{"id":6163,"date":"2021-02-27T08:43:13","date_gmt":"2021-02-27T05:43:13","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/corona-news-am-samstag-die-wichtigsten-entwicklungen-zu-sars-cov-2-und-covid-19\/"},"modified":"2021-02-27T08:43:13","modified_gmt":"2021-02-27T05:43:13","slug":"corona-news-am-samstag-die-wichtigsten-entwicklungen-zu-sars-cov-2-und-covid-19","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/corona-news-am-samstag-die-wichtigsten-entwicklungen-zu-sars-cov-2-und-covid-19\/","title":{"rendered":"Corona-News am Samstag: Die wichtigsten Entwicklungen zu Sars-CoV-2 und Covid-19"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/5c4bbb60-83dc-4292-a393-8a92d44b8825_w948_r1.77_fpx49.17_fpy44.97.jpg\" title=\"Corona-Schnelltest in einem Testzelt in Sachsen-Anhalt\" alt=\"Corona-Schnelltest in einem Testzelt in Sachsen-Anhalt\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p class=\"caps\">Corona-Schnelltest in einem Testzelt in Sachsen-Anhalt<\/p>\n<p>  Foto:\u2002Hendrik Schmidt \/ dpa  <\/figcaption><\/figure>\n<p><em>Dieser Artikel wird laufend aktualisiert. <\/em><\/p>\n<p><em>Nichts mehr verpassen: F\u00fcr die neuesten Entwicklungen und wichtigsten Hintergr\u00fcnde abonnieren Sie unseren <\/em><em>Coronavirus-Newsletter<\/em><em>.<\/em><\/p>\n<h3>Reisebranche bereitet Sommerurlaube mit Impfpass und Schnelltests vor<\/h3>\n<p><strong>05.30 Uhr: <\/strong>Deutschlands Reiseveranstalter hoffen trotz der weiter hohen Corona-Zahlen auf eine Reisewelle zur Sommersaison. Massenhafte Schnelltests und ein digitaler Impfausweis sollen nach einem Jahr der Krise eine dringend ben\u00f6tigte Trendwende im Tourismus herbeif\u00fchren. Denn die Einbu\u00dfen durch Corona machen den Unternehmen nach Einsch\u00e4tzung des Deutschen Reiseverbands (DRV) angesichts des monatelangen Lockdowns immer mehr zu schaffen.<\/p>\n<p>Nach Angaben des DRV verzeichneten die deutschen Reiseveranstalter und -b\u00fcros im vergangenen Jahr einen Umsatzr\u00fcckgang von 80 Prozent, im Januar sogar von mehr als 90 Prozent. DRV-Pr\u00e4sident Norbert Fiebig appellierte daher: \u00bbDie Menschen, die endlich wieder raus m\u00f6chten, brauchen eine Perspektive, aber auch die Unternehmen, die Reisen anbieten und vermitteln, sowie die fast drei Millionen Besch\u00e4ftigten im Tourismus.\u00ab Auch die Urlaubsl\u00e4nder seien auf Touristen angewiesen.<\/p>\n<p>Hoffnung machen der Branche neben der Ank\u00fcndigung von Schnelltests, die jeder selbst durchf\u00fchren kann, vor allem die \u00dcberlegungen der EU, eine Art Corona-Impfpass f\u00fcr freies Reisen einzuf\u00fchren. EU-Ratschef Charles Michel sagte dazu nach einem Gipfeltreffen, die 27 Staaten n\u00e4herten sich in ihren Vorstellungen an. Welche Rechte an das Dokument gekn\u00fcpft sind, k\u00f6nne dann jedes Land f\u00fcr sich entscheiden.