{"id":6507,"date":"2021-03-15T06:10:57","date_gmt":"2021-03-15T03:10:57","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/landtagswahlen-grunen-triumph-in-baden-wurttemberg-spd-siegt-in-rheinland-pfalz\/"},"modified":"2021-03-15T06:10:57","modified_gmt":"2021-03-15T03:10:57","slug":"landtagswahlen-grunen-triumph-in-baden-wurttemberg-spd-siegt-in-rheinland-pfalz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/landtagswahlen-grunen-triumph-in-baden-wurttemberg-spd-siegt-in-rheinland-pfalz\/","title":{"rendered":"Landtagswahlen: Gr\u00fcnen-Triumph in Baden-W\u00fcrttemberg &#8211; SPD siegt in Rheinland-Pfalz"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/e167fe8b-efce-48b0-8ebf-f7ff98483662_w948_r1.77_fpx30_fpy55.01.jpg\" title=\"Wahllokal in Freiburg\" alt=\"Wahllokal in Freiburg\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p class=\"caps\">Wahllokal in Freiburg<\/p>\n<p>  Foto:\u2002Philipp von Ditfurth \/ dpa  <\/figcaption><\/figure>\n<p>Bei den Landtagswahlen zum Auftakt des Superwahljahrs haben sich die Gr\u00fcnen in Baden-W\u00fcrttemberg und die SPD in Rheinland-Pfalz klar als st\u00e4rkste Kraft behauptet. Sechs Monate vor der Bundestagswahl kassierte die CDU mit ihrem neuen Parteichef Armin Laschet hingegen historisch schlechte Ergebnisse. In beiden L\u00e4ndern k\u00f6nnten SPD, FDP und Gr\u00fcne nun ein Ampel-B\u00fcndnis eingehen \u2013 und die CDU au\u00dfen vor lassen.<\/p>\n<p>Mit dem 72-j\u00e4hrigen Kretschmann, seit zehn Jahren erster und einziger Ministerpr\u00e4sident der Gr\u00fcnen, gewannen die Gr\u00fcnen in Baden-W\u00fcrttemberg dem vorl\u00e4ufigen Ergebnis zufolge 32,6 Prozent der Stimmen und 58 Sitze \u2013 ein Rekord sowohl im Land als auch bundesweit. Die CDU mit Kultusministerin Susanne Eisenmann an der Spitze schaffte nur 24,1 Prozent (42 Sitze) \u2013 ein historisch schlechtes Wahlergebnis in der einstigen CDU-Hochburg Baden-W\u00fcrttemberg.<\/p>\n<p>Die Sozialdemokraten kamen auf 11,0 Prozent (19 Sitze), die FDP auf 10,5 Prozent (18 Sitze). Wahlsieger Kretschmann k\u00f6nnte nun seine Koalition mit der CDU als Juniorpartner fortsetzen oder aber auf ein B\u00fcndnis mit SPD und FDP umschwenken. Er k\u00fcndigte an, mit allen Parteien au\u00dfer der AfD \u00fcber m\u00f6gliche B\u00fcndnisse zu sprechen.<\/p>\n<p>Eisenmann will die Verantwortung f\u00fcr den Absturz der CDU \u00fcbernehmen und strebt keine f\u00fchrende Rolle in der Partei mehr an, wie die bisherige Kultusministerin am Abend sagte. Es sei ein \u00bbentt\u00e4uschendes und desastr\u00f6ses Wahlergebnis\u00ab.<\/p>\n<p>In Rheinland-Pfalz kommt die SPD mit der 60-j\u00e4hrigen Dreyer an der Spitze laut vorl\u00e4ufigem Ergebnis auf 35,7 Prozent. Die CDU mit ihrem Spitzenkandidaten Christian Baldauf rutscht dagegen auf 27,7 Prozent ab \u2013 das schlechteste Ergebnis f\u00fcr die Christdemokraten in dem Bundesland. Der 53-J\u00e4hrige hatte es im Wahlkampf unter massiven Corona-Beschr\u00e4nkungen schwer, gegen die partei\u00fcbergreifend beliebte Dreyer zu punkten. Die Gr\u00fcnen konnten mit 9,3 Prozent ihr Ergebnis von 2016 erheblich verbessern. Die FDP kam auf 5,5 Prozent. Neu in den Landtag einziehen werden die Freien W\u00e4hler. Sie lagen den Hochrechnungen zufolge bei 5,4 Prozent.