{"id":6661,"date":"2021-03-22T07:36:57","date_gmt":"2021-03-22T04:36:57","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/coronavirus-intensivstationen-starten-auf-sehr-hohem-niveau-in-die-dritte-welle\/"},"modified":"2021-03-22T07:36:57","modified_gmt":"2021-03-22T04:36:57","slug":"coronavirus-intensivstationen-starten-auf-sehr-hohem-niveau-in-die-dritte-welle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/coronavirus-intensivstationen-starten-auf-sehr-hohem-niveau-in-die-dritte-welle\/","title":{"rendered":"Coronavirus: Intensivstationen starten \u00bbauf sehr hohem Niveau\u00ab in die dritte Welle"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/da507793-3eab-420f-a368-410ce3af0770_w948_r1.77_fpx32.14_fpy54.97.jpg\" title=\"Covid-Behandlung auf deutscher Intensivstation (Symbolbild)\" alt=\"Covid-Behandlung auf deutscher Intensivstation (Symbolbild)\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p class=\"caps\">Covid-Behandlung auf deutscher Intensivstation (Symbolbild)<\/p>\n<p>  Foto:\u2002Tobias Wuntke \/ dpa  <\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Zahlen sind besorgniserregend: Nach den ersten vorsichtigen Lockerungen in der Pandemie ist die Anzahl der Corona-Patienten auf Deutschlands Intensivstationen wieder angestiegen. Mit mehr als 3000 belegten Betten liegt die Belastung im Moment erneut so hoch wie zu den Spitzenzeiten in der ersten Welle im Fr\u00fchjahr 2020. Das geht aus dem Register der Deutschen Interdisziplin\u00e4ren Vereinigung f\u00fcr Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) hervor.<\/p>\n<p>\u00bbWir starten jetzt auf den Intensivstationen in die dritte Welle und das auf einem sehr hohem Niveau. Davor hatten wir bereits Ende Februar gewarnt und das bereitet uns gro\u00dfe Sorgen\u00ab, sagte Divi-Pr\u00e4sident Gernot Marx. Nach Divi-Daten wurden am Sonntag 3056 Covid-19-Patienten auf deutschen Intensivstationen behandelt. \u00bbWir erwarten in den n\u00e4chsten Wochen einen rasanten Anstieg der Patienten, da die Welle der Intensivpatienten immer zwei bis drei Wochen der Infektionswelle nachrollt\u00ab, erg\u00e4nzte er. Es lasse sich daher erst f\u00fcr die Zeit ab Mitte April etwas an den Zahlen \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Bei Inzidenzen um die 200 Infektionen in sieben Tagen pro 100.000 Einwohner prognostizieren Notfallmediziner f\u00fcr Anfang Mai rund 5000 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen. Das w\u00e4ren fast so viele wie auf dem H\u00f6hepunkt der zweiten Welle Anfang Januar und k\u00f6nnte viele Kliniken erneut schwer belasten.<\/p>\n<p>\u00bbWir sehen das jetzt schon auf den Intensivstationen, dass sich die Patienten dort \u00e4ndern: Die werden j\u00fcnger\u00ab, sagte Lars Schaade, Vizepr\u00e4sident des Robert Koch-Instituts. Auch Virologen haben wiederholt davor gewarnt, dass das Impfen der \u00e4ltesten Jahrg\u00e4nge allein noch keine Entspannung bringe. Denn schon in der ersten Welle war lediglich etwa ein Viertel der Intensivpatienten \u00fcber 80 Jahre alt. Viele Altenheimbewohner starben in ihren Einrichtungen und kamen gar nicht auf Intensivstationen.<\/p>\n<h3>Aktuelle Zahl ist verkraftbar \u2013 aber andere Bereiche werden leiden<\/h3>\n<p>Doch es gibt auch einen vorsichtig optimistischen Ausblick: Kommt keine neue gef\u00e4hrlichere Mutante hinzu und geht das Impfen weiter gut voran, k\u00f6nnte die Pandemie nach der aktuellen Prognose im August f\u00fcr die Notfall-Stationen der Kliniken so gut wie ausgestanden sein.<\/p>\n<p>Das Robert Koch-Institut z\u00e4hlt 21,6 Millionen Menschen in Deutschland zur Hochrisikogruppe f\u00fcr schwere Covid-19-Verl\u00e4ufe. Als stark erh\u00f6ht wertet das Institut das Risiko bei Menschen, die \u00fcber 65 Jahre alt sind oder bestimmte Vorerkrankungen haben, etwa Diabetes, chronische Nierenleiden oder die schwerste Form von Adipositas.<\/p>\n<p>Die aktuelle Zahl von \u00fcber 3000 gilt f\u00fcr die Divi nicht als magische Grenze, ab der automatisch eine \u00dcberlastung des Systems beginnt. Diese Gr\u00f6\u00dfenordnung sei versorgbar, sagte der wissenschaftliche Leiter des Divi-Intensivregisters, Christian Karagiannidis. \u00bbJe weiter die Zahl steigt, desto mehr m\u00fcssen dann aber andere Bereiche eingeschr\u00e4nkt werden, um die Notfallversorgung noch zu gew\u00e4hrleisten.\u00ab<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Lesen Sie hier ein SPIEGEL-Interview mit Christian Karagiannidis: \u00bbDie Situation kann schnell au\u00dfer Kontrolle geraten\u00ab<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Die st\u00e4ndige \u00dcberlastung des Personals k\u00f6nnte Folgen haben<\/h3>\n<p>Auch f\u00fcr die Klinikteams haben steigende Zahlen Folgen. \u00bbDas ist keine fachliche \u00dcberforderung, sie ist physisch und psychisch\u00ab, sagte Divi-Mitglied Felix Walcher. Die Ersch\u00f6pfung des Personals sei bundesweit zu beobachten: \u00bbEs besteht die gro\u00dfe Sorge, dass mit der chronischen \u00dcberlastung des Personals eine Abwanderung der Mitarbeiter aus der Pflege folgt.\u00ab<\/p>\n<p>Dass das Gesundheitssystem in den vergangenen Monaten nicht kollabiert ist, hat auch mit Lehren aus der ersten Welle und Fortschritten beim Vermeiden schwerer Krankheitsverl\u00e4ufe zu tun. In Deutschland hat sich Ende 2020 der Anteil der Krankenhaus-Patienten mit Covid-19 auf Intensivstationen im Vergleich zu den ersten Pandemie-Monaten halbiert: nach einer Studie auf 14 Prozent im Dezember. Bei den Patienten, die invasiv beatmet werden, stehen die \u00dcberlebenschancen allerdings nicht besser als vor einem Jahr: Ungef\u00e4hr die H\u00e4lfte von ihnen stirbt.<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Covid-Behandlung auf deutscher Intensivstation (Symbolbild) Foto:\u2002Tobias Wuntke \/ dpa Die Zahlen sind besorgniserregend: Nach den ersten vorsichtigen Lockerungen in der Pandemie ist die Anzahl der Corona-Patienten auf Deutschlands<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":6662,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-6661","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6661","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6661"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6661\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6662"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6661"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6661"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6661"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}