{"id":680,"date":"2020-06-24T16:25:44","date_gmt":"2020-06-24T13:25:44","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/iwf-erwartet-fur-weltwirtschaft-krise-wie-keine-zweite\/"},"modified":"2020-06-24T16:25:44","modified_gmt":"2020-06-24T13:25:44","slug":"iwf-erwartet-fur-weltwirtschaft-krise-wie-keine-zweite","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/iwf-erwartet-fur-weltwirtschaft-krise-wie-keine-zweite\/","title":{"rendered":"IWF erwartet f\u00fcr Weltwirtschaft &#8220;Krise wie keine zweite&#8221; \u00a0"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/45da8ce9-5b33-4408-8929-da717348601a_w948_r1.77_fpx33.33_fpy49.99.jpg\" title=\"Passant vor Protestplakaten gegen Niedrigl\u00f6hne in Buenos Aires: Ein &quot;katastrophaler Schlag&quot; f\u00fcr den Arbeitsmarkt\" alt=\"Passant vor Protestplakaten gegen Niedrigl\u00f6hne in Buenos Aires: Ein &quot;katastrophaler Schlag&quot; f\u00fcr den Arbeitsmarkt\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p class=\"caps\">Passant vor Protestplakaten gegen Niedrigl\u00f6hne in Buenos Aires: Ein &quot;katastrophaler Schlag&quot; f\u00fcr den Arbeitsmarkt<\/p>\n<p> Juan Ignacio Roncoroni\/EPA-EFE\/Shutterstock <\/figcaption><\/figure>\n<p>Zweimal im Jahr ver\u00f6ffentlicht der Internationale W\u00e4hrungsfonds (IWF) eine globale Konjunkturprognose, den World Economic Outlook. Die vorige Ausgabe im April stand im Zeichen des Kampfes gegen die Corona-Pandemie, ihr Titel lautete: &quot;Der gro\u00dfe Lockdown&quot;. Mittlerweile werden die wirtschaftlichen Folgen dieses Kampfes klarer, weshalb der IWF nun eine Aktualisierung ver\u00f6ffentlicht. Ihr Titel klingt dramatisch: &quot;Eine Krise wie keine zweite, eine ungewisse Erholung&quot;.<\/p>\n<p>Wie in Deutschland zuletzt die Wirtschaftsweisen korrigieren nun auch die \u00d6konomen in Washington ihre Vorhersage deutlich nach unten. Weltweit d\u00fcrfte die Wirtschaft demnach in diesem Jahr um 4,9 Prozent einbrechen. Im April war der IWF noch von einem Minus von 3 Prozent ausgegangen &#8211; und hatte schon diese Entwicklung als &quot;viel schlimmer&quot; bewertet als die Finanzkrise ab 2007.  <\/p>\n<p>Erstmals sagt der Fonds nun eine schrumpfende Wirtschaftsleistung in allen Weltregionen voraus. Allerdings unterscheiden sich die Auswirkungen je nach Land erheblich. Industriestaaten erwartet laut dem <strong>Basisszenario<\/strong> in diesem Jahr ein Minus von durchschnittlich 8,0 Prozent. In Italien, Spanien und Frankreich f\u00e4llt der Einbruch mit jeweils fast 13 Prozent besonders drastisch aus. Das ebenfalls stark von Corona betroffene Gro\u00dfbritannien erwarte ein Minus von 10,2 Prozent. Deutschland sagen die Experten einen Einbruch von 7,8 Prozent vorher.<\/p>\n<p>In Entwicklungs- und Schwellenl\u00e4ndern f\u00e4llt das Minus mit 3,0 Prozent geringer aus. Allerdings verbergen sich auch hinter diesem Durchschnitt erhebliche Ausrei\u00dfer, etwa in Brasilien (-9,1) und Mexiko (-10,5). Der IWF warnt zudem, wie zuvor auch schon die Uno, vor steigender Armut infolge von Corona.<\/p>\n<p>Die Pandemie bedeute einen &quot;katastrophalen Schlag f\u00fcr den globalen Arbeitsmarkt&quot;, hei\u00dft es im Report. Besonders davon betroffen seien geringqualifizierte Arbeiter, die nicht von zu Hause aus arbeiten k\u00f6nnen. Die Auswirkungen auf Niedrigverdienerhaushalte gef\u00e4hrdeten den &quot;erheblichen Fortschritt bei der Bek\u00e4mpfung extremer Armut in der Welt seit den neunziger Jahren&quot;.