{"id":6356,"date":"2021-03-08T09:26:35","date_gmt":"2021-03-08T06:26:35","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-corona-krise-papst-franziskus-weltfrauentag-george-floyd-derek-chauvin\/"},"modified":"2021-03-08T09:26:35","modified_gmt":"2021-03-08T06:26:35","slug":"news-corona-krise-papst-franziskus-weltfrauentag-george-floyd-derek-chauvin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-corona-krise-papst-franziskus-weltfrauentag-george-floyd-derek-chauvin\/","title":{"rendered":"News: Corona-Krise, Papst Franziskus, Weltfrauentag, George Floyd, Derek Chauvin"},"content":{"rendered":"<h3>Pleiten, Pech und Korruption<\/h3>\n<p class=\"caps\">Es ist der Montag der Lockerungen: <strong>Baum\u00e4rkte, Gartenm\u00e4rkte, Baumschulen sowie Buchhandlungen<\/strong> d\u00fcrfen heute in den meisten Bundesl\u00e4ndern wieder \u00f6ffnen, auch <strong>Museen und Kosmetikstudios<\/strong>, zum Teil auch <strong>der Einzelhandel<\/strong>. Au\u00dferdem d\u00fcrfen sich nun wieder zwei Hausst\u00e4nde treffen, insgesamt <strong>f\u00fcnf Personen<\/strong>. Das ganze Wirrwarr der \u00d6ffnungsschritte finden Sie hier.<\/p>\n<p>Ab heute sollen theoretisch jeder B\u00fcrger und jede B\u00fcrgerin w\u00f6chentlich <strong>einen kostenlosen Corona-Schnelltest<\/strong> erhalten. Ob das unser Leben wirklich ver\u00e4ndert, ist noch unklar. Viele Bundesl\u00e4nder haben neue Testzentren eingerichtet, oder Apotheken und Haus\u00e4rzte eingespannt \u2013 vielerorts gibt es aber noch zu wenig Tests. Daf\u00fcr verkauften einige Discounter schon am Wochenende Schnelltests. Doch auch die waren umgehend ausverkauft. Es l\u00e4uft also weiterhin: nicht besonders gut.<\/p>\n<p>Und dann das: Es ist f\u00fcr die Union nichts weniger als eine Katastrophe, dass zwei ihrer Abgeordneten sich mit Maskendeals selbst bereichert haben \u2013 und nun sind die beiden zwar aus der Unionsfraktion ausgetreten, klammern sich aber vorerst noch an ihre \u00c4mter und wollen erst zum Ende der Legislatur aus dem Bundestag ausscheiden: <strong>Nikolas L\u00f6bel<\/strong> (CDU, Baden-W\u00fcrttemberg) und CSU-Mann <strong>Georg N\u00fc\u00dflein<\/strong> haben inmitten der Pandemie Hunderttausende Euro mit der Maskennot verdient. Das ist nicht nur unanst\u00e4ndig, es k\u00f6nnte auch strafbar sein \u2013 es laufen Korruptionsermittlungen.<\/p>\n<p>Am 14. M\u00e4rz wird in Rheinland-Pfalz und Baden-W\u00fcrttemberg neu gew\u00e4hlt \u2013 in beiden L\u00e4ndern droht der Union nicht nur wegen des j\u00fcngsten Skandals ein Desaster. Meine SPIEGEL-Kollegen schreiben: \u00bbSeit Wochen diskutieren Konservative auch im Bund ein Schreckensszenario, das nun immer wahrscheinlicher wird: Dass k\u00fcnftig nicht nur in Mainz, sondern auch in Stuttgart eine Ampel aus SPD, Gr\u00fcnen und FDP regiert.\u00ab<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Maskenaff\u00e4re bei CDU und CSU: Die Panik-Union<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Keine Burkas zwischen Genf und St. Gallen<\/h3>\n<p>Eine knappe Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer hat in einer Volksabstimmung <strong>ein Verh\u00fcllungsverbot in die Bundesverfassung<\/strong> geschrieben: 51,2 Prozent waren daf\u00fcr. Zwar tr\u00e4gt in der Schweiz bisher schon keine Frau eine Burka und wohl auch nur rund 30 Frauen einen Gesichtsschleier. Das Anliegen hat dennoch einen Nerv getroffen \u2013 nicht nur im rechten Lager, wo die Volksinitiative entstand, sondern auch bei manchen Linken, die mit ihrer Zustimmung Frauenrechte sch\u00fctzen wollten. Die gestrige Entscheidung hat deutlich weniger Sprengkraft als das Minarettverbot, das in der Schweiz vor zw\u00f6lf Jahren ebenfalls in einer Volksabstimmung beschlossen wurde: <strong>Verh\u00fcllungsverbote gibt es bereits in Frankreich und \u00d6sterreich<\/strong>, und es l\u00e4sst sich auch kaum bestreiten, dass Gesichtsschleier Ausdruck einer patriarchalen Kultur sind.<\/p>\n<p>Da sie in der Schweizer Realit\u00e4t aber keine Rolle spielen, weil sie im Alltag nicht existieren, kann man die Entscheidung auch im Kontext einer ganz anderen Debatte sehen: der <strong>Identit\u00e4tspolitik<\/strong>. In diesem Fall ist es \u2013 anders als bei der zuletzt viel gescholtenen linken Identit\u00e4tspolitik \u2013 nicht so, dass eine Minderheit lautstark f\u00fcr ihre Rechte und Sensibilit\u00e4ten k\u00e4mpft, sondern es ist umgekehrt: Eine Mehrheit entscheidet \u00fcber eine verschwindend geringe Minderheit, um sich ihrer eigenen Identit\u00e4t und Kultur zu vergewissern. Unsere Autorin Charlotte Theile kommentiert: \u00bbWieder einmal ist es Populisten in einem europ\u00e4ischen Land gelungen, Stimmung gegen Muslime zu machen \u2013 und aus dieser Stimmung eine Regelung abzuleiten, die inhaltlich wenig, symbolisch aber viel ver\u00e4ndert.