{"id":657,"date":"2020-06-23T14:42:07","date_gmt":"2020-06-23T11:42:07","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/coronakrise-in-den-usa-das-virus-wird-republikanisch\/"},"modified":"2020-06-23T14:42:07","modified_gmt":"2020-06-23T11:42:07","slug":"coronakrise-in-den-usa-das-virus-wird-republikanisch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/coronakrise-in-den-usa-das-virus-wird-republikanisch\/","title":{"rendered":"Coronakrise in den USA: Das Virus wird republikanisch"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/b2767ac1-d032-408e-96df-c0290d59da15_w948_r1.77_fpx41_fpy68.jpg\" title=\"Donald Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung in Tulsa\" alt=\"Donald Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung in Tulsa\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p class=\"caps\">Donald Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung in Tulsa<\/p>\n<p>Evan Vucci\/ dpa<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p>Wie ernst die Lage in Arizona ist, l\u00e4sst sich an dem Schild vor einem Buchladen in Phoenix erkennen: &quot;Das Tragen von Masken im Laden ist jetzt Pflicht&quot;, steht dort. Bis vor wenigen Tagen war es lediglich eine Empfehlung.<\/p>\n<p>Arizonas Gouverneur Doug Ducey h\u00e4tte es gern dabei belassen, aber die Zahl der Neuinfektionen mit Covid-19 ist in seinem Staat so dramatisch gestiegen, dass St\u00e4dte und Landkreise schon seit L\u00e4ngerem auf eine sch\u00e4rfere Regelung gedr\u00e4ngt haben. Seit vergangener Woche d\u00fcrfen sie nun selbst entscheiden, wie streng sie gegen die Ausbreitung des Virus vorgehen wollen.<\/p>\n<p>Das hat die Ausbreitung von Corona bislang nicht stoppen k\u00f6nnen. Arizona hat eine der h\u00f6chsten Raten an Neuinfektionen im ganzen Land. Die Zahl der Patienten mit Covid-19 in den Krankenh\u00e4usern ist auf einem Rekordstand, noch nie mussten so viele Patienten an Beatmungsger\u00e4te angeschlossen werden.<\/p>\n<p>F\u00fcr einen ist das eine besonders schlechte Nachricht: W\u00e4hrend Corona in Phoenix w\u00fctet, will Donald Trump dort am Dienstag vor Studenten auftreten. 3000 Zuschauer sollen in einer Megachurch im Norden der Stadt dem Pr\u00e4sidenten zujubeln.<\/p>\n<h3>Desaster mit Ansage<\/h3>\n<p>Das sei ein &quot;Gesundheitsdesaster mit Ansage&quot;, kritisiert die Zeitung &quot;AZ Central&quot;. Trump dagegen verk\u00fcndete, er sei &quot;\u00fcberhaupt nicht besorgt&quot;, was die Folgen seines Auftritts angehe.<\/p>\n<p>Es ist bereits die zweite Kundgebung des Pr\u00e4sidenten in einem Staat, der als Corona-Hotspot gilt. In der vergangenen Woche hatte Trump in Tulsa in Oklahoma auf einer Wahlkundgebung geredet. Auch dort steigt die Zahl der Infektionen.<\/p>\n<p>Das k\u00f6nnte sich in n\u00e4chster Zeit noch h\u00e4ufiger wiederholen. In zahlreichen US-Staaten infizieren sich wieder mehr Menschen mit Covid-19. Neben Arizona registrierten Texas und zuletzt Florida H\u00f6chstst\u00e4nde bei den Neuinfektionen. Das gilt auch f\u00fcr Georgia, South Carolina, Utah und Arkansas. Sie haben eine Gemeinsamkeit: Sie werden alle von republikanischen Gouverneuren regiert. Eine der wenigen Ausnahmen ist das demokratisch dominierte Kalifornien, das ebenfalls H\u00f6chstwerte meldet.<\/p>\n<p>Diese Entwicklung macht es Trump unm\u00f6glich, das Virus aus dem Wahlkampf herauszuhalten, wie er es eigentlich vorhatte. Das Wei\u00dfe Haus hat einger\u00e4umt, dass es mit einer neuen Welle an Infektionen im Herbst rechnet.<\/p>\n<h3>Bislang sind Republikaner sorgloser<\/h3>\n<p>Bislang hat Trump versucht, seinen Anh\u00e4ngern weiszumachen, das Coronavirus sei weniger gef\u00e4hrlich, als es die Demokraten mit ihrer Panikmache behaupteten. Mit einigem Erfolg: Umfragen zeigen, dass republikanische W\u00e4hler sich weniger Sorgen um eine Corona-Erkrankung machen als ihre demokratischen Mitb\u00fcrger.<\/p>\n<p>Das k\u00f6nnte sich nun \u00e4ndern. Die von Demokraten regierten Gro\u00dfst\u00e4dte wie New York, Chicago oder Washington verzeichnen seit einiger Zeit sinkende Zahlen. Dagegen breitet sich Covid-19 nun auch in l\u00e4ndlichen Regionen aus, die mehrheitlich republikanisch w\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Trump behauptet, es liege daran, dass mehr getestet werde. Das allein aber, darin sind sich die Experten einig, ist nicht der Grund. Tats\u00e4chlich haben Forscher schon vor Monaten prognostiziert, dass Covid-19 nach den St\u00e4dten auch die Provinz heimsuchen werde.<\/p>\n<p>Zudem sind besonders Staaten betroffen, die wie Texas und Florida erst sp\u00e4t mit landesweiten Regelungen gegen das Virus vorgegangen sind. Oder die, wie Georgia und South Carolina, gegen den Rat von Experten die Wirtschaft fr\u00fch ge\u00f6ffnet haben.<\/p>\n<p>Es hat auch nicht geholfen, dass Trump das Tragen von Masken zu einer politischen Frage gemacht hat. Dass seine gl\u00fchenden Anh\u00e4nger seltener Masken tragen, erh\u00f6ht die Infektionsgefahr.<\/p>\n<p>Statt nach dem Ende des Lockdowns in einem Triumphzug durchs Land zu ziehen, muss Trump sich wieder wegen seiner Corona-Politik rechtfertigen. Die hat von der Bev\u00f6lkerung durchweg schlechte Noten bekommen und entscheidend zu seinem Umfragetief beigetragen.<\/p>\n<p>Der Pr\u00e4sident sch\u00e4tzt die Lage als sehr ernst ein. Er habe seine Leute angewiesen, die Zahl der Tests herunterzufahren, sagte er am Wochenende auf der Kundgebung in Tulsa. Eine Sprecherin erkl\u00e4rte hinterher, das sei nur ein Witz gewesen.<\/p>\n<p>&quot;Das war kein Witz, das war ein Gest\u00e4ndnis&quot;, erkl\u00e4rte Trumps demokratischer Gegenspieler Joe Biden. Trump hat das Gegenteil von dem erreicht, was er beabsichtige. Er hat gegen eine schnelle Schlie\u00dfung und f\u00fcr eine verfr\u00fchte \u00d6ffnung der Wirtschaft pl\u00e4diert. Damit wollte er das Problem schnell l\u00f6sen und aus dem Wahlkampf heraushalten. Stattdessen ist es wieder mittendrin.<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Donald Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung in Tulsa Evan Vucci\/ dpa Wie ernst die Lage in Arizona ist, l\u00e4sst sich an dem Schild vor einem Buchladen in Phoenix erkennen:<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-657","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/657","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=657"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/657\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=657"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=657"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=657"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}