{"id":6462,"date":"2021-03-13T06:28:40","date_gmt":"2021-03-13T03:28:40","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/corona-impfstoff-astrazeneca-reduziert-liefermenge-noch-weiter\/"},"modified":"2021-03-13T06:28:40","modified_gmt":"2021-03-13T03:28:40","slug":"corona-impfstoff-astrazeneca-reduziert-liefermenge-noch-weiter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/corona-impfstoff-astrazeneca-reduziert-liefermenge-noch-weiter\/","title":{"rendered":"Corona-Impfstoff: AstraZeneca reduziert Liefermenge noch weiter"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/ee844814-e7e8-45e4-967b-a01f3bc8b8a1_w948_r1.77_fpx48_fpy7.jpg\" title=\"Knappes Gut: Impfstoff von AstraZeneca\" alt=\"Knappes Gut: Impfstoff von AstraZeneca\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p class=\"caps\">Knappes Gut: Impfstoff von AstraZeneca<\/p>\n<p>  Foto:\u2002Gareth Fuller \/ dpa  <\/figcaption><\/figure>\n<p>Der schwedisch-britische Impfstoffhersteller AstraZeneca hat erneut die angek\u00fcndigte Liefermenge nach unten korrigiert. Demnach sollen die Mitgliedstaaten der Europ\u00e4ischen Union bis Ende des Monats wohl nur 30 Millionen Dosen Coronaimpfstoff erhalten \u2013 zehn Millionen weniger als zuletzt angek\u00fcndigt. Auch dabei handelte es sich bereits um eine reduzierte Menge: Urspr\u00fcnglich hatte AstraZeneca noch vertraglich zugesichert, 90 Millionen Dosen zu liefern.<\/p>\n<p>Ein Sprecher von AstraZeneca lehnte eine Stellungnahme gegen\u00fcber der Nachrichtenagentur Reuters ab. Aus Unternehmenskreisen hei\u00dft es laut Reuters jedoch, es habe Schwierigkeiten mit internationalen Lieferketten gegeben. Die \u00bbS\u00fcddeutsche Zeitung\u00ab berichtet, verantwortlich f\u00fcr den Engpass seien Anlaufschwierigkeiten in einem belgischen Werk des Auftragsfertigers Thermo Fisher.<\/p>\n<p>EU-Industriekommissar Thierry Breton, der auch die Impfstoff-Taskforce der Kommission leitet, \u00e4u\u00dferte seine Frustration \u00fcber die Ank\u00fcndigung des Impfstoffherstellers. AstraZeneca m\u00fcsse jetzt den \u00bbtreuh\u00e4nderischen Pflichten nachkommen\u00ab und tun, was n\u00f6tig sei \u00bbum die Zusagen zu erf\u00fcllen\u00ab, schrieb er auf Twitter.<\/p>\n<p>Aktuell gibt es au\u00dferdem Bedenken zur Sicherheit des Impfstoffs von AstraZeneca: Nach Berichten \u00fcber Gerinnungsst\u00f6rungen hatten mehrere EU-L\u00e4nder die Impfungen mit der Vakzine ausgesetzt. Es ist allerdings unklar, ob der Impfstoff die Ursache f\u00fcr Blutgerinnsel war oder diese zuf\u00e4llig gleichzeitig auftraten. Der europ\u00e4ischen Arzneimittelbeh\u00f6rde (Ema) wurden bislang nur 30 F\u00e4lle von Gerinnungsst\u00f6rungen nach einer AstraZeneca-Impfung gemeldet \u2013 und das bei bislang knapp f\u00fcnf Millionen Geimpften. Das entspr\u00e4che einer Rate von 0,006 pro 1000 Personen.<\/p>\n<h3>Auch bei Johnson &amp; Johnson gibt es Lieferprobleme<\/h3>\n<p>Auch beim US-amerikanischen Hersteller Johnson &amp; Johnson gibt es Probleme mit der Lieferung. Nachdem der Impfstoff am Donnerstag in der EU zugelassen worden war, hatte die EU 200 Millionen Dosen davon bestellt. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte aber anschlie\u00dfend in der ARD: \u00bbDie Wahrheit ist, dass fr\u00fchestens Mitte, Ende April mit Lieferungen zu rechnen ist \u2013 nach Angaben von Johnson &amp; Johnson.\u00ab<\/p>\n<p>Hintergrund des sp\u00e4ten Lieferstarts f\u00fcr den Coronaimpfstoff von Johnson &amp; Johnson in Europa sind neue Zweifel dar\u00fcber, ob die USA die Ausfuhr dort abgef\u00fcllter Impfstoffe gestatten. Deshalb hat das Unternehmen nach eigenen Angaben die Lieferkette umgestellt, um die USA zu umgehen. Die Abf\u00fcllung solle nun an einem anderen Ort stattfinden und die \u00c4nderung brauche etwas Zeit, zitiert die Nachrichtenagentur dpa EU-Kreise.<\/p>\n<p>Urspr\u00fcnglich sollte die Abf\u00fcllung \u2013 das sogenannte Fill and Finish \u2013 des in den Niederlanden entwickelten und teils in der EU produzierten Impfstoffs in den USA stattfinden, auch f\u00fcr Lieferungen an Europa. Lange hie\u00df es, es gebe Zusicherungen aus Washington, dass die f\u00fcr die EU bestimmten Mengen wieder zur\u00fcckk\u00e4men.<\/p>\n<p>Nun bestehe neue Unsicherheit \u00fcber die amerikanische Linie, best\u00e4tigten mehrere Quellen in Br\u00fcssel. Dass Johnson &amp; Johnson f\u00fcr die europ\u00e4ischen Lieferungen die Produktionswege umgestellt habe, sei deshalb beruhigend, sagte ein EU-Vertreter.<\/p>\n<p>Der fr\u00fchere US-Pr\u00e4sident Donald Trump hatte einen Exportstopp f\u00fcr Coronaimpfstoffe verh\u00e4ngt, den sein Nachfolger Joe Biden bislang nicht aufgehoben hat. Biden k\u00fcndigte lediglich an: \u00bbFalls wir einen \u00dcberschuss haben, dann teilen wir ihn mit dem Rest der Welt.\u00ab Zun\u00e4chst aber dringt der Demokrat in den USA auf Tempo: Ab 1. Mai sollen alle Erwachsene ein Impfangebot bekommen.<\/p>\n<h3>Jens Spahn kritisiert USA<\/h3>\n<p>Spahn hatte in der ARD Kritik an den USA anklingen lassen. Der Gesundheitsminister sagte, man habe es auch bei Medikamenten und Tests in den letzten zw\u00f6lf Monaten immer wieder erleben m\u00fcssen, dass \u00bbbestimmte Produkte die USA nicht verlassen haben\u00ab. \u00bbDies finde ich problematisch, auch im Miteinander in der transatlantischen Partnerschaft.\u00ab Dies m\u00fcsse man nun mit den Partnern besprechen.<\/p>\n<p>Der Impfstoff von Johnson &amp; Johnson soll als bislang einziger mit nur einer Dosis den vollen Schutz bieten. Zudem kann er in einfachen K\u00fchlschr\u00e4nken aufbewahrt werden.<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Knappes Gut: Impfstoff von AstraZeneca Foto:\u2002Gareth Fuller \/ dpa Der schwedisch-britische Impfstoffhersteller AstraZeneca hat erneut die angek\u00fcndigte Liefermenge nach unten korrigiert. 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