{"id":6970,"date":"2021-04-05T15:38:01","date_gmt":"2021-04-05T12:38:01","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/corona-virus-jens-spahn-uber-kampf-gegen-pandemie-impfen-verhindert-nicht-die-dritte-welle\/"},"modified":"2021-04-05T15:38:01","modified_gmt":"2021-04-05T12:38:01","slug":"corona-virus-jens-spahn-uber-kampf-gegen-pandemie-impfen-verhindert-nicht-die-dritte-welle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/corona-virus-jens-spahn-uber-kampf-gegen-pandemie-impfen-verhindert-nicht-die-dritte-welle\/","title":{"rendered":"Corona-Virus: Jens Spahn \u00fcber Kampf gegen Pandemie &#8211; \u00bbImpfen verhindert nicht die dritte Welle\u00ab"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/107461e3-5169-49e0-89cf-8aa1e55819be_w948_r1.77_fpx32_fpy15.jpg\" title=\"Jens Spahn beim Besuch des Impfzentrums in der Berliner Messe\" alt=\"Jens Spahn beim Besuch des Impfzentrums in der Berliner Messe\"\/>        Bild vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p>Jens Spahn beim Besuch des Impfzentrums in der Berliner Messe<\/p>\n<p>  Foto:\u2002Michael Kappeler \/ dpa  <\/figcaption><\/figure>\n<p>Mit eindringlichen Worten hat sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Ostermontag zur Lage in der Pandemie ge\u00e4u\u00dfert: \u00bbImpfen verhindert nicht die dritte Welle, die dritte Welle w\u00e4chst\u00ab, sagte der CDU-Politiker in Berlin. Am Montag besuchte er das Impfzentrum in der Berliner Messe und dankte zusammen mit der Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) den Helfern aller Impfzentren in Deutschland, die \u00fcber die Feiertage weitgehend gearbeitet haben, wie der \u00bbTagesspiegel\u00ab berichtet.<\/p>\n<p>Spahn bezeichnete die Situation auf den Intensivstationen und in den Kliniken angesichts steigender Auslastung als besorgniserregend. Laut Register der Vereinigung der Intensivmediziner stieg die Zahl der Infizierten, die auf Intensivstationen behandelt werden, \u00fcber das Osterwochenende auf mehr als 4000. Davon wurde mehr als die H\u00e4lfte (rund 55 Prozent) invasiv beatmet.<\/p>\n<p>\u00bbWir m\u00fcssen diese dritte Welle miteinander brechen und Kontakte reduzieren\u00ab, sagte Spahn. \u00bbVor allem im privaten Bereich, in den Schulen, auf Arbeit, wo es eben geht.\u00ab Dass Kontaktbeschr\u00e4nkungen weiter notwendig seien, zeigten L\u00e4nder wie Chile, Gro\u00dfbritannien oder die USA, in denen bereits ein gr\u00f6\u00dferer Teil der Bev\u00f6lkerung geimpft wurde. Der Minister appellierte an die L\u00e4nder, \u00bbdort, wo eine Inzidenz von \u00fcber 100 ist, die vereinbarte Notbremse konsequent umzusetzen, um die Zahlen runterzubringen\u00ab.<\/p>\n<p>Er forderte zudem erneut Erleichterungen f\u00fcr bereits vollst\u00e4ndig geimpfte Menschen, um sie so behandeln zu k\u00f6nnen wie negativ getestete. Abstandsregeln, Hygiene oder medizinische Schutzmasken seien f\u00fcr beide Gruppen weiterhin notwendig.<\/p>\n<p>Bis Ende April sollen laut Spahn 20 Prozent der Bev\u00f6lkerung in Deutschland eine erste Impfdosis erhalten haben. Im ersten Quartal seien aufgrund der Impfstoffknappheit lediglich etwa zehn Prozent der Deutschen gegen das Coronavirus geimpft worden, \u00bbwir werden die n\u00e4chsten zehn Prozent jetzt in einem Monat schaffen k\u00f6nnen\u00ab. Neben den Impfzentren w\u00fcrden dabei auch zunehmend die Arztpraxen eine Rolle spielen.<\/p>\n<p>Berlins Gesundheitssenatorin Kalayci sagte beim Termin mit Spahn, dass auch die neuen Angebote mit dem Impfstoff von AstraZeneca an \u00fcber 60-J\u00e4hrige \u00bbsehr gut angenommen\u00ab w\u00fcrden. Allerdings seien auch noch Termine daf\u00fcr verf\u00fcgbar.