<\/p>\n<p>\u00bbReisen in Europa wird im Sommer 2021 m\u00f6glich sein \u2013 sicher und verantwortungsvoll\u00ab, legte sich der Chef des Touristikkonzerns TUI, Fritz Joussen, danach bereits fest. Die technische Entwicklung des EU-Impfpasses soll allerdings noch rund drei Monate dauern. Und geimpft sind bisher vor allem \u00e4ltere und pflegebed\u00fcrftige Menschen, die im Sommer nicht unbedingt nach Mallorca oder Malta fliegen werden. Dem Optimismus der Branche tut das jedoch keinen Abbruch.<\/p>\n<p>\u00bbEin europ\u00e4ischer Impfpass kann dabei helfen, Reisefreiheit wiederherzustellen. Daran besteht kein Zweifel\u00ab, sagte Joussen. Mit Spanien, Griechenland und Zypern sei TUI bereits in enger Abstimmung f\u00fcr die Sommersaison. Weitere Mittelmeer-L\u00e4nder w\u00fcrden bald folgen. Schon jetzt schl\u00e4gt sich das Interesse am Urlaub Joussen zufolge wieder st\u00e4rker in \u00bbBuchungen und Umsatz\u00ab nieder.<\/p>\n<p>Der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von DER Touristik Deutschland, Mark Tantz, bezeichnete den EU-Gipfel als Meilenstein. \u00bbDer digitale Impfpass wird eine erhebliche Erleichterung f\u00fcr den Reiseverkehr und insbesondere auf der Fernstrecke ein wichtiges Instrument werden\u00ab, sagte er. Dar\u00fcber hinaus werde eine ausgereifte Teststrategie \u00bbuns bis zur Herdenimmunit\u00e4t in den Weg zur Normalit\u00e4t f\u00fchren\u00ab.<\/p>\n<p>Auch die Lufthansa geht davon aus, dass Reisen in Gebiete mit \u00fcberschaubaren Infektionszahlen mit einer umfassenden Teststrategie wieder m\u00f6glich werden. International anerkannte digitale Impf- und Testnachweise seien f\u00fcr das Wiederanlaufen des Flugverkehrs von hoher Bedeutung, sagte eine Sprecherin.<\/p>\n<p>Zur\u00fcckhaltender sch\u00e4tzt dagegen der Reisekonzern FTI die Lage ein. \u00abDie Diskussion um den Impfpass ist aus unserer Sicht zu fr\u00fch angesetzt\u00bb, sagte Manager Ralph Schiller. \u00bbNoch ist der Anteil an Geimpften in der Bev\u00f6lkerung viel zu gering, als dass ein Impfpass zum jetzigen Zeitpunkt eine echte Ver\u00e4nderung f\u00fcr die Reisebranche und Urlauber bedeuten w\u00fcrde.\u00ab<\/p>\n<p>Schiller gab zu bedenken, dass in den n\u00e4chsten Monaten l\u00e4ngst nicht mit G\u00e4stezahlen wie vor Corona zu rechnen sei, wenn die M\u00f6glichkeit zu verreisen an den Impfpass gekoppelt werde. Eine technische Umsetzung des Passes bis Herbst w\u00e4re f\u00fcr ihn \u00bbvollkommen ausreichend\u00ab. Wichtiger seien kurzfristig breite Testm\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<h3>Experte rechnet mit starkem Anstieg der Corona-Infektionen<\/h3>\n<p><strong>05.15 Uhr:<\/strong> Die dritte Welle der Corona-Pandemie wird nach Berechnungen des Saarbr\u00fccker Pharmazie-Professors Thorsten Lehr \u00e4hnlich stark ausfallen wie die zweite. \u00bbIch gehe schon davon aus, dass wir wieder so Zust\u00e4nde wie vor Weihnachten bekommen werden\u00ab, sagte der Experte f\u00fcr Corona-Prognosen der dpa. Er rechnete damit, dass in der erste Aprilh\u00e4lfte wieder Sieben-Tage-Inzidenzen um 200 erreicht werden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Zwei Entwicklungen seien f\u00fcr den erneuten Anstieg der Corona-Zahlen verantwortlich. Zum einen sei die britische Mutante, die wohl um die 35 Prozent ansteckender sei, in Deutschland weiter auf dem Vormarsch. \u00bbSie wird auch hier die Oberhand gewinnen und weiter ansteigen bis in den 90-plus-Bereich\u00ab, sagte Lehr nach Analyse der j\u00fcngsten Zahlen des \u00bbCovid-Simulators\u00ab an der Universit\u00e4t des Saarlandes.