"news-corona-stephan-weil-markus-soder-armin-laschet-cdu-csu-kanzlerkandidatur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-corona-stephan-weil-markus-soder-armin-laschet-cdu-csu-kanzlerkandidatur\/","title":{"rendered":"News: Corona, Stephan Weil, Markus S\u00f6der, Armin Laschet, CDU, CSU, Kanzlerkandidatur"},"content":{"rendered":"<h3>Entspannter regieren<\/h3>\n<p class=\"caps\">Fragten wir uns gestern noch, was die <strong>Ministerpr\u00e4sidentenkonferenz<\/strong> am Montag wohl alles beschlie\u00dfen und dann vergessen k\u00f6nnte, fragen wir uns heute, ob die Ministerpr\u00e4sidentenkonferenz am Montag \u00fcberhaupt stattfinden wird. Die Nachrichtenlage ist un\u00fcbersichtlich \u2013 der Termin stehe auf der Kippe, hei\u00dft es. \u00bbWir haben keinen Bedarf f\u00fcr neue Instrumente\u00ab, sagte <strong>Malu Dreyer<\/strong>, Ministerpr\u00e4sidentin von Rheinland-Pfalz. Wozu also neue Beschl\u00fcsse treffen?<\/p>\n<p>So sieht es auch ihr SPD-Kollege <strong>Stephan Weil<\/strong>, Ministerpr\u00e4sident von Niedersachsen, der einen <strong>bundesweiten Lockdown f\u00fcr \u00bbkurzatmigen Aktionismus\u00ab<\/strong> h\u00e4lt. Schlie\u00dflich sei doch die Lage <strong>in den Krankenh\u00e4usern seines Bundeslandes \u00bbentspannt\u00ab<\/strong>. Ob die knapp 300 Patienten auf den Intensivstationen von Niedersachsen (ein Rekordwert) und vor allem die sie betreuenden \u00c4rztinnen und \u00c4rzte plus Pflegepersonal sich wohl auch so entspannt f\u00fchlen? Glaub man dem Leiter des Intensivregisters, <strong>Christian Karagiannidis<\/strong>, den meine Kollegin Katherine Rydlink interviewt hat, f\u00fchlen sie sich eher verzweifelt. Vielleicht liegt die \u00bbentspannte\u00ab Lage auch daran, dass \u00fcber das Osterwochenende die meisten beh\u00f6rdlichen Faxger\u00e4te in Niedersachsen abgeschaltet waren?<\/p>\n<p>Wie ernst die Lage wirklich ist, werden<strong> Jens Spahn<\/strong> und RKI-Chef <strong>Lothar Wieler<\/strong> heute in ihrer w\u00f6chentlichen Pressekonferenz berichten \u2013 ihr Auftritt wird langsam zu einem Ritual, ohne das kein Hauptstadtjournalist mehr guten Gewissens ins Wochenende starten kann. Wielers Institut meldet <strong>heute bundesweit 25.464 Corona-Neuinfektionen, an einem Tag<\/strong>. Wer das entspannt findet, muss in einem Paralleluniversum leben.<\/p>\n<p>Wir erleben gerade eine frustrierende, be\u00e4ngstigende H\u00e4ngepartie in dieser Coronakrise, in der es eigentlich dringend n\u00f6tig w\u00e4re, dass alle an einem Strang ziehen. Stattdessen werfen manche politische Akteure ihre unausgegorenen Ideen in den Raum, andere sehen der Lage einfach schweigend zu, wieder andere verharmlosen den Ernst der dritten Welle. Eine Gruppe von Parlamentariern der Union um <strong>Norbert R\u00f6ttgen<\/strong>, <strong>Yvonne Magwas<\/strong> und <strong>Johann Wadephul<\/strong> bem\u00fcht sich um eine Bundestagsinitiative zur Reform des Infektionsschutzgesetzes, sie wollen dem Bund die Kompetenz geben, Corona-Ma\u00dfnahmen selbst zu verh\u00e4ngen. Bei einem Profi wie R\u00f6ttgen darf man davon ausgehen, dass er das N\u00fctzliche (= ein effektives Infektionsschutzgesetz) stets auch mit dem f\u00fcr ihn Angenehmen (= Medien\u00f6ffentlichkeit) zu verbinden wei\u00df. Trotzdem: Er und seine 52 Mitstreiter sind derzeit jedenfalls auf Bundesebene die einzigen, die konkrete Versuche unternehmen, die Lage zu verbessern.