\u00ab<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Kommentar zum Schweizer \u00bbBurkaverbot\u00ab: Identit\u00e4tspolitik von rechts<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Hoch lebe der Papst!<\/h3>\n<p>Einen gibt es, der sehr weit weg ist von dieser Art von giftigen Identit\u00e4tsdebatten \u2013 sowohl im \u00fcbertragenen als auch im w\u00f6rtlichen Sinn: <strong>Papst Franziskus<\/strong> fliegt heute von seiner denkw\u00fcrdigen Irak-Reise zur\u00fcck nach Rom. Der 84-j\u00e4hrige Pontifex hat beeindruckende Bilder und Eindr\u00fccke geschaffen auf seiner Reise in die Wiege der Christenheit im Zweistromland: Als Franziskus dem h\u00f6chsten schiitischen Geistlichen <strong>Ali al-Sistani<\/strong> gegen\u00fcber sa\u00df \u2013 der eine ganz in Schwarz, der andere ganz in Wei\u00df gekleidet. Als er eine <strong>Messe in Mossul<\/strong> hielt, wo vor wenigen Jahren die Terror-Miliz \u00bbIslamischer Staat\u00ab herrschte und davon tr\u00e4umte, Rom zu erobern. Als er die <strong>Christenstadt Karakosch<\/strong> besuchte, die der IS besetzt und deren Kirchen er gesch\u00e4ndet hatte.<\/p>\n<p>F\u00fcr die schrumpfende Minderheiten der Christen im Irak war der Besuch des Papstes ein Fest. Als Zeichen an die muslimische Welt insgesamt und die irakischen Schiiten im Besonderen war er nicht zu untersch\u00e4tzen. Nicht zuletzt war es mutig vom Papst, die Reise angesichts der Sicherheitslage im Irak zu unternehmen. Es war ein aufrichtiges Bekenntnis zur Vers\u00f6hnung der Weltreligionen \u2013 und eine Reise, die man jetzt schon als Verm\u00e4chtnis sehen kann. Mutig stiftete er Vers\u00f6hnung.<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Papst Franziskus im Irak: Reise ins Risiko<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Prozess gegen den Polizisten, der George Floyd t\u00f6tete<\/h3>\n<p>Es ist fast ein Jahr her, dass in Minneapolis Polizisten einen unbewaffneten schwarzen Mann t\u00f6teten: <strong>Der Tod von George Floyd<\/strong> in den H\u00e4nden der Polizei war der Beginn einer Welle von \u00bbBlack Lives Matter\u00ab-Protesten, die erst die USA ersch\u00fctterten und bis nach Deutschland \u00fcberschwappten. Heute nun beginnt das Gerichtsverfahren gegen den Hauptangeklagten <strong>Derek Chauvin<\/strong>, der auf dem ber\u00fcchtigten Tatvideo zu sehen ist, wie er Floyd das Knie minutenlang in den Nacken dr\u00fcckt. Dem wei\u00dfen Ex-Polizisten wird Mord zweiten Grades vorgeworfen, was in Deutschland dem Straftatbestand Totschlag entsprechen w\u00fcrde. Darauf stehen im Bundesstaat Minnesota bis zu 40 Jahre Haft. Das Verfahren beginnt heute mit der <strong>Wahl der Geschworenen<\/strong>, erst am 29. M\u00e4rz werden die eigentlichen Verhandlungen beginnen \u2013 und wohl etwa einen Monat dauern. Das Gerichtsverfahren rei\u00dft alte Wunden auf, aus Angst vor Protesten ist das Stadtzentrum weitgehend abgesperrt. Aber es ist auch eine Gelegenheit f\u00fcr die Justiz, ein Verbrechen zu ahnden, das Amerika fast zerriss.<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>George Floyd und Derek Chauvin: Zwei amerikanische Leben<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Story des Tages: Gewalt gegen Frauen<\/h3>\n<p>Die Zahl macht fassungslos: <strong>Jeden dritten Tag bringt ein Mann in Deutschland seine Partnerin oder Ex-Partnerin um<\/strong>. Viele dieser Verbrechen lie\u00dfen sich verhindern, doch die Politik bleibt unt\u00e4tig. Dazu m\u00f6chte ich Ihnen das heutige <strong>\u00bbSpitzengespr\u00e4ch\u00ab<\/strong> auf spiegel.de empfehlen: <strong>Bundesjustizministerin Christine Lambrecht <\/strong>spricht heute um 14.30 Uhr mit SPIEGEL-Redakteurin Laura Backes und ihrer Co-Autorin Margherita Bettoni \u00fcber deren Buch \u00bbAlle drei Tage\u00ab. Der Moderator ist Markus Feldenkirchen. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Buch:<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Warum M\u00e4nner ihre Partnerinnen t\u00f6ten: \u00bbWenn ich dich nicht haben kann, dann auch kein anderer\u00ab<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Verlierer des Tages\u2026<\/h3>\n<p>\u2026sind <strong>wir selbst<\/strong>. Zum heutigen Weltfrauentag haben wir uns selbst gepr\u00fcft: Wie oft schreiben wir beim SPIEGEL \u00fcber M\u00e4nner, wie oft \u00fcber Frauen? Damit sind nicht nur Politikerinnen und Politiker gemeint, nicht nur Prominente, sondern auch ganz normale Menschen, die jeden Tag namentlich in unseren Texten vorkommen \u2013 das Ergebnis unseres Datenteams ist f\u00fcr uns selbst nicht erfreulich: Frauen kommen sehr, sehr viel seltener vor \u2013 <strong>M\u00e4nner werden mehr als dreimal so h\u00e4ufig erw\u00e4hnt<\/strong>.<\/p>\n<p>Und das ist wirklich nicht dadurch zu erkl\u00e4ren, dass M\u00e4nner oft in m\u00e4chtigeren Positionen sind. Frauen sind die H\u00e4lfte der Weltbev\u00f6lkerung. Als Journalistinnen und Journalisten muss es unser Anspruch sein, \u00fcber die Welt so zu schreiben, wie sie ist. In seinem Kommentar schreibt unser Chefredakteur Steffen Klusmann heute: \u00bbDass dieses Verh\u00e4ltnis unausgeglichen sein w\u00fcrde, war uns klar. Dass es aber so eindeutig zu Ungunsten der Frauen ausf\u00e4llt, hat uns nachdenklich gemacht.\u00ab Er verspricht, sich die BBC zum Vorbild zu nehmen, die sich das Ziel setzte: \u00bbIn allen Sendungen und in allen Beitr\u00e4gen so viele Frauen zu Wort kommen zu lassen, wie es der Realit\u00e4t entspricht: 50 Prozent.\u00ab<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Die Welt abbilden, wie sie ist \u2013 ein Kommentar von Steffen Klusmann<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Die j\u00fcngsten Meldungen aus der Nacht<\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>Herzogin Meghan beklagt Rassismus im britischen K\u00f6nigshaus: <\/strong>Spekulationen \u00fcber die Hautfarbe ihres Kindes, \u00bbRufmord\u00ab und Suizid-Gedanken: In einem TV-Interview hat Herzogin Meghan \u00fcber ihr Verh\u00e4ltnis zu den Royals gesprochen. Ehemann Harry wurde ebenfalls deutlich<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>CDU-Generalsekret\u00e4r fordert Mandatsverzicht von L\u00f6bel und N\u00fc\u00dflein: <\/strong>Die Unionspolitiker Nikolas L\u00f6bel und Georg N\u00fc\u00dflein haben sich bei der Beschaffung von Corona-Masken bereichert. Nun findet der Generalsekret\u00e4r der CDU klare Worte \u2013 und dr\u00e4ngt bei beiden zum sofortigen R\u00fccktritt<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Olaf Scholz verspricht bis zu zehn Millionen Impfungen pro Woche: <\/strong>International hinkt Deutschland bei der Impfrate bedenklich hinterher. Nun stellt Olaf Scholz Abhilfe in Aussicht. Ab Ende des Monats sollen die Kapazit\u00e4ten deutlich hochgefahren werden<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Die SPIEGEL+-Empfehlungen f\u00fcr heute<\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p>CDU-Politikerin Eisenmann: \u00bbSie m\u00fcssen als Frau immer charmant, entspannt und ruhig sein. Das nervt.\u00ab<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Lebensl\u00e4ufe auswerten, Kandidaten bewerten: Wie K\u00fcnstliche Intelligenz \u00fcber Ihren n\u00e4chsten Job entscheidet<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Duden-Beraterin \u00fcber Gendersprache: Was ist mit dem Gendersternchen, Frau Kopf?<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Soziologe \u00fcber politische Resilienz: Was wir aus der Coronakrise lernen sollten<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ich w\u00fcnsche Ihnen einen guten Start in den Tag.<\/p>\n<p><em>Ihr Mathieu von Rohr<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pleiten, Pech und Korruption Es ist der Montag der Lockerungen: Baum\u00e4rkte, Gartenm\u00e4rkte, Baumschulen sowie Buchhandlungen d\u00fcrfen heute in den meisten Bundesl\u00e4ndern wieder \u00f6ffnen, auch Museen und Kosmetikstudios, zum Teil auch<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-6356","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6356","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6356"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6356\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6356"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6356"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6356"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}