<\/p>\n<p>Zum anderen sehe er seit Mitte Februar wieder mehr Kontakte, die zu h\u00f6heren Zahlen gef\u00fchrt h\u00e4tten. \u00bbIch bef\u00fcrchte, das hat ein bisschen was mit einer Lockdown-M\u00fcdigkeit zu tun. Und auch vielleicht mit einem Wiederanlaufen des normalen Lebens in gewissen Bereichen.\u00ab Nun stehen \u00d6ffnungen bevor \u2013 wie die der Friseure und anderer Betriebe ab dem 1. M\u00e4rz oder weiterer Schritte ab dem 8. M\u00e4rz. \u00bbAuch wenn die Lockerungen moderat sind, werden sie sich auswirken.\u00ab<\/p>\n<p>Die Wirkung der Impfungen sei momentan noch kaum zu sehen. Das liege daran, dass \u00fcber 95 Prozent noch nicht geimpft seien. Effekte sehe man erst, wenn man 30 Prozent der Bev\u00f6lkerung geimpft habe. \u00bbBei einem optimistischen Szenario w\u00fcrde ich erwarten, dass wir das vielleicht im Juni geschafft haben.\u00ab<\/p>\n<h3>Welt\u00e4rztechef will Lockerungen mit Ma\u00dfnahmen flankieren<\/h3>\n<p><strong>04.50 Uhr: <\/strong>Der Vorsitzende des Welt\u00e4rztebundes, Frank Ulrich Montgomery, spricht sich einer Zeitung zufolge f\u00fcr drei weitere Ma\u00dfnahmen bei einer Lockerung aus. Es m\u00fcsse erstens konsequent geimpft werden, zweitens eine gute Teststrategie vorliegen und drittens die Zahl der Neuinfektion \u00fcberwacht werden. Damit k\u00f6nne ein Wiederaufflackern der Infektionen im Keim erstickt werden, sagt er der \u00bbAugsburger Allgemeine\u00ab. Die Politik \u00bbkommt endlich ihrer Pflicht nach, nicht nur Lockdown und Einschr\u00e4nkungen zu verh\u00e4ngen, sondern sich Gedanken \u00fcber kluge Aussiegszenarien zu machen\u00ab.<\/p>\n<h3>Staatssekret\u00e4r: Impfstoffproduktion absichern und ausbauen <\/h3>\n<p><strong>04.10 Uhr: <\/strong>Die Bundesregierung hat gro\u00dfe Pl\u00e4ne f\u00fcr einen st\u00e4rkeren Ausbau der Impfstoffproduktion gegen das Coronavirus in Deutschland. Wirtschaftsstaatssekret\u00e4r Andreas Feicht sagte der dpa: \u00bbWir sind nicht alleine auf der Welt, wir tragen gro\u00dfe Verantwortung in Europa und international, vor allem mit Blick auf die \u00e4rmeren L\u00e4nder. Unser Ziel sind daher Impfstoffe \u00bbmade in Germany\u00ab in einer Gr\u00f6\u00dfenordnung, die auch signifikant zur Versorgung der Weltbev\u00f6lkerung beitragen kann.\u00ab<\/p>\n<p>Feicht hat die Leitung eines Staatssekret\u00e4rsausschusses \u00fcbernommen, dem eine neue Taskforce Impfstoffproduktion berichtet. Die Taskforce selbst wird vom Chef der Bundesanstalt f\u00fcr Immobilienaufgaben, Christoph Krupp, geleitet. Am Montag soll die Taskforce ihr operatives Gesch\u00e4ft starten. Sie soll mit den betroffenen Unternehmen rechtzeitig gegensteuern, wenn Engp\u00e4sse in der Impfstoffproduktion drohen. Am schleppenden Start der Impfkampagne in Deutschland hatte es massive Kritik gegeben.