<\/p>\n<p>Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat sich unterdessen f\u00fcr einen Kurswechsel bei der Corona-Impfstrategie ausgesprochen: Deutschland solle sich vorerst darauf konzentrieren, so vielen Menschen wie m\u00f6glich eine Erstimpfung zu erm\u00f6glichen. W\u00fcrde der Abstand zur Zweitimpfung bei den mRNA-Impfstoffen von Biontech und Moderna von sechs auf zw\u00f6lf Wochen verl\u00e4ngert, k\u00f6nnten bis Juli \u00fcber 60 Millionen Menschen in Deutschland erstgeimpft und somit gegen schwere Krankheitsverl\u00e4ufe gesch\u00fctzt sein, sagte Lauterbach der \u00bbAugsburger Allgemeinen\u00ab (Dienstagsausgabe). \u00bbWenn wir jetzt unsere Strategie wechseln und auf m\u00f6glichst viele Erstimpfungen ausrichten, wird kein vierter Lockdown mehr n\u00f6tig sein.\u00ab<\/p>\n<p>Lauterbach verwies auf Erfahrungen aus Gro\u00dfbritannien sowie Modellrechnungen unter seiner Beteiligung, wonach so \u00bbweit \u00fcber 10.000\u00ab Todesf\u00e4lle verhindert werden k\u00f6nnten: \u00bbStudienergebnisse aus Australien weisen darauf hin, dass der Schutz der mRNA-Impfstoffe auch zwischen der sechsten und der zw\u00f6lften Woche nach der Impfung so stark ausgepr\u00e4gt ist, dass bei einer Coronainfektion das Risiko schwerer Verl\u00e4ufe mit Klinikaufenthalten oder t\u00f6dlichem Ausgang extrem gering ist.\u00ab<\/p>\n<p>Carsten Watzl, Generalsekret\u00e4r der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Immunologie, unterst\u00fctzte den Vorschlag und forderte, keine Dosen f\u00fcr Zweitimpfungen mehr zur\u00fcckzulegen. \u00bbWir haben derzeit \u00fcber 1,2 Millionen Dosen Biontech und eine halbe Million von Moderna auf Lager in den Gefrierschr\u00e4nken liegen\u00ab, sagte Watzl der \u00bbAugsburger Allgemeinen\u00ab. \u00bbWir m\u00fcssen jetzt aber pragmatisch sein und alles verimpfen, was geliefert wird.\u00ab M\u00f6glicherweise lasse der Schutz zwischen Woche sechs und zw\u00f6lf etwas nach, doch \u00bbselbst wenn der Impfabstand etwas l\u00e4nger als sechs Wochen ist, retten wir dadurch m\u00f6glicherweise mehr Menschenleben als wir schwere Erkrankungen riskieren\u00ab.<\/p>\n<p>Als Abstand zwischen den beiden n\u00f6tigen Impfungen hatte die St\u00e4ndige Impfkommission (Stiko) am Robert Koch-Institut zun\u00e4chst f\u00fcr das Biontech\/Pfizer-Mittel drei bis sechs Wochen empfohlen, f\u00fcr den Moderna-Impfstoff vier bis sechs Wochen. In einem Beschlussentwurf vom 1. April zur Aktualisierung der Empfehlungen hei\u00dft es nun: \u00bbDie Gabe der zweiten Impfstoffdosis soll f\u00fcr die mRNA-Impfstoffe nach sechs Wochen und f\u00fcr den AstraZeneca-Impfstoff nach zw\u00f6lf Wochen erfolgen, da dadurch sowohl eine sehr gute individuelle Schutzwirkung als auch ein gr\u00f6\u00dferer Effekt der Impfung auf Bev\u00f6lkerungsebene zu erzielen ist.\u00ab<\/p>\n<h3>M\u00fcnchen will lockern<\/h3>\n<p>M\u00fcnchen wiederum blickt etwas entspannter auf die Lage und will die versch\u00e4rften Ma\u00dfnahmen lockern, weil von Karsamstag bis Ostermontag der Inzidenzwert drei Tage lang unter 100 lag. Die n\u00e4chtliche Ausgangssperre entf\u00e4llt dann, und Gesch\u00e4fte, Museen sowie der Tierpark d\u00fcrfen wieder \u00f6ffnen. Das Robert Koch-Institut weist allerdings darauf hin, dass die Gesundheits\u00e4mter an Feiertagen Infektionszahlen unter Umst\u00e4nden zeitverz\u00f6gert melden und sich zudem m\u00f6glicherweise weniger Menschen testen lassen.<\/p>\n<p>Bayernweit steigen die Neuinfektionen zudem seit einiger Zeit wieder deutlich an. Ein Gro\u00dfteil der Landkreise und kreisfreien St\u00e4dte im Freistaat hat den Inzidenzwert von 100 \u00fcberschritten. Spitzenreiter war am Montag die Stadt Hof mit 469,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen einer Woche.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bild vergr\u00f6\u00dfern Jens Spahn beim Besuch des Impfzentrums in der Berliner Messe Foto:\u2002Michael Kappeler \/ dpa Mit eindringlichen Worten hat sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Ostermontag zur Lage in der Pandemie ge\u00e4u\u00dfert: \u00bbImpfen verhindert nicht die dritte Welle, die dritte Welle w\u00e4chst\u00ab, sagte der CDU-Politiker in Berlin. 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