<\/p>\n<p>Die Prognose ist laut IWF noch st\u00e4rker als sonst mit Unsicherheiten behaftet. Schlie\u00dflich ist bislang unklar, in welchem Umfang es zu weiteren Wellen der Infektion kommen k\u00f6nnte. Sollte es Anfang 2021 einen zweiten Ausbruch geben, w\u00e4ren die Auswirkungen laut einem <strong>Alternativszenario<\/strong> des IWF ungef\u00e4hr halb so gro\u00df wie im laufenden Jahr. Dahinter steht die Annahme, dass die Zahl der potenziell betroffenen Menschen dann geringer w\u00e4re und deren Schutz aufgrund der bisherigen Erfahrungen besser gew\u00e4hrleistet werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<h3>Wird nicht alles schlechter<\/h3>\n<p>Auch mit Blick auf eine m\u00f6gliche zweite Welle fordert der IWF eine verst\u00e4rkte internationale Zusammenarbeit: &quot;Die Weltgemeinschaft muss nun handeln, um eine Wiederholung dieser Katastrophe zu verhindern, indem sie globale Vorr\u00e4te an wichtigen Vorr\u00e4ten und Schutzausr\u00fcstung anlegt, Forschung finanziert und \u00f6ffentliche Gesundheitssysteme unterst\u00fctzt, und effektive Bedingungen schafft, um Hilfe zu den Bed\u00fcrftigsten zu bringen.&quot; Das Schuldenmoratorium der G20 sei ein wichtiger erster Schritt, um armen L\u00e4ndern im Kampf gegen die Krise zu helfen.<\/p>\n<p>Im kommenden Jahr d\u00fcrfte die Weltwirtschaft laut IWF wieder um 5,4 Prozent wachsen. Die Erholung drohe aber schleppend zu erfolgen. Das liege unter anderem daran, dass eine freiwillige Fortsetzung des Social Distancing noch l\u00e4nger den Konsum einschr\u00e4nken k\u00f6nnte. Gezielte Konjunkturimpulse wie die deutsche Mehrwertsteuersenkung und Lohnsersatzleistungen wie die Kurzarbeit lobt der IWF als &quot;gute, verbreitete Praktiken, um Einkommensverluste abzufedern&quot;.<\/p>\n<p>Neben vielen Risiken sehen die IWF-Forscher auch ein paar Hoffnungsschimmer. So erhole sich die Wirtschaft in China schneller als erwartet. Das Ursprungsland der Pandemie d\u00fcrfte in diesem Jahr der Prognose zufolge immerhin um 1,0 Prozent wachsen. Zudem k\u00f6nne die Pandemie auch zu Produktivit\u00e4tssteigerungen f\u00fchren. Die Liste denkbarer Verbesserungen reiche von &quot;neuen Techniken in der Medizin bis zu allgemein beschleunigter Digitalisierung oder dem Umstieg von fossilen auf erneuerbare Energien&quot;.<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Passant vor Protestplakaten gegen Niedrigl\u00f6hne in Buenos Aires: Ein &quot;katastrophaler Schlag&quot; f\u00fcr den Arbeitsmarkt Juan Ignacio Roncoroni\/EPA-EFE\/Shutterstock Zweimal im Jahr ver\u00f6ffentlicht der Internationale W\u00e4hrungsfonds (IWF) eine globale Konjunkturprognose,<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-680","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/680","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=680"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/680\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=680"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=680"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=680"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}