{"id":6505,"date":"2021-03-15T04:09:55","date_gmt":"2021-03-15T01:09:55","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/rheinland-pfalz-wahl-spd-jagt-union-stimmen-ab-und-punktet-bei-frauen-und-alteren\/"},"modified":"2021-03-15T04:09:55","modified_gmt":"2021-03-15T01:09:55","slug":"rheinland-pfalz-wahl-spd-jagt-union-stimmen-ab-und-punktet-bei-frauen-und-alteren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/rheinland-pfalz-wahl-spd-jagt-union-stimmen-ab-und-punktet-bei-frauen-und-alteren\/","title":{"rendered":"Rheinland-Pfalz-Wahl: SPD jagt Union Stimmen ab und punktet bei Frauen und \u00c4lteren"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/f5b678ae-ce9a-4833-9a0e-3531c0b7b444_w948_r1.77_fpx45_fpy32.jpg\" title=\"Stimmabgabe in einem Mainzer Wahllokal\" alt=\"Stimmabgabe in einem Mainzer Wahllokal\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p class=\"caps\">Stimmabgabe in einem Mainzer Wahllokal<\/p>\n<p>  Foto:\u2002Thomas Frey \/ dpa  <\/figcaption><\/figure>\n<p>In Rheinland-Pfalz bleibt die SPD st\u00e4rkste Kraft. Die Partei von Regierungschefin Malu Dreyer bekam bei der Landtagswahl laut ersten Hochrechnungen rund 36 Prozent der Stimmen. Sie schneidet damit praktisch genauso gut ab wie vor f\u00fcnf Jahren und liegt deutlich vor allen anderen Parteien. (Unsere Blitzanalyse lesen Sie hier.)<\/p>\n<p>Die Ampelkoalition von SPD, Gr\u00fcnen und FDP wird damit voraussichtlich weiterregieren. \u00bbIch habe nie einen Zweifel daran gelassen, dass das Regierungsb\u00fcndnis ein tolles war und dass ich mich auch freue, wenn es weitergeht\u00ab, sagte Dreyer am Wahlabend.<\/p>\n<p><strong>Welche W\u00e4hlerwanderungen f\u00fchrten zu diesem Ergebnis? Wer rang der Konkurrenz Stimmen ab? Der \u00dcberblick.<\/strong><\/p>\n<p>Die <strong>SPD <\/strong>gewann 19.000 W\u00e4hler von der Union und 4000 von der AfD. Das geht aus einer Analyse der vorl\u00e4ufigen W\u00e4hlerwanderung von Infratest dimap f\u00fcr die ARD hervor. Dem stehen 8000 Stimmen gegen\u00fcber, die die Sozialdemokraten an die Gr\u00fcnen verloren, sowie jeweils 4000 Stimmen, die von ehemaligen SPD-W\u00e4hlerinnen und -W\u00e4hlern an die FDP und an andere Parteien gingen. Hinzu kommt: 31.000 Menschen, die fr\u00fcher SPD w\u00e4hlten, stimmten nun nicht ab.<\/p>\n<p>Die Gruppe der Nichtw\u00e4hler war auch bei jenen gro\u00df, die in der Vergangenheit f\u00fcr die CDU gestimmt hatten: 54.000 fr\u00fchere <strong>CDU<\/strong>-W\u00e4hlerinnen und -W\u00e4hler blieben in diesem Jahr zu Hause. Die Christdemokraten konnten nur 8000 Stimmen von der FDP gewinnen. Im \u00dcbrigen verloren sie an alle anderen Parteien.<\/p>\n<p>Die <strong>AfD <\/strong>konnte allein 3000 fr\u00fchere CDU-W\u00e4hler hinzugewinnen. Im \u00dcbrigen verlor die Partei in alle Richtungen: je 4000 Stimmen an SPD und FDP und sogar 2000 an die Gr\u00fcnen. 42.000 Personen, die fr\u00fcher f\u00fcr die AfD gestimmt hatten, nutzten ihr Stimmrecht dieses Mal nicht.<\/p>\n<p>Die <strong>Gr\u00fcnen <\/strong>gewannen 9000 Stimmen von der CDU und 8000 Stimmen von der SPD. Der FDP und der AfD jagten sie je 2000 Stimmen ab. 4000 Personen, die vor f\u00fcnf Jahren noch gr\u00fcn gew\u00e4hlt hatten, w\u00e4hlten diesmal nicht. 