{"id":6423,"date":"2021-03-11T12:30:50","date_gmt":"2021-03-11T09:30:50","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/corona-news-am-donnerstag-kinderbonus-wirksamer-als-gesenkte-mehrwertsteuer\/"},"modified":"2021-03-11T12:30:50","modified_gmt":"2021-03-11T09:30:50","slug":"corona-news-am-donnerstag-kinderbonus-wirksamer-als-gesenkte-mehrwertsteuer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/corona-news-am-donnerstag-kinderbonus-wirksamer-als-gesenkte-mehrwertsteuer\/","title":{"rendered":"Corona-News am Donnerstag: Kinderbonus wirksamer als gesenkte Mehrwertsteuer"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/5d27d619-0001-0004-0000-000000582599_w948_r2.044989775051125_fpx63.54_fpy49.97.jpg\" title=\"Besucher gehen durch das Einkaufszentrum\" alt=\"Besucher gehen durch das Einkaufszentrum\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p class=\"caps\">Besucher gehen durch das Einkaufszentrum<\/p>\n<p>  Foto:\u2002Caroline Seidel\/ dpa  <\/figcaption><\/figure>\n<p><em>Dieser Artikel wird laufend aktualisiert.<\/em><\/p>\n<p><em>Nichts mehr verpassen: F\u00fcr die neuesten Entwicklungen und wichtigsten Hintergr\u00fcnde abonnieren Sie unseren <\/em><em>Coronavirus-Newsletter<\/em><em>.<\/em><\/p>\n<h3><strong>Corona<\/strong>-Infektionszahlen in Israel gehen zur\u00fcck<\/h3>\n<p><strong>10.27 Uhr:<\/strong> Fast ein Vierteljahr nach Beginn der Coronavirus-Impfkampagne nimmt die Infektionsdynamik in Israel ab. Erstmals seit Mitte Dezember fiel die Infektionsrate unter die Marke von drei Prozent, wie das Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte. Von knapp 99.000 gemachten Tests fielen demnach am Mittwoch 2,9 Prozent positiv aus. Gemeldet wurden 2802 neue F\u00e4lle \u2013 am Mittwoch vor einer Woche waren es noch 4666.<\/p>\n<p>Im Vergleich zu Deutschland liegt die Zahl der t\u00e4glichen Neuinfektionen in Israel allerdings h\u00f6her. In Deutschland leben etwa neunmal so viele Menschen wie in dem Mittelmeerstaat. Hier wurden zuletzt binnen 24 Stunden 14.356 Corona-Neuinfektionen erfasst.<\/p>\n<h3>Unicef warnt vor dauerhaften Auswirkungen f\u00fcr Kinder<\/h3>\n<p><strong>10.02 Uhr: <\/strong>Am Jahrestag der Einstufung der Coronavirus-Ausbreitung als Pandemie warnt das UN-Kinderhilfswerk Unicef vor langfristigen Folgen f\u00fcr Kinder und Jugendliche. \u00bbEin Jahr nach der Corona-Pandemie sind die Fortschritte in nahezu allen wichtigen Bereichen der Kindheit r\u00fcckl\u00e4ufig\u00ab, sagt Unicef-Exekutivdirektorin Henrietta Fore. Die Zahl der Kinder, die hungern, isoliert sind, missbraucht werden, in Armut leben oder in Zwangsehen verheiratet werden, sei gestiegen. Gleichzeitig habe sich ihr Zugang zu Bildung, sozialer Teilhabe und grundlegenden Dienstleistungen wie Gesundheit, Ern\u00e4hrung und Schutz verschlechtert. \u00bbDie Anzeichen daf\u00fcr, dass Kinder in den kommenden Jahren die Narben der Pandemie tragen werden, sind unverkennbar\u00ab, sagt Fore.<\/p>\n<h3><strong>Corona<\/strong>-Inzidenzwert steigt im Hotspot Th\u00fcringen weiter an<\/h3>\n<p><strong>9.41 Uhr: <\/strong>In Th\u00fcringen hat sich der Corona-Inzidenzwert weiter auf mittlerweile 138,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche erh\u00f6ht. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Donnerstag hervor. Einen Tag zuvor hatte die Inzidenz noch bei rund 134 gelegen. Innerhalb eines Tages kamen mit Stand vom Donnerstag 771 Covid-19-F\u00e4lle in Th\u00fcringen hinzu. Die Gesamtzahl der Infizierten stieg damit auf 80.882, von denen gesch\u00e4tzt 72.600 als genesen gelten.<\/p>\n<p>Der Freistaat steht im bundesweiten Vergleich seit vielen Wochen an der Negativ-Spitze beim Corona-Infektionsgeschehen. Die Landesregierung will auf einen \u00bbDreiklang aus Impfen, Testen und elektronischer Kontaktnachverfolgung\u00ab setzen, wie Staatssekret\u00e4r Malte Kr\u00fcckels in einer Landtagssitzung sagte.<\/p>\n<h3>Corona-Ma\u00dfnahmen kurbeln Konsum an<\/h3>\n<p><strong>9.30 Uhr: <\/strong>Kaufanreize schaffen, um die Wirtschaft in der Pandemie zu st\u00e4rken \u2013 dieses Konzept des Bundes ist Zahlen des Statistischen Bundesamtes zufolge teils aufgegangen. F\u00fcr die Untersuchung wurden zwischen August und Dezember 2020 monatlich rund 4200 Menschen online befragt. 20 bis 25 Prozent der Teilnehmer gaben an, die um drei Prozentpunkte abgesenkte Mehrwertsteuer als zus\u00e4tzlichen Kaufanreiz wahrgenommen zu haben und deshalb private Anschaffung teilweise vorgezogen h\u00e4tten. Mit Blick auf den Kinderbonus von 300 Euro pro berechtigtem Kind gab etwa jeder zweite Empf\u00e4nger-Haushalt an, die Summe ganz oder zumindest einen Teil des Geldes f\u00fcr Konsumzwecke ausgegeben zu haben.<\/p>\n<h3><strong>Ethikrat-Chefin Buyx fordert h\u00f6heres Tempo beim Impfen<\/strong><\/h3>\n<p><strong>9 Uhr: <\/strong>Die Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, Alena Buyx, hat die schnelle Beteiligung niedergelassener \u00c4rzte bei den Corona-Impfungen gefordert. \u00bbEs ist ein ethisches Gebot, jetzt Meter zu machen beim Impfen\u00ab, sagte Buyx am Donnerstag in der Sendung \u00bbFr\u00fchstart\u00ab von RTL und n-tv. \u00bbIch bin ein ganz gro\u00dfer Bef\u00fcrworter, dass man das in die niedergelassenen Praxen bringt \u2013 so schnell wie m\u00f6glich.\u00ab<\/p>\n<p>Sie habe gro\u00dfes Vertrauen, dass die niedergelassenen \u00c4rzte die vorgegebene Impfreihenfolge im Gro\u00dfen und Ganzen gut umsetzen k\u00f6nnen, sagte die Ethikratsvorsitzende. Sie sei zwar daf\u00fcr, grunds\u00e4tzlich an der Priorisierung festzuhalten. Aber den \u00c4rztinnen und \u00c4rzten solle die M\u00f6glichkeit gegeben werden, \u00bbselbst zu entscheiden, wen impfe ich jetzt von meinen Patientinnen und Patienten besonders schnell, wer braucht besonders viel Schutz\u00ab.<\/p>\n<p>Die Gesundheitsminister von Bund und L\u00e4ndern hatten am Vortag beschlossen, dass die Corona-Impfungen in den Hausarztpraxen routinem\u00e4\u00dfig wohl erst Mitte April starten k\u00f6nnen. Die bestehenden Impfzentren sollten weiterhin parallel mindestens 2,25 Millionen Impfungen pro Woche verabreichen, hie\u00df es. Der dar\u00fcber hinaus vorhandene Impfstoff solle dann den Arztpraxen zur Verf\u00fcgung gestellt werden.