<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Mehr Bundeskompetenz in der Pandemie: 52 Unionsabgeordnete unterst\u00fctzen \u00c4nderung des Infektionsschutzgesetzes<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Entspannter kandidieren<\/h3>\n<p>Die Unt\u00e4tigkeit der Politik liegt vielleicht auch daran, dass jedenfalls der Unionsteil der L\u00e4nderregierungen voll besch\u00e4ftigt ist mit der Frage, wer denn nun <strong>Unions-Kanzlerkandidat<\/strong> werden soll. CSU-Chef <strong>Markus S\u00f6der<\/strong> hat im Interview mit meinen Kollegen <strong>Anna Clau\u00df<\/strong>, <strong>Christoph Hickmann <\/strong>und <strong>Veit Medick<\/strong> noch einmal erl\u00e4utert, warum er der Bessere w\u00e4re. Nicht w\u00f6rtlich, nat\u00fcrlich. Aber wenn jemand, der <strong>seit Monaten in den Umfragen vor seinem Konkurrenten liegt<\/strong>, die Bedingung aufstellt, dass ein Kanzlerkandidat \u00bbnicht nur von der Partei, sondern auch in der breiten Bev\u00f6lkerung akzeptiert\u00ab wird, kommt das wohl auf dasselbe raus. Und jemand, der verk\u00fcndet: \u00bbWir brauchen eine klare F\u00fchrungsidee. F\u00fcr Deutschland und f\u00fcr Europa\u00ab, der hat nicht vor, im Wahlkampf jemand anderem Platz zu machen, um diesen F\u00fchrungsanspruch zu verk\u00f6rpern.<\/p>\n<p>Kurzzeitig gab es gestern Aufregung in unserer virtuellen Redaktion (wir sitzen ja alle im Homeoffice), als das Ger\u00fccht die Runde machte, <strong>Armin Laschet<\/strong> k\u00f6nnte schon an diesem Wochenende, wom\u00f6glich am Tag vor der Klausur des Bundestags-Fraktionsvorstands am Sonntag<strong> auf eine Entscheidung dr\u00e4ngen<\/strong>. Aber ach, hier ist es wie mit der Ministerpr\u00e4sidentenkonferenz: Die Nachrichtenlage ist un\u00fcbersichtlich, die einen sagen so, die anderen so.<\/p>\n<p>Es scheint aber zunehmend so, als lie\u00dfe sich die <strong>K-Frage bei der Union<\/strong> nicht mehr nur in einem Zweier-Gespr\u00e4ch beim Fr\u00fchst\u00fcck l\u00f6sen. Das formale Argument, dass Laschet als Chef der gr\u00f6\u00dferen Schwesterpartei CDU nur beherzt zugreifen m\u00fcsse, dann werde S\u00f6der schon zur\u00fcckstecken, scheint nicht mehr uneingeschr\u00e4nkt zu gelten. Der Bayer hat in einer Weise <strong>an St\u00e4rke und Selbstbewusstsein gewonnen<\/strong>, dass wom\u00f6glich Laschet allein mit einem \u00bbIch mach\u00b4s!\u00ab und einem mittelheftigen Fu\u00dfaufstampfen nicht gewinnen wird. Aber wie findet die Union dann eine L\u00f6sung? Durch M\u00fcnzwurf?<\/p>\n<p>Wer h\u00e4tte einmal gedacht, dass CDU und CSU im Kandidatenchaos versinken w\u00fcrden, w\u00e4hrend ausgerechnet die<strong> Gr\u00fcnen <\/strong>ganz altmodisch einen Termin (19. April) f\u00fcr die Bekanntgabe ihres oder ihrer Kanzlerkandidatin anmelden, und bis dahin schweigen? Was ist da los? <strong>Robert Habeck<\/strong> h\u00e4lt morgen zwei Reden, eine auf dem Landesparteitag in NRW, eine auf einem gr\u00fcnen Klimakongress, aber es macht gar keinen Spa\u00df, zu spekulieren, ob <strong>Annalena Baerbock<\/strong> dann auch irgendwo zwei Reden halten wird, und wenn nein, was das bedeutet. Mann, Gr\u00fcne, so geht das nicht!