<\/p>\n<p>\u00bbEine zentrale Lehre aus der Krise ist, dass wir die Produktion gerade bei Impfstoffen, medizinischen Produkten und Vorprodukten in Deutschland und Europa wieder st\u00e4rken m\u00fcssen\u00ab, sagte Feicht. Auch sei eine st\u00e4rkere Diversifizierung in den Lieferketten notwendig, hierbei sei auch die Wirtschaft selbst gefragt.<\/p>\n<p>Im Wirtschaftsministerium seien in einer ersten Phase der Coronakrise im vergangenen Jahr F\u00f6rderprogramme f\u00fcr die Produktion von Filtervlies und Schutzmasken aufgesetzt worden, sagte Feicht und sprach von einem gro\u00dfen Erfolg. \u00bbAktuell stehen schon zus\u00e4tzliche Produktionskapazit\u00e4ten f\u00fcr mehr als 2 Milliarden Schutzmasken j\u00e4hrlich aus Investitionsvorhaben zur Verf\u00fcgung, die das Bundeswirtschaftsministerium f\u00f6rdert.\u00ab<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Schritt sei nun, die Impfstoffproduktion abzusichern und auszubauen. Dies habe auch eine industriepolitische Dimension. Der Staatssekret\u00e4rsausschuss und die Taskforce h\u00e4tten drei \u00fcbergreifende Ziele, so Feicht: \u00bbKurzfristig geht es darum, die Produktionsprozesse f\u00fcr Impfstoffe und Impfstoffzubeh\u00f6r in Deutschland so zu unterst\u00fctzen, dass die erforderlichen Impfdosen f\u00fcr alle B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger, die sich in diesem Jahr impfen lassen wollen, auch bereitgestellt werden k\u00f6nnen. Denn die Geschwindigkeit bei der Impfkampagne ist nat\u00fcrlich auch f\u00fcr alle Folgefragen, wie Lockerungen f\u00fcr die Wirtschaft, von entscheidender Bedeutung.\u00ab<\/p>\n<p>Mittelfristig gehe es darum, eine Industriestruktur in Deutschland und Europa so aufzubauen und zu verst\u00e4rken, dass eine Versorgung der Bev\u00f6lkerung mit Impfstoffen gew\u00e4hrleistet sei. \u00bbUnd ebenfalls industriepolitisch geht es darum, Deutschlands Stellung bei der Erforschung und Produktion von Impfstoffen mit neuartigen Technologien wie der mRNA-Technologie noch weiter auszubauen und langfristig zu sichern.\u00ab<\/p>\n<h3><strong>Dreyer: \u00bbDie Menschen sind total gestresst\u00ab<\/strong><\/h3>\n<p><strong>02.30 Uhr:<\/strong> Der Corona-Lockdown setzt den B\u00fcrgern nach Ansicht der rheinland-pf\u00e4lzischen Ministerpr\u00e4sidentin Malu Dreyer (SPD) zunehmend zu. Die Menschen machten zwar immer noch diszipliniert mit, sagte Dreyer der \u00bbSaarbr\u00fccker Zeitung\u00ab, \u00bbaber dass sie total gestresst sind von Corona ist ja auch klar\u00ab. Das betreffe vor allem jene, die um ihre Existenz bangten, und auch jene, die an der Grenze der Belastung seien \u2013 wie beispielsweise Familien.