<\/p>\n<h3><strong>GlaxoSmithKline plant Zulassungsantrag f\u00fcr Covid-19-Antik\u00f6rpertherapie<\/strong><\/h3>\n<p><strong>8.55 Uhr:<\/strong> Der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline und sein Partner Vir Biotechnology planen nach positiven Studiendaten mit einem Corona-Medikament einen Antrag auf Notfallzulassung. Ein unabh\u00e4ngiges Kontrollgremium sah Hinweise auf eine hochgradige Wirksamkeit der Antik\u00f6rpertherapie und empfahl, die Aufnahme weiterer Patienten in die Studie zu unterbrechen, wie die beiden Unternehmen am Donnerstag mitteilten. Eine Zwischenanalyse basierend auf Daten von 583 Patienten der entscheidenden Phase-3-Studie zeigte demnach einen R\u00fcckgang von 85 Prozent bei Krankenhauseinweisungen und Todesf\u00e4llen gegen\u00fcber einem Scheinmedikament (Placebo).<\/p>\n<p>Auf Basis dieser Ergebnisse wollen GSK und Vir nun bei der US-Gesundheitsbeh\u00f6rde FDA und auch in weiteren L\u00e4ndern eine Notfallzulassung f\u00fcr die Antik\u00f6rper-Therapie beantragen. Eine vitro-Laborstudie mit dem Mittel hat nach Angaben der beiden Unternehmen zudem gezeigt, dass der Antik\u00f6rper auch gegen die ansteckenderen neuen Virus-Varianten effektiv ist.<\/p>\n<h3>Corona-Pandemie verhindert Naturschutz<\/h3>\n<p><strong>8.47 Uhr: <\/strong>Der Naturschutz hat in vielen Teilen der Welt wegen der Corona-Pandemie schweren Schaden genommen. So mussten in mehr als der H\u00e4lfte aller Schutzgebiete in Afrika Patrouillen und Eins\u00e4tze gegen Wilderer reduziert oder eingestellt werden, wie die Weltnaturschutzunion (IUCN) am Donnerstag in Gland bei Genf berichtete. Auch ein Viertel aller Schutzgebiete in Asien meldete Einschr\u00e4nkungen bei Naturschutzaktivit\u00e4ten. In Nord- und Lateinamerika sowie in Europa und der Region Ozeanien seien die wichtigsten Funktionen aufrechterhalten worden, obwohl Eink\u00fcnfte durch Touristen fehlten.<\/p>\n<p>Nach Umfragen in mehr als 60 L\u00e4ndern verlor jeder f\u00fcnfte Wildh\u00fcter seinen Arbeitsplatz, jeder vierte musste mit einer Einkommensk\u00fcrzung oder Auszahlungsversp\u00e4tung fertig werden, schreibt die IUCN in der hauseigenen Zeitschrift \u00bbParks\u00ab. In 22 L\u00e4ndern seien in mindestens 64 F\u00e4llen Erhaltungsma\u00dfnahmen in Schutzgebieten zugunsten von Stra\u00dfenbau oder \u00d6l- und Gasf\u00f6rderung zur\u00fcckgenommen worden. Nat\u00fcrlich habe die Gesundheitskrise der Menschen in der Corona-Pandemie Priorit\u00e4t, sagte IUCN-Generaldirektor Bruno Oberle. \u00bbAber wir d\u00fcrfen nicht vergessen, dass wir nur mit Investitionen in eine gesunde Natur eine solide Basis f\u00fcr die Erholung von der Pandemie schaffen und k\u00fcnftige Krisen der \u00f6ffentlichen Gesundheit vermeiden.\u00ab<\/p>\n<h3>Kambodscha meldet ersten Corona-Toten<\/h3>\n<p><strong>8.33 Uhr: <\/strong>In Kambodscha ist ein 50-J\u00e4hriger als erster Mensch, der an Covid-19 gestorben ist, registriert worden. Das teilte das Gesundheitsministerium mit. Der Tod des Mannes steht im Zusammenhang mit einem lokalen Ausbruch mit mehreren hundert Infizierten.