<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>CSU-Chef Markus S\u00f6der und die Kanzlerkandidatur: \u00bbDie Union muss sexy und solide zugleich sein\u00ab<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Entspannter diskriminieren<\/h3>\n<p>Die Seelenruhe von <strong>Stephan Weil<\/strong> w\u00fcrde man <strong>Jasmina Kuhnke<\/strong> und ihrer Familie w\u00fcnschen. Die Comedy-Autorin, die auf Twitter eine Gefolgschaft von mehr als 80.000 Menschen hat, ist bekannt f\u00fcr ihre meinungsstarken <strong>Tweets gegen Rassismus und f\u00fcr Antifaschismus<\/strong>. Nun berichtete Kuhnke meinen Kollegen <strong>Maik Baumg\u00e4rtner<\/strong>, <strong>Roman H\u00f6fner<\/strong> und <strong>Ann-Katrin M\u00fcller<\/strong>, wie rechte Trolle ihre Privatadresse \u00f6ffentlich machten und sie terrorisierten, ob mit \u00bbScherzen\u00ab wie <strong>unerw\u00fcnschten Pizza-Bestellungen oder rassistischen Postkarten<\/strong>. \u00bbIch kann gar nicht mehr z\u00e4hlen, wie oft es an unserer T\u00fcr geklingelt hat\u00ab, erz\u00e4hlt die Mutter mehrere Kinder der Redaktion \u00bbMonitor\u00ab, die ebenfalls \u00fcber ihre Situation berichtete. \u00bbWir haben die Rolll\u00e4den runtergelassen, haben versucht, ruhig zu bleiben.\u00ab<\/p>\n<p>Das SPIEGEL-Team schildert nicht nur die Bedrohung von Kuhnke, die Kollegen recherchierten auch, wie sich der rechte Mob organisierte, welche treibenden Kr\u00e4fte hinter den Angriffen stehen, und wie ahnungs- und hilflos die Sicherheitsbeh\u00f6rden mit dem Thema umgingen. Schutzma\u00dfnahmen unternahm die Polizei offenbar nicht.<\/p>\n<p>Auf dem Papier der Gesetzb\u00fccher sollte es eigentlich m\u00f6glich sein, <strong>Hetze, Drohungen und Beleidigungen<\/strong> effektiver zu verfolgen. Doch in der Praxis seien die Beh\u00f6rden h\u00e4ufig noch \u00fcberfordert mit Angriffen im Netz, schreiben meine Kolleginnen und Kollegen. <strong>Die Verletzungen der Opfer im virtuellen Raum sind zwar nicht sichtbar, aber trotzdem nicht weniger schmerzhaft.<\/strong><\/p>\n<p>Der Kontrollverlust im Netz trifft nicht nur Privatleute wie Jasmina Kuhnke. Im Superwahljahr 2021 ist auch unsere freie Meinungsbildung st\u00e4rker denn je durch Desinformation gef\u00e4hrdet. Auch das haben Ann-Katrin M\u00fcller und Maik Baumg\u00e4rtner in einem gro\u00dfen Beitrag f\u00fcr unser neues Heft recherchiert. Sie haben daf\u00fcr auch den ehemaligen Nato-Generalsekret\u00e4r Anders Fogh Rasmussen interviewt, der warnt: \u00bbIn Deutschland wurden in den letzten sechs Jahren mehr Falschnachrichten aus Russland verbreitet als in Frankreich, Italien und Spanien zusammen.\u00ab<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Hasskriminalit\u00e4t: \u00bbMeine Familie und ich sind ungesch\u00fctzt\u00ab<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Gewinner des Tages\u2026<\/h3>\n<p>\u2026sind die <strong>Eltern dieses Landes<\/strong>. Ihnen hat mein Kollege <strong>Jens Rad\u00fc<\/strong> in seiner heutigen Kolumne ein kleines Denkmal gesetzt. Danke f\u00fcr nichts, denken Sie jetzt vielleicht als gestresste Mutter oder Vater \u2013 aber wir vom SPIEGEL sind ja nicht die Bundesregierung, wir k\u00f6nnen kein Geld verteilen, nur Lob. Der Kollege Rad\u00fc dankt f\u00fcr Euren Einsatz an der Heimatfront der Coronakrise, wo Sie tagt\u00e4glich \u00bbPapierkrieg, Wochen-Schlachtpl\u00e4ne, Scharm\u00fctzel im Klassen-Call-In und die totale Kapitulation der digitalen Lern-Infrastruktur\u00ab meistern.