<\/p>\n<h3>Dreyer will weiter in der Ampel regieren<\/h3>\n<p>Obwohl die SPD ebenfalls eins der schlechtesten Wahlergebnisse seit Jahrzehnten hinnehmen muss, ist die von Dreyer angestrebte Fortsetzung der Ampel-Koalition aus SPD, FDP und Gr\u00fcnen wohl machbar. Es ist das einzige derartige B\u00fcndnis in Deutschland und nach Dreyers Ansicht ein Modell auch f\u00fcr den Bund. Dreyer k\u00fcndigte baldige Gespr\u00e4che zur Neuauflage der Ampel-Koalition an.<\/p>\n<p>F\u00fcr die AfD war es in beiden Bundesl\u00e4ndern erst die zweite Landtagswahl, sie blieb jeweils deutlich hinter den Ergebnissen von 2016 zur\u00fcck, die politisch stark unter dem Eindruck der Fl\u00fcchtlingskrise standen. In Baden-W\u00fcrttemberg erreichte die Partei 9,7 Prozent (2016: 15,1 Prozent), in Rheinland-Pfalz 8,3 Prozent (2016: 12,6 Prozent).<\/p>\n<p>Die Linke verpasste mit 3,6 Prozent in Baden-W\u00fcrttemberg und 2,5 Prozent in Rheinland-Pfalz den Einzug in beide Landtage. Sie war auch in beiden L\u00e4ndern noch nie im Parlament vertreten.<\/p>\n<p>Die Parteispitze der Gr\u00fcnen bejubelte auf die Wahlerfolge. \u00bbEs ist ein super Start ins Superwahljahr\u00ab, sagte Parteichef Robert Habeck. \u00bbWeitsicht und Pragmatismus\u00ab seien nun der Auftrag an die Gr\u00fcnen als gesamte Bundespartei aus diesem Wahlabend.<\/p>\n<p>CDU-Generalsekret\u00e4r Paul Ziemiak begr\u00fcndete das schlechte Abschneiden seiner Partei mit der Lage in den L\u00e4ndern und der Maskenaff\u00e4re der Union. Es habe in beiden L\u00e4ndern keine Wechselstimmung gegeben, in der Krise vertrauten die Menschen den Regierungschefs.<\/p>\n<h3>Maskenaff\u00e4re d\u00fcrfte Ergebnis der CDU beeinflusst haben<\/h3>\n<p>Zuletzt waren mehrere bisherige Unions-Bundestagsabgeordnete unter Korruptionsverdacht geraten, weil sie bei Gesch\u00e4ften mit Masken Hunderttausende Euro als Provision verdient haben oder Zuwendungen aus dem autokratischen Aserbaidschan angenommen haben sollen. Zudem gab es massive Kritik an den CDU-Bundesministern Jens Spahn und Peter Altmaier wegen schleppender Corona-Impfungen, verschobener Massentestungen sowie verz\u00f6gerter Nothilfezahlungen an Firmen und Selbstst\u00e4ndige.<\/p>\n<p>In der Coronakrise sank die Wahlbeteiligung im Vergleich zu den Wahlen vor f\u00fcnf Jahren. In Baden-W\u00fcrttemberg lag sie laut den Sendern bei 62,5 bis 64,5 Prozent, in Rheinland-Pfalz bei 64,8 bis 65,0 Prozent (2016: jeweils 70,4 Prozent).<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Wahllokal in Freiburg Foto:\u2002Philipp von Ditfurth \/ dpa Bei den Landtagswahlen zum Auftakt des Superwahljahrs haben sich die Gr\u00fcnen in Baden-W\u00fcrttemberg und die SPD in Rheinland-Pfalz klar als<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":6508,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-6507","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6507","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6507"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6507\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6508"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6507"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6507"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6507"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}