<\/p>\n<p>Der Verstorbene hatte offiziellen Angaben zufolge als Fahrer f\u00fcr einen ebenfalls infizierten chinesischen Staatsb\u00fcrger gearbeitet. Am 27. Februar wurde er positiv auf das Coronavirus getestet, nicht einmal zwei Wochen sp\u00e4ter starb er.<\/p>\n<p>Mit insgesamt nur rund 1100 Coronavirus-Infektionen z\u00e4hlt Kambodscha zu den L\u00e4ndern mit den wenigsten F\u00e4llen in Asien. Ein starker Anstieg der Infektionen seit dem 20. Februar hat die Gesamtzahl jedoch mehr als verdoppelt hat.<\/p>\n<h3>Kassen\u00e4rztliche Bundesvereinigung glaubt nicht an Impfbeginn in Hausarztpraxen im April<\/h3>\n<p><strong>8.22 Uhr:<\/strong> Der Chef der Kassen\u00e4rztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, sieht die Haus- und Fach\u00e4rzte nicht wie von der Bundesregierung geplant im April mit den Corona-Impfungen starten. Auf die Impfressourcen k\u00f6nne \u00bbwohl erst im Mai in Arztpraxen zur\u00fcckgegriffen werden\u00ab, sagte Gassen im ZDF-\u00bbMorgenmagazin\u00ab. Es fehle an Impfstoff. Au\u00dferdem habe die Regierung entschieden, vorerst die Menschen priorit\u00e4r weiter in Impfzentren zu immunisieren.<\/p>\n<p>\u00bbF\u00fcnf Millionen Impfungen pro Woche sind in Arztpraxen ohne gro\u00dfe Anstrengung machbar\u00ab, sagte der KBV-Vorstandsvorsitzende. Voraussetzung sei, dass diese Impfstoffmengen verf\u00fcgbar seien. \u00bbDann w\u00e4ren 50.000 oder 100.000 Praxen im Impfprozess beteiligt. Das k\u00f6nnen sogar mehr werden\u00ab, stellte Gassen in Aussicht.<\/p>\n<p>Nach Beratungen im Bundesgesundheitsministerium am Mittwoch hie\u00df es, die Corona-Impfungen in den Hausarztpraxen k\u00f6nnten routinem\u00e4\u00dfig wohl erst Mitte April starten. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpr\u00e4sidentinnen und -pr\u00e4sidenten der L\u00e4nder hatten in ihren Corona-Beratungen vergangene Woche noch einen Impfstart in den Praxen Anfang April anvisiert.<\/p>\n<h3>Roche erleidet R\u00fcckschlag bei Entwicklung von Corona-Medikament<\/h3>\n<p><strong>7.48 Uhr: <\/strong>Das Medikament Actemra des Schweizer Pharmakonzerns Roche hat in einer klinischen Studie den Wirkungsnachweis bei schwer erkrankten Covid-19-Patienten verfehlt. Durch die Verabreichung der Arznei zus\u00e4tzlich zum Medikament Remdesivir von Gilead verringerte sich die Zeit bis zur Krankenhausentlassung von Patienten mit schwerer Lungenentz\u00fcndung nicht.<\/p>\n<p>Das prim\u00e4re Hauptziel des Phase-III-Tests wurde damit nicht erreicht. Auch die Notwendigkeit f\u00fcr eine k\u00fcnstliche Beatmung und das Sterberisiko nahmen nicht ab. Roche testet den Einsatz von Actemra bei einer Coronavirus-Infektion in verschiedenen Studien und Kombinationen.<\/p>\n<h3>Passagieraufkommen am Flughafen Frankfurt sinkt weiter<\/h3>\n<p><strong>7.19 Uhr: <\/strong>Am Frankfurter Flughafen ist der Passagierverkehr wegen der anhaltenden Shutdowns und Reisebeschr\u00e4nkungen im Februar noch einmal deutlich abgesackt. Der Flughafenbetreiber Fraport z\u00e4hlte an Deutschlands gr\u00f6\u00dftem Luftfahrt-Drehkreuz im vergangenen Monat 681.845 Passagiere und damit 84,4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie er mitteilte.