2000 Stimmen verloren die Gr\u00fcnen an andere Parteien.<\/p>\n<p>Die <strong>FDP <\/strong>\u00fcberzeugte je 4000 Personen, die fr\u00fcher SPD oder und AfD gew\u00e4hlt hatten. Demgegen\u00fcber stehen Verluste von 8000 Stimmen an die Christdemokraten und 2000 Stimmen an die Gr\u00fcnen sowie 6000 fr\u00fchere W\u00e4hler der Liberalen, die bei dieser Wahl nicht abstimmten.<\/p>\n<p>Die <strong>Wahlbeteiligung <\/strong>war niedriger als bei der Landtagswahl 2016, aber h\u00f6her als bei den drei Abstimmungen davor: 63,2 Prozent aller Wahlberechtigten gaben ihre Stimme ab.<\/p>\n<h3>SPD punktet bei Frauen und bei \u00e4lteren W\u00e4hlern<\/h3>\n<p>Ein Blick auf das Wahlverhalten in verschiedenen <strong>Altersgruppen <\/strong>zeigt: Die Sozialdemokraten holten \u00fcberall das beste Ergebnis aller Parteien. Dabei galt: Je \u00e4lter die W\u00e4hler, desto besser schnitt die SPD ab. Bei den 18- bis 24-J\u00e4hrigen und den 25- bis 34-J\u00e4hrigen holte sie je ein Viertel der Stimmen. Bei den \u00dcber-60-J\u00e4hrigen kam die Partei von Ministerpr\u00e4sidentin Dreyer auf 42 Prozent: Bei Menschen \u00fcber 70 waren es 44 Prozent, bei den 60- bis 69-J\u00e4hrigen 41 Prozent.<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnen waren bei jungen W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hlern besonders beliebt. In der Altersgruppe der 18- bis 24-J\u00e4hrigen erzielten sie mit 19 Prozent das zweitbeste Ergebnis, bei den 25- bis 34-J\u00e4hrigen das drittbeste Resultat nach SPD und Union. Letztere erzielte ihre besten Werte in den \u00e4lteren W\u00e4hlergruppen: Mit 30 Prozent bei W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hlern zwischen 60 und 69 sowie 40 Prozent bei den \u00dcber-70-J\u00e4hrigen wurde sie jeweils zweitst\u00e4rkste Kraft.<\/p>\n<p>Betrachtet man das Wahlverhalten nach <strong>Geschlecht<\/strong>, so zeigt sich: Die SPD punktete bei Frauen. 39 Prozent der W\u00e4hlerinnen stimmten f\u00fcr die Sozialdemokraten \u2013 verglichen mit 33 Prozent der W\u00e4hler. Die AfD holte ihre Stimmen \u00fcberwiegend bei M\u00e4nnern: 11 Prozent der W\u00e4hler stimmten f\u00fcr sie, aber nur 7 Prozent der Frauen. Bei CDU und Freien W\u00e4hlern gab es keine nennenswerten Abweichungen nach Geschlecht.<\/p>\n<p>Unter W\u00e4hlern mit einfachem <strong>Bildungsstand <\/strong>holte die SPD 46 Prozent aller Stimmen, bei H\u00f6hergebildeten 30 Prozent.<\/p>\n<p>Die Union holte drei von zehn Stimmen unter einfacher Gebildeten, unter Menschen mit hohem Bildungsstand kamen die Christdemokraten auf 24 Prozent. Die Gr\u00fcnen punkteten vor allem in dieser Gruppe: Sie holten 14 Prozent unter Menschen mit h\u00f6herem Bildungsgrad \u2013 verglichen mit nur drei Prozent unter W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hlern mit einfachem Bildungsstand.<\/p>\n<p>In Baden-W\u00fcrttemberg wurden die Gr\u00fcnen von Ministerpr\u00e4sident Winfried Kretschmann st\u00e4rkste Kraft. Die Datenanalyse zur dortigen W\u00e4hlerwanderung finden Sie hier.<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Stimmabgabe in einem Mainzer Wahllokal Foto:\u2002Thomas Frey \/ dpa In Rheinland-Pfalz bleibt die SPD st\u00e4rkste Kraft. 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