{"id":6133,"date":"2021-02-25T23:19:41","date_gmt":"2021-02-25T20:19:41","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/covornavirus-intensivmediziner-fordern-lockdown-bis-anfang-april\/"},"modified":"2021-02-25T23:19:41","modified_gmt":"2021-02-25T20:19:41","slug":"covornavirus-intensivmediziner-fordern-lockdown-bis-anfang-april","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/covornavirus-intensivmediziner-fordern-lockdown-bis-anfang-april\/","title":{"rendered":"Covornavirus: Intensivmediziner fordern Lockdown bis Anfang April"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/d9596c22-f2b4-4abe-9bc0-a469c5bcd278_w948_r1.77_fpx70_fpy80.jpg\" title=\"Intensivpfleger bei einem Covid-19-Patienten\" alt=\"Intensivpfleger bei einem Covid-19-Patienten\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p class=\"caps\">Intensivpfleger bei einem Covid-19-Patienten<\/p>\n<p>  Foto:\u2002Robert Michael \/ dpa  <\/figcaption><\/figure>\n<p>Die deutschen Intensivmediziner dr\u00e4ngen auf eine Verl\u00e4ngerung des derzeitigen Lockdowns bis mindestens zum 1. April. \u00bbSonst wird die dritte Welle nur schwer oder \u00fcberhaupt nicht beherrschbar sein\u00ab, warnte Gernot Marx, Pr\u00e4sident der Deutschen Interdisziplin\u00e4ren Vereinigung f\u00fcr Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) bei einer Pressekonferenz.<\/p>\n<p>Die Divi hat am Donnerstag ein neues Prognosemodell vorgestellt, mit dem in unterschiedlichen Szenarien die Belegung von Intensivbetten durch Covid-19-Patientinnen und -Patienten in den kommenden Monaten vorhergesagt wird. Zwar sei die Zahl der Corona-Intensivpatienten im Vergleich zum Jahresbeginn wieder auf derzeit rund 2900 gesunken, so die Fachleute. Im ung\u00fcnstigsten Fall k\u00f6nnte sie bis Mitte Mai aber wieder auf bis zu 25.000 hochschnellen.<\/p>\n<p>Dies w\u00fcrde dem Modell zufolge f\u00fcr den Fall gelten, dass ab dem 7. M\u00e4rz weitgehende Lockerungen gelten, die dazu f\u00fchren, dass der R-Wert, also die Zahl der Menschen, die ein Infizierter im Schnitt ansteckt, bei 1,2 f\u00fcr den urspr\u00fcnglichen Virustyp liegt. Geht man davon aus, dass die zun\u00e4chst in Gro\u00dfbritannien aufgetretene Virusmutante B.1.1.7 35 Prozent ansteckender ist als der Ursprungstyp, l\u00e4ge ihr R-Wert dann bei 1,55. Zudem rechneten die Fachleute in dem Worst-Case-Szenario damit, dass jeden Tag durchschnittlich nur 230.000 Menschen geimpft werden. Derzeit liegt die t\u00e4gliche Impfrate bei rund 150.000 Impfungen pro Tag.<\/p>\n<p>Bei einem schnelleren Verlauf mit 350.000 Impfungen pro Tag sei in diesem Szenario immer noch eine Belegungszahl von 12.000 Intensivbetten zu erwarten, erl\u00e4uterte der Aachener Biomediziner Andreas Schuppert, der das Prognosemodell ma\u00dfgeblich mit entwickelt hat. Die Mediziner verwiesen darauf, dass das Personal in den Krankenh\u00e4usern bereits jetzt die Belastungsgrenze erreiche oder sogar schon \u00fcberschritten habe. Eine weitere derart hohe Belegung sei somit nicht zu verantworten.<\/p>\n<h3>L\u00f6sung: 3,5 Wochen l\u00e4ngerer Shutdown<\/h3>\n<p>Der Ausweg: Bei Lockerungen erst ab dem 1. April w\u00fcrde die Belegungszahl zwar auch ansteigen, aber selbst im ung\u00fcnstigsten Szenario auf lediglich bis zu 6000 Patientinnen und Patienten, so die Mediziner. Dies w\u00fcrde etwa dem H\u00f6chstwert vom Jahresbeginn entsprechen. Es gehe daher darum, \u00bbdie n\u00e4chsten Wochen zu kontrollieren\u00ab, sagte Schuppert.<\/p>\n<p>Wird ein niedrigerer R-Wert von 1,0 f\u00fcr das Ursprungsvirus und 1,35 f\u00fcr Mutanten angenommen, l\u00e4ge die H\u00f6chstbelegung der Intensivbetten bei langsamem Impfverlauf und Lockerungen ab 7. M\u00e4rz laut Divi-Prognose immer noch bei bis zu 4000, bei schnellerer Impfung bei bis zu 3000 belegten Intensivbetten.<\/p>\n<p>Der Divi-Experte Christian Karagiannidis wies jedoch darauf hin, dass ohne Shutdown im vergangenen Oktober der R-Wert deutlich \u00fcber 1,2 lag, in der Zeit der Weihnachtseink\u00e4ufe im Dezember ungef\u00e4hr bei 1,2. Eine um drei Wochen sp\u00e4tere Lockerung sei insofern entscheidend, weil dann die Wirkung der Impfungen \u00bbder Infektionswelle vorausl\u00e4uft\u00ab. Bei \u00d6ffnungen ab 7. M\u00e4rz w\u00e4re es demnach umgekehrt.<\/p>\n<h3>Jede Impfung z\u00e4hlt<\/h3>\n<p>Die Mediziner dr\u00e4ngten deswegen auch darauf, die Impfkampagne voranzutreiben. \u00bbAlso auch mit AstraZeneca\u00ab, sagte Marx mit Blick auf Akzeptanzprobleme gegen\u00fcber diesem Produkt (mehr dazu lesen Sie hier). Bis Ende September m\u00fcsse eine Impfquote von 80 Prozent erreicht werden, um die Pandemie erfolgreich einzud\u00e4mmen.<\/p>\n<p>Der Divi-Mediziner Steffen Weber-Carstens warnte zudem davor, die Grenzen der Belastbarkeit des Gesundheitssystems auszutesten. Es gehe nicht nur um die Zahl der Corona-Toten, sondern auch um schwere Langzeitfolgen nach Infektionen sowie um viele Patientinnen und Patienten, die dann nicht operiert werden k\u00f6nnten. So werden laut Divi derzeit zahlreiche Tumor- und Herzoperationen nachgeholt, die eigentlich in den vergangenen Monaten h\u00e4tten stattfinden sollen.<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Intensivpfleger bei einem Covid-19-Patienten Foto:\u2002Robert Michael \/ dpa Die deutschen Intensivmediziner dr\u00e4ngen auf eine Verl\u00e4ngerung des derzeitigen Lockdowns bis mindestens zum 1. 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