<\/p>\n<p>Das waren rund 200.000 Passagiere weniger als im Januar, als der R\u00fcckgang im Jahresvergleich 80,9 Prozent betragen hatte. Viele Fluggesellschaften hatten auf die Lockdowns in zahlreichen L\u00e4ndern reagiert und ihr ohnehin gekapptes Flugangebot weiter zur\u00fcckgefahren.<\/p>\n<p>Im Cargo-Gesch\u00e4ft ging es hingegen kr\u00e4ftig aufw\u00e4rts. Im Februar erh\u00f6hte sich das Aufkommen an Fracht und Luftpost in Frankfurt am Main im Jahresvergleich um 21,7 Prozent auf 180.725 Tonnen.<\/p>\n<h3>Ramelow wirbt f\u00fcr Bestellung von Sputnik-Impfstoff<\/h3>\n<p><strong>5.55 Uhr: <\/strong>Th\u00fcringens Ministerpr\u00e4sident Bodo Ramelow hat daf\u00fcr geworben, den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V zu bestellen. \u00bbF\u00fcr mich ist der Sputnik-Impfstoff eine gro\u00dfe Chance, wieder schneller zur Normalit\u00e4t zur\u00fcckzukehren\u00ab, sagte der Linkenpolitiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. \u00bbIch appelliere an die Bundesregierung, gegen\u00fcber der EU deutlich zu machen, dass jetzt bei den Produzenten von Sputnik entsprechende Impfmengen geordert werden sollten.\u00ab<\/p>\n<p>Die Europ\u00e4ische Arzneimittel-Agentur (EMA) pr\u00fcft Sputnik V derzeit. Die EU-Kommission hatte vergangene Woche klargestellt, dass sie mit den Sputnik-Herstellern derzeit nicht \u00fcber einen Lieferrahmenvertrag f\u00fcr alle 27 EU-Staaten verhandelt.<\/p>\n<h3>Brasilien meldet erstmals \u00fcber 2000 Corona-Tote in 24 Stunden<\/h3>\n<p><strong>5.50 Uhr: <\/strong>Nach der bisher todbringendsten Woche in der Pandemie hat Brasilien erstmals mehr als 2000 Corona-Tote an einem Tag erfasst. 2286 Menschen sind nach Daten des Gesundheitsministeriums in Bras\u00edlia vom Mittwochabend (Ortszeit) innerhalb von 24 Stunden gestorben.<\/p>\n<p>Insgesamt sind damit in Brasilien 270.656 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Neu infiziert haben sich 79.876 Menschen, womit die Zahl der Corona-Infizierten in dem gr\u00f6\u00dften Land Lateinamerikas auf mehr als 11,2 Millionen stieg. Nur in den USA und in Indien sind die Zahlen noch h\u00f6her.<\/p>\n<p>Brasilien, das erst im Januar mit Impfungen begann, ist eines der am st\u00e4rksten von der Pandemie betroffenen L\u00e4nder. Das Gesundheitssystem ist in vielen St\u00e4dten zusammengebrochen. So haben die Intensivstationen f\u00fcr Covid-19-Patienten etwa in Porto Velho, Campo Grande und Porto Alegre laut der Forschungseinrichtung \u00bbFunda\u00e7\u00e3o Oswaldo Cruz\u00ab (Fiocruz) 100 Prozent Auslastung erreicht.<\/p>\n<p>Nach Angaben der Forschungseinrichtung Fiocruz haben die intensive Zirkulation von Menschen und die zunehmende Ausbreitung von Sars-CoV-2 das Auftreten von \u00bbbesorgniserregenden Varianten\u00ab in Brasilien wie der offenbar im Amazonasgebiet entstandenen neuen P.1-Variante beg\u00fcnstigt.<\/p>\n<p>Lokale Politiker haben den Ernst der Lage erkannt und die Ma\u00dfnahmen gegen eine rasante Ausbreitung des Coronavirus zuletzt versch\u00e4rft. Pr\u00e4sident Jair Bolsonaro, der das Coronavirus von Anfang an verharmlost hatte und mittlerweile auch den Sinn einer Impfung in Zweifel zieht, lehnt Einschr\u00e4nkungen aus wirtschaftlichen Gr\u00fcnden weiter ab.