<\/p>\n<p>Eltern seien der<strong> \u00bbBauschaum\u00ab dieser Krise<\/strong>, dichtete Rad\u00fc sehr treffend \u2013 <strong>h\u00e4lt alles zusammen, aber war eigentlich nie dazu gedacht, ein ganzes Haus zu bauen<\/strong>.<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Windeln, W\u00e4sche, Videocalls: Warum Deutschland ohne Eltern am Ende w\u00e4re<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Die j\u00fcngsten Meldungen aus der Nacht<\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>Ein Toter und mehrere Verletzte nach Sch\u00fcssen in Texas: <\/strong>Bei einem Angriff in der US-Stadt Bryan sind mehrere Menschen verletzt worden, einer davon t\u00f6dlich. W\u00e4hrend Pr\u00e4sident Biden f\u00fcr eine Versch\u00e4rfung des Waffenrechts pl\u00e4diert, wird es im Bundesstaat Tennessee derweil gelockert<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Italiens Ministerpr\u00e4sident Draghi bezeichnet Erdo\u011fan als \u00bbDiktator\u00ab: <\/strong>Das \u00bbSofaGate\u00ab um den Besuch der Kommissionspr\u00e4sidentin von der Leyen in Ankara erhitzt die Gem\u00fcter. Nun \u00e4u\u00dferte sich Italiens Regierungschef Draghi mit drastischen Worten \u2013 und sorgte f\u00fcr einen Aufschrei in der T\u00fcrkei<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Golfstar McIlroy trifft mit einem Schlag seinen Vater: <\/strong>Beim diesj\u00e4hrigen Masters in Augusta will Rory McIlroy endlich den Karriere-Grand-Slam erreichen. Der Start ging aber gr\u00fcndlich daneben. Am Ende lag er vier \u00fcber Par, zudem traf er mit einem Schlag seinen Vater<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Die SPIEGEL+-Empfehlungen f\u00fcr heute<\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p>Myanmaren in China: Den Putsch vor Augen, Peking im Nacken<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Zeitzeugen \u00fcber den deutschen Kolonialismus: \u00bbDie Wei\u00dfen waren Monster\u00ab<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Soul-Shootingstar Celeste: \u00bbMir ging durch den Kopf: ich muss sie mit meiner Stimme beruhigen\u00ab<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ich w\u00fcnsche Ihnen einen guten Start in den Tag.<\/p>\n<p><em>Ihre Melanie Amann<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Entspannter regieren Fragten wir uns gestern noch, was die Ministerpr\u00e4sidentenkonferenz am Montag wohl alles beschlie\u00dfen und dann vergessen k\u00f6nnte, fragen wir uns heute, ob die Ministerpr\u00e4sidentenkonferenz am Montag \u00fcberhaupt stattfinden<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-7051","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7051","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7051"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7051\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7051"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7051"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7051"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}