{"id":678,"date":"2020-06-24T14:12:10","date_gmt":"2020-06-24T11:12:10","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/corona-warn-app-sendet-erstmals-warnung-wegen-kontakten-mit-infizierten\/"},"modified":"2020-06-24T14:12:10","modified_gmt":"2020-06-24T11:12:10","slug":"corona-warn-app-sendet-erstmals-warnung-wegen-kontakten-mit-infizierten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/corona-warn-app-sendet-erstmals-warnung-wegen-kontakten-mit-infizierten\/","title":{"rendered":"Corona-Warn-App sendet erstmals Warnung wegen Kontakten mit Infizierten"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/6d6a04f8-2459-473e-b52d-0b5d156e288a_w948_r1.77_fpx45_fpy59.46.jpg\" title=\"Corona-Warn-App auf einem Smartphone\" alt=\"Corona-Warn-App auf einem Smartphone\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p class=\"caps\">Corona-Warn-App auf einem Smartphone<\/p>\n<p> R\u00fcdiger W\u00f6lk\/ imago images\/R\u00fcdiger W\u00f6lk <\/figcaption><\/figure>\n<p>Gut eine Woche nach Einf\u00fchrung der deutschen Corona-Warn-App hat das Programm erstmals Nutzerinnen und Nutzer alarmiert, die sich in der N\u00e4he von infizierten Personen aufgehalten haben. Zuvor wurden am Dienstag rund zwei Dutzend App-User als infiziert eingetragen, sch\u00e4tzt einer der beteiligten Entwickler.<\/p>\n<p>In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wurden die anonymen Identifikationsnummern dieser Nutzerinnen und Nutzer dann durch die App \u00fcbertragen. Bei denjenigen, die mit ihnen \u00fcber einen gewissen Zeitraum Kontakt hatten, wird heute in der App ein entsprechender Warnhinweis angezeigt.<\/p>\n<p>Dies l\u00e4sst sich nachvollziehen, da einige Daten der App-Schnittstelle f\u00fcr Entwickler einsehbar sind. Hintergr\u00fcnde dazu hat Malte Janduda aus dem Entwicklerteam der Corona-Warn-App auf Twitter erkl\u00e4rt. Die Entwickler k\u00f6nnen aber weder erkennen, wo sich infizierte Personen aufhalten oder mit wem sie Kontakt hatten, noch wer eine Benachrichtigung angezeigt bekommt. Auch wie viele Personen einen Warnhinweis wegen Kontakten zu Infizierten bekommen, l\u00e4sst sich nicht sagen.<\/p>\n<p>Ob ein Risiko durch einen Kontakt mit Infizierten besteht und wie hoch dieses Risiko ist, wird nicht zentral berechnet, sondern lokal auf den Ger\u00e4ten der Nutzer. Bei der Berechnung bezieht die App auch mit ein, wie lange der Kontakt zu Infizierten war, wie viel Abstand zwischen den Personen bestand und wann genau die Infizierten positiv getestet wurden.<\/p>\n<p>Die App kann nur ein grobes Infektionsrisiko anzeigen, daher wird jedem, der eine Warnmeldung angezeigt bekommt, empfohlen, sich testen zu lassen. Eine Pflicht dazu besteht nicht. Doch alle, die einen Hinweis in der Corona-Warn-App erhalten haben, d\u00fcrfen sich testen lassen &#8211; auch ohne Covid-19-Symptome.<\/p>\n<h3>Warum die Warnmeldungen datenschutzfreundlich sind<\/h3>\n<p>Technisch funktioniert der Ablauf hinter diesen Benachrichtigungen folgenderma\u00dfen: Wenn ein App-Nutzer positiv getestet wurde und diesen Status in der App eintr\u00e4gt, wird eine anonyme Identifikationsnummer seines Ger\u00e4tes, ein sogenannter Tagesschl\u00fcssel, an die Server der App gesendet. Diese Tagesschl\u00fcssel werden automatisch in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden von allen Ger\u00e4ten abgerufen, auf denen die App installiert ist.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend gleichen die Ger\u00e4te lokal den Tagesschl\u00fcssel mit einer zweiten zuf\u00e4llig generierten Nummer, den sogenannten Kurzschl\u00fcsseln, ab. Diese werden zwischen den Ger\u00e4ten \u00fcber Bluetooth ausgetauscht, wenn sie sich \u00fcber einen Zeitraum von rund 15 Minuten oder mehr innerhalb von wenigen Metern voneinander aufgehalten haben. Eine Liste dieser Kurzschl\u00fcssel wird nur lokal auf den Ger\u00e4ten der Nutzer gespeichert. Aus den Tagesschl\u00fcsseln l\u00e4sst sich lokal auf den Ger\u00e4ten berechnen, ob er zu Kurzschl\u00fcsseln von Ger\u00e4ten passt, in deren N\u00e4he man sich aufgehalten hat.<\/p>\n<p>Da die Server der App-Betreiber nie die Kurzschl\u00fcssel der Nutzer kennen, k\u00f6nnen sie auch nicht nachvollziehen, wer sich in der N\u00e4he voneinander aufgehalten hat. So bleibt die Privatsph\u00e4re der Nutzer gewahrt, und die Betreiber k\u00f6nnen keine Bewegungsprofile oder Kontaktlisten erstellen.<\/p>\n<p>Ob Nutzende ihren Infiziertenstatus in der App hinterlegen, k\u00f6nnen sie freiwillig entscheiden. Sie m\u00fcssen allerdings nachweisen, dass sie tats\u00e4chlich infiziert sind, in dem sie einen QR-Code eines Testlabors scannen oder eine Tan einer offiziellen Hotline in der App eingeben.<\/p>\n<p><em>Hinweis: In einer vorherigen Version dieses Artikels hie\u00df es, dass rund 300 Leute in der App eine Infektion gemeldet h\u00e4tten. Tats\u00e4chlich betr\u00e4gt die Zahl laut Sch\u00e4tzungen zwischen 20 und 30 Nutzern. Allerdings sind rund 300 sogenannte Tagesschl\u00fcssel in der App hinterlegt worden. Darunter befinden sich aber auch sogenannte Fake-Schl\u00fcssel, die zur zus\u00e4tzlichen Erh\u00f6hung des Datenschutzes erstellt wurden.<\/em><\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Corona-Warn-App auf einem Smartphone R\u00fcdiger W\u00f6lk\/ imago images\/R\u00fcdiger W\u00f6lk Gut eine Woche nach Einf\u00fchrung der deutschen Corona-Warn-App hat das Programm erstmals Nutzerinnen und Nutzer alarmiert, die sich in<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-678","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/678","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=678"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/678\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=678"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=678"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=678"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}