<\/p>\n<h3>Mehrere Unternehmen bieten Mitarbeitern offenbar Schnelltests an<\/h3>\n<p><strong>4.45 Uhr: <\/strong>Mehrere gro\u00dfe Unternehmen wollen ihrer Belegschaft laut einem Medienbericht Corona-Schnelltests in der Firma oder f\u00fcr zu Hause anzubieten. Unter anderem planten dies Aldi S\u00fcd, Aldi Nord, Henkel, Metro, Rewe, RWE und Telekom, berichtete die \u00bbRheinische Post\u00ab. Beim Handelskonzern Metro soll es demnach f\u00fcr die Besch\u00e4ftigten in der Zentrale pro Woche zwei Tests geben.<\/p>\n<p>Aldi S\u00fcd und Aldi Nord bieten den Besch\u00e4ftigten in den Filialen ab n\u00e4chster Woche alle sieben Tage einen kostenlosen Selbsttest an. Der Energieversorger RWE will dem Bericht zufolge Schnelltests und Selbsttests an allen gro\u00dfen Standorten anbieten. Bei Henkel bek\u00e4men alle Mitarbeiter in Deutschland f\u00fcnf Selbsttests nach Hause geschickt, Vodafone pr\u00fcfe eine \u00e4hnliche Aktion. Die Deutsche Post habe schon mehr als 46.000 Tests an deutschen Betriebsst\u00e4tten vorgenommen.<\/p>\n<h3>Haus\u00e4rzteverband kritisiert Verz\u00f6gerung beim Impfstart in Arztpraxen<\/h3>\n<p><strong>4.00 Uhr: <\/strong>Der Chef des Haus\u00e4rzteverbands, Ulrich Weigeldt, hat die Verz\u00f6gerung beim Start der Corona-Impfungen in den Hausarztpraxen kritisiert. \u00bbWir sind nicht nur bereit, wir scharren schon seit Wochen ungeduldig mit den Hufen\u00ab, sagte Weigeldt dem Deutschlandfunk. Er k\u00f6nne nicht nachvollziehen, dass \u00bbman das Volk sozusagen im Lockdown h\u00e4lt\u00ab, statt es zu impfen. Die Impfzentren seien am Anfang sicher notwendig gewesen. In den Praxen k\u00f6nne aber schneller und besser geimpft werden.<\/p>\n<p>Die Gesundheitsminister von Bund und L\u00e4ndern hatten sich am Mittwoch auf die Empfehlung geeinigt, mit den Corona-Impfungen in den Hausarztpraxen routinem\u00e4\u00dfig Mitte April zu beginnen. Begr\u00fcndet wurde dies damit, dass noch nicht gen\u00fcgend Impfstoff f\u00fcr einen fr\u00fcheren Start zur Verf\u00fcgung stehe. Zuvor war ein Impfstart in den Praxen Anfang April anvisiert worden. Die endg\u00fcltige Entscheidung treffen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die L\u00e4nderchefs auf Grundlage der Empfehlung der Gesundheitsminister.<\/p>\n<h3>RKI-Chef Wieler warnt: dritte Corona-Welle hat begonnen<\/h3>\n<p><strong>3.45 Uhr: <\/strong>Ein Jahr nach der Erkl\u00e4rung einer Pandemie durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat in Deutschland nach \u00dcberzeugung des Robert Koch-Instituts die dritte Corona-Welle begonnen. \u00bbWir haben ganz klare Anzeichen daf\u00fcr: In Deutschland hat die dritte Welle schon begonnen\u00ab, sagte RKI-Pr\u00e4sident Lothar Wieler im Gespr\u00e4ch mit der Uno-Journalistenvereinigung (ACANU) in Genf. \u00bbIch bin sehr besorgt.\u00ab Die strikte Anwendung von Schutzma\u00dfnahmen wie Maske tragen und Abstand halten sei trotz Impfungen weiter dringend n\u00f6tig.