<\/p>\n<p>Dreyer rechnete damit, dass beim n\u00e4chsten Corona-Gipfel der Ministerpr\u00e4sidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am 3. M\u00e4rz ein \u00bbPerspektivplan\u00ab beschlossen werde. \u00bbWir arbeiten zwischen den L\u00e4ndern und dem Bund im Hintergrund sehr hart daran, die unterschiedlichen Vorstellungen, die es dazu gibt, zusammenzuf\u00fchren\u00ab, sagte Dreyer. \u00bbDas wird bis Mittwoch auch gelingen.\u00ab Nach den Schulen und Kitas sowie den Friseuren gehe es nun zuerst um Perspektiven f\u00fcr den Einzelhandel und f\u00fcr die Kultur.<\/p>\n<p>Ebenso werde man \u00fcber Gastronomie im Au\u00dfenbereich und die \u00d6ffnung von Hotels und Ferienwohnungen sprechen. \u00bbPerspektivplan hei\u00dft aber nicht: Morgen ist alles offen\u00ab, so die SPD-Politikerin.<\/p>\n<h3>Biden warnt vor Gefahr erneut steigender Fallzahlen wegen Virusvarianten<\/h3>\n<p><strong>01.55 Uhr: <\/strong>US-Pr\u00e4sident Joe Biden hat angesichts neuer Corona-Varianten vor der Gefahr erneut steigender Fallzahlen in der Pandemie gewarnt. \u00bbDas Schlimmste, was wir jetzt tun k\u00f6nnen, ist, in unserer Wachsamkeit nachzulassen\u00ab, sagte Biden. Er rief die Amerikaner dazu auf, sich impfen zu lassen.<\/p>\n<p>\u00bbDie Impfungen sind sicher\u00ab, sagte er. \u00bbIch schw\u00f6re Ihnen, sie sind sicher und wirksam.\u00ab Biden appellierte au\u00dferdem an seine Landsleute, Masken zu tragen. Er sagte erneut, es sei keine politische Aussage, ob man einen Mund-Nasen-Schutz trage oder nicht.<\/p>\n<p>US-Forscher haben sich zuletzt besorgt \u00fcber neue Virusvarianten in Kalifornien und New York gezeigt. Die t\u00e4glichen Fallzahlen in den USA liegen weit unterhalb von denen zu Jahresbeginn. In den vergangenen Tagen stagnierten sie aber oberhalb der Marke von 70.000. Seit Beginn der Pandemie sind in den USA mehr als 510.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus ums Leben gekommen.<\/p>\n<h3>Uno-Sicherheitsrat fordert in Resolution gerechte Impfstoffverteilung<\/h3>\n<p><strong>0.40 Uhr:<\/strong> Der Uno-Sicherheitsrat hat in einer einstimmig verabschiedeten Resolution eine gerechte weltweite Verteilung von Corona-Impfstoffen gefordert. Alle 15 Ratsmitglieder unterst\u00fctzten die von Gro\u00dfbritannien eingebrachte Resolution, die vor allem den Zugang zu Corona-Vakzinen in konfliktgeplagten und \u00e4rmeren L\u00e4ndern verbessern soll, wie es aus Diplomatenkreisen hie\u00df. Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, begr\u00fc\u00dfte die Resolution.<\/p>\n<p>Es handelt sich um die zweite Resolution des Uno-Sicherheitsrates zur Corona-Pandemie. Die Ratsmitglieder bekr\u00e4ftigten darin ihre Forderung nach Solidarit\u00e4t mit \u00e4rmeren Staaten sowie nach Waffenstillst\u00e4nden in Konflikten.<\/p>\n<p>In dem von der Nachrichtenagentur AFP eingesehenen Resolutionstext werden reichere Staaten dazu ermutigt, Corona-Impfstoffdosen an L\u00e4nder mit niedrigem und mittlerem Einkommen zu spenden. Ausdr\u00fccklich werden Uno-Mitgliedstaaten dazu aufgerufen, auf das Horten von Impfstoffen zu verzichten.