<\/p>\n<p>Die Impfkampagne sei ein Wettlauf gegen das mutierende Virus. Die Ziellinie sei aber in Sicht: Wenn es keine Unterbrechungen wegen Produktionsausf\u00e4llen oder aus anderen Gr\u00fcnden gebe, k\u00f6nnten bis Herbst 80 Prozent der Bev\u00f6lkerung immun gegen das Virus seien. \u00bbWenn das der Fall ist, k\u00f6nnen alle Ma\u00dfnahmen aufgehoben werden\u00ab, sagte Wieler. Er geht davon aus, dass nach den ersten Impfrunden Auffrischungen n\u00f6tig sind \u2013 in welchen Abst\u00e4nden, sei bislang unklar.<\/p>\n<h3>US-Regierung erlaubt dank Impfungen wieder Besuche in Pflegeheimen<\/h3>\n<p><strong>2.35 Uhr:<\/strong> Angesichts der erfolgreichen Corona-Impfkampagne in Pflege- und Altenheimen sind in den Einrichtungen nach einer neuen Richtlinie wieder Besuche erlaubt. Dies gelte unabh\u00e4ngig davon, ob die Besucher oder Heimbewohner geimpft seien, teilte die zust\u00e4ndige Beh\u00f6rde CMS mit. In den Heimen seien bislang rund drei Millionen Menschen geimpft worden, hie\u00df es. Die \u00bblange anhaltende Isolierung und Trennung von der der Familie\u00ab wegen der Pandemie h\u00e4tten die Heimbewohner und deren Angeh\u00f6rige psychologisch, emotional und k\u00f6rperlich belastet, hie\u00df es von der Beh\u00f6rde.<\/p>\n<p>Besuche sollen demnach nur in Ausnahmef\u00e4llen untersagt werden k\u00f6nnen, etwa wenn in einem Gebiet mehr als zehn Prozent aller Corona-Tests positiv ausfallen und weniger als 70 Prozent der Heimbewohner vollst\u00e4ndig geimpft sind. Zudem sollen Besuche auch bei Menschen mit aktiver Infektion untersagt werden k\u00f6nnen, oder bei jenen, die sich in Quarant\u00e4ne befinden. Doch selbst in diesen F\u00e4llen sollen bei dringlichen gesundheitlichen Gr\u00fcnden Besuche m\u00f6glich sein.<\/p>\n<p>Die neuen Richtlinien seien in Zusammenarbeit mit der US-Gesundheitsbeh\u00f6rde CDC erarbeitet worden, erkl\u00e4rte das CMS. Dabei handelt es sich um das Zentrum f\u00fcr Medicare und Medicaid Services, also eine Beh\u00f6rde, die unter anderem f\u00fcr die Gesundheitsversorgung von Amerikanern ab dem Rentenalter zust\u00e4ndig ist.<\/p>\n<h3>Lauterbach: Kein h\u00f6heres Impftempo im April durch Haus\u00e4rzte<\/h3>\n<p><strong>2.10 Uhr:<\/strong> SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach d\u00e4mpft Erwartung an ein h\u00f6heres Impf-Tempo im April. &quot;Es ist richtig, die Haus\u00e4rzte in die Impfstrategie einzubinden, auch wenn sich dadurch das Impftempo wegen des Mangels an Dosen bis Ende April noch nicht wesentlich erh\u00f6hen l\u00e4sst&quot;, sagt Lauterbach der Zeitung, \u00bbRheinische Post\u00ab.<\/p>\n<h3>Union verliert durch Maskenaff\u00e4re Vertrauen<\/h3>\n<p><strong>1.45 Uhr:<\/strong> Die Union verliert durch die Maskenaff\u00e4re an Vertrauen in der Bev\u00f6lkerung. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Online-Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der Zeitungen der Funke Mediengruppe. Demnach vertrauen nur rund ein Drittel der Befragten der Union in gleichem Ma\u00dfe wie vor den Korruptionsvorw\u00fcrfen. Rund 60 Prozent geben hingegen an, dass die Maskenaff\u00e4re ihr Vertrauen in die CDU und CSU negativ beeinflusst habe. Gut 75 Prozent der Befragten rechnen damit, dass die Parteien daher bei der Bundestagswahl mit gro\u00dfer Wahrscheinlichkeit Schaden nehmen werden.<\/p>\n<h3>Zahn\u00e4rzte wollen beim Impfen helfen<\/h3>\n<p><strong>0.35 Uhr:<\/strong> Die Zahn\u00e4rzte in Deutschland bieten weiterhin an, bei Test- und Impfma\u00dfnahmen zu unterst\u00fctzen. &quot;Das Angebot gilt weiterhin&quot;, sagt der Vorsitzende der Kassenzahn\u00e4rztlichen Bundesvereinigung (KZBV), Wolfgang E\u00dfer, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).<\/p>\n<p>Als approbierte \u00c4rzte seien Zahn\u00e4rzte grunds\u00e4tzlich dazu bef\u00e4higt, Impfungen durchzuf\u00fchren. Gerade im Hinblick auf schnelle und fl\u00e4chendeckende Impfungen sei es wichtig, ausreichend Impf-\u00c4rzte zu haben.<\/p>\n<h3>Malta schlie\u00dft Schulen und Gesch\u00e4fte<\/h3>\n<p><strong>0.10 Uhr:<\/strong> Malta schlie\u00dft im Kampf gegen die steigenden Corona-Zahlen ab Donnerstag die Schulen sowie alle Gesch\u00e4fte und Dienstleistungen, die nicht als systemrelevant gelten. Die Sperren gelten f\u00fcr rund einen Monat, k\u00fcndigte Premierminister Robert Abela in einer Ansprache am Mittwoch an. Reisen auf Maltas Schwesterinsel Gozo w\u00fcrden eingeschr\u00e4nkt. Organisierter Sport ist k\u00fcnftig verboten. Hochzeiten d\u00fcrften nicht mehr gefeiert werden.<\/p>\n<p>Die Beschr\u00e4nkungen gelten den Angaben zufolge bis mindestens 11. April, wenn die Osterferien enden. Zuvor hatte das kleine EU-Land mit rund 500.000 Einwohnern einen Rekordwert von \u00fcber 500 Corona-Neuinfektionen in 24 Stunden registriert.<\/p>\n<h3>WHO-Einstufung von Corona als Pandemie j\u00e4hrt sich zum ersten Mal<\/h3>\n<p><strong>0.05 Uhr:<\/strong> Die Einstufung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus als Pandemie j\u00e4hrt sich am Donnerstag zum ersten Mal. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte Covid-19 am 11. M\u00e4rz 2020 zur Pandemie erkl\u00e4rt. Der Begriff \u00bbPandemie\u00ab setzt sich aus den altgriechischen W\u00f6rtern \u00bbpan\u00ab f\u00fcr \u00bballes\u00ab und \u00bbdemos\u00ab f\u00fcr \u00bbVolk\u00ab zusammen. Die WHO definiert eine Pandemie als eine Situation, in der die gesamte Weltbev\u00f6lkerung potenziell einem Erreger ausgesetzt ist \u2013 und das Risiko besteht, dass \u00bbein Teil von ihr erkrankt\u00ab.<\/p>\n<p>Ihre h\u00f6chste Alarmstufe wegen des neuartigen Erregers hatte die WHO allerdings schon am 30. Januar 2020 ausgerufen, indem sie die Ausbreitung von Sars-CoV-2 zum \u00bb\u00f6ffentlichen Gesundheitsnotfall von internationalem Interesse\u00ab erkl\u00e4rte. Seit der Registrierung der ersten Infektionen im Dezember 2019 in China wurden bis heute weltweit mehr als 117 Millionen Ansteckungen nachgewiesen. Mehr als 2,6 Millionen Infizierte starben.<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Besucher gehen durch das Einkaufszentrum Foto:\u2002Caroline Seidel\/ dpa Dieser Artikel wird laufend aktualisiert. Nichts mehr verpassen: F\u00fcr die neuesten Entwicklungen und wichtigsten Hintergr\u00fcnde abonnieren Sie unseren Coronavirus-Newsletter. 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