<\/p>\n<p>Gefordert wird zudem die St\u00e4rkung der \u00bbnationalen und multilateralen Ans\u00e4tze und der internationalen Kooperation\u00ab, um \u00bbeinen gleichberechtigten und bezahlbaren Zugang zu Covid-19-Impfstoffen in bewaffneten Konfliktsituationen, Nachkriegssituationen sowie in komplexen humanit\u00e4ren Notfalllagen\u00ab zu schaffen. Nach Uno-Angaben leben rund 120 Millionen Menschen weltweit unter solchen Bedingungen.<\/p>\n<p>\u00dcber den genauen Resolutionstext hatten Diplomaten eine Woche lang debattiert. Hintergrund waren Einw\u00e4nde der st\u00e4ndigen Ratsmitglieder Russland und China gegen den von Gro\u00dfbritannien eingebrachten urspr\u00fcnglichen Entwurf. Die Beziehungen zwischen den drei Staaten sind angespannt.<\/p>\n<p>Dass die Abstimmung letztlich vergleichsweise schnell \u00fcber die B\u00fchne ging, f\u00fchrten Beobachter auf eine leichte Entspannung des Verh\u00e4ltnisses zwischen den USA und China nach dem Amtsantritt von US-Pr\u00e4sident Joe Biden zur\u00fcck. \u00dcber den Text zur ersten Resolution zur Corona-Pandemie im vergangenen Jahr hatten die Ratsmitglieder monatelang gestritten.<\/p>\n<p>\u00bbF\u00fcr Gleichberechtigung bei den Impfstoffen zu stimmen ist wichtig, und wir erkennen dies an\u00ab, sagte WHO-Chef Tedros. Er forderte den Uno-Sicherheitsrat zugleich dazu auf, \u00bbkonkrete Schritte\u00ab zu unternehmen, um die Produktion von Corona-Vakzinen und ihre Verteilung voranzutreiben, um \u00bbdieses Virus so schnell wie m\u00f6glich loszuwerden\u00ab. Der Uno-Sicherheitsrat sei dazu in der Lage, \u00bbwenn es den politischen Willen gibt\u00ab, sagte Tedros.<\/p>\n<p>Der WHO-Chef schlug unter anderem einen Technologie-Transfer und die Lockerung von Patentrechten f\u00fcr Impfstoffe vor. Dass es vor allem bei Letzterem massive Widerst\u00e4nde seitens einiger Staaten gebe, k\u00f6nne er nicht verstehen. \u00bbDiese Pandemie ist beispiellos. Das Virus hat die ganze Welt als Geisel genommen\u00ab, so Tedros.<\/p>\n<p>Ein Diplomat sagte, alle L\u00e4nder st\u00fcnden \u00bbderselben Bedrohung gegen\u00fcber, derselben Pandemie\u00ab gegen\u00fcber. Internationale Kooperation und \u00bbmultilaterales Handeln\u00ab seien n\u00f6tig, um die Krise zu bew\u00e4ltigen. \u00bbDiese Resolution k\u00f6nnte ein Schritt in eine gute Richtung sein.\u00ab<\/p>\n<p>Uno-Generalsekret\u00e4r Ant\u00f3nio Guterres hatte vergangene Woche einen weltweiten Impfplan angemahnt, um zu verhindern, dass \u00e4rmere Staaten bei den Corona-Impfungen abgeh\u00e4ngt werden. Laut Guterres wurden bisher 75 Prozent aller verf\u00fcgbaren Corona-Impfdosen in nur zehn L\u00e4ndern verimpft. In 130 Staaten haben die Corona-Impfkampagnen demnach noch nicht einmal begonnen.<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Corona-Schnelltest in einem Testzelt in Sachsen-Anhalt Foto:\u2002Hendrik Schmidt \/ dpa Dieser